Monitoring am Saurüsselkopf im Nachbar-Landkreis dauert weiter an
Die Arbeiten im Bereich des Waldbrandes am Saurüsselkopf (wir berichteten) dauern weiter an. In den vergangenen Tagen gab es insgesamt keine größeren Auffälligkeiten, jedoch mussten nach wie vor einzelne Glutnester im Gelände lokalisiert und gezielt abgelöscht werden. Der Einsatz ist derzeit noch nicht beendet, da sich weiterhin Restwärme und Glut in einzelnen Bereichen halten und fortlaufend kontrolliert werden müssen.
Zur weiteren Erkundung werden regelmäßig Wärmebildflüge durch die Bayerische Polizei durchgeführt. Die Flüge erfolgen derzeit in den Abendstunden, da nach der Abkühlung der Umgebung mögliche Glutnester aufgrund der größeren Temperaturunterschiede besser erkannt werden können. Ergänzend dazu sind weiterhin Mitarbeitende der staatlichen Forstverwaltung mit Fußtrupps und handgeführten Wärmebildkameras im betroffenen Gebiet unterwegs.
Besonders kritisch sind sogenannte Bodenfeuer. Bei dieser Art von Brand können Glutnester trotz vergleichsweise niedriger Oberflächentemperaturen und feuchter Witterung weiterhin aktiv sein. Während die Oberfläche oft unauffällig erscheint, können im Inneren deutlich höhere Temperaturen von bis zu etwa 125 °C auftreten. Die Hitze kann dabei bis in tiefere Bodenschichten vordringen, teils auch in mehr als 1 m Tiefe. Glutnester können sich dort im Wurzelwerk, in organischem Material oder in Holzstrukturen über längere Zeit halten und jederzeit erneut aufflammen. Daher ist eine kontinuierliche Kontrolle und Nachlöscharbeit zwingend erforderlich.
Aufgrund der vorhergesagten Witterung und der ab dem Wochenende geltenden Waldbrandstufe 4 bleibt die Lage weiterhin angespannt. Insbesondere wird in diesem Zusammenhang nochmals eindringlich darauf hingewiesen, dass bei erhöhter Waldbrandgefahr umsichtiges Verhalten im und am Wald besonders wichtig ist. Offenes Feuer, Rauchen sowie das Entzünden von Feuerstellen sind strikt zu vermeiden, um eine weitere Gefährdung der Waldflächen zu verhindern.
Das bestehende Betretungsverbot für das betroffene Gebiet bleibt bis auf Weiteres bestehen.
Die Bevölkerung wird dringend gebeten, die Sperrungen zu beachten und den Bereich nicht zu betreten.
Die Gemeinde Ruhpolding bedankt sich auch auf diesem Weg noch einmal ausdrücklich bei allen eingesetzten Feuerwehren, Hilfsorganisationen, Behörden und Unterstützern für die hervorragende Zusammenarbeit und den anhaltenden Einsatz.
Foto: Örtliche Einsatzleitung
Schaufenster


Hinterlassen Sie einen Kommentar