Mit klarem Votum auch für dritte Amtsperiode bestätigt - Dank an Familie
Ein herzlicher Glückwunsch: Mit einem klaren Ergebnis ist Kreisbrandrat Richard Schrank in seinem Amt bestätigt worden. In der alle sechs Jahre stattfindenden geheimen Wahl stimmten 85,8 Prozent der anwesenden 113 Kommandantinnen und Kommandanten der Feuerwehren im Landkreis Rosenheim für Schrank. Dem Gegenkandidaten Sven Gericke, Kommandant der Feuerwehr Feldkirchen-Westerham, gaben 14,2 Prozent ihre Stimme.
Richard Schrank, der vor zwölf Jahren erstmals zum Kreisbrandrat gewählt wurde, bedankte sich für das entgegengebrachte Vertrauen. Für ihn ein Zeichen, dass es gepasst habe. Ganz besonders bedankte sich Schrank bei seiner anwesenden Familie. Das zeitaufwändige und fordernde Engagement bei der Feuerwehr gehe ohne die Familie nicht.
In seiner Vorstellung vor der Wahl hatte Richard Schrank gesagt, er lebe das Thema Feuerwehr. Was man angefangen habe, alles was man bewegen könne, mache brutal Spaß und er würde gerne weitermachen.
Die inhaltlichen Schwerpunkte von Gegenkandidat Sven Gericke waren Ausbildung und Quereinsteiger.
Die beiden Kandidaten waren, wie es im Bayerischen Feuerwehrgesetz festgeschrieben ist, von Landrat Otto Lederer vorgeschlagen worden.
In seiner Begrüßung hatte der Landrat an einige Ereignisse aus den vergangenen Jahren erinnert, die zeigten, wie wichtig eine gute Zusammenarbeit mit unseren Blaulichtorganisationen sei. Insbesondere mit den Feuerwehren, ohne die es nicht zu schaffen wäre. Unter anderem nannte Lederer den Katastropheneinsatz während der Corona-Pandemie: Im Juli 2021 gab es innerhalb von zwei Tagen Unwetter-Ereignisse. Zunächst lag der Schwerpunkt in Götting, dann traf es vor allem Halfing. Zeitgleich schickten die heimischen Feuerwehren ein Kontingent ins Ahrtal.
2022 wurden in Rohrdorf und Raubling Weltkriegsbomben gefunden und 2023 gelangte Öl in den Chiemsee, nachdem am Bernauer Berg ein Lkw verunglückt war. 2024 waren die Feuerwehren erneut mit Hochwasser konfrontiert. Unter anderem lag der Schwerpunkt zwei Mal in Raubling. Hier hätten sich die guten Beziehungen ausgezahlt, sagte Landrat Otto Lederer, denn rund 100 Feuerwehrmänner aus Tirol unterstützen im Raublinger Ortsteil Kirchdorf.
Aus dem vergangenen Jahr nannte Lederer das Echelon-Festival in Bad Aibling. Nach einem Unwetter mussten dort rund 300 Besucherinnen und Besucher in der Nacht betreut werden. Er wisse, sagte der Landrat, dass es darüber hinaus tausende Einsätze gab. „Vergelts Gott, dass ihr 24/7 bereit seid, zu helfen.“
Abschließend bedankte sich Otto Lederer (rechts im Bild) noch bei Richard Schrank für die vertrauensvolle Zusammenarbeit. „Wir sind nicht immer einer Meinung, aber mit dir kann man alles ausreden.“
Zu den Aufgaben des Kreisbrandrats gehören das Leiten des Feuerwehrwesens auf Kreisebene oder das Beraten des Landratsamtes und der Gemeinden in Fragen des Brandschutzes. Er fungiert als Örtlicher Einsatzleiter bei Großschadenslagen, führt die Kreisbrandinspektion, inspiziert die Feuerwehren oder koordiniert überörtliche Einsätze.
Im Landkreis Rosenheim gibt es derzeit 116 Feuerwehren.
Schaufenster



Der neue alte KBR ist sicher eine sehr gute Wahl und ich gratuliere herzlich, aber eine Bemerkung erlaube ich mir als langjährig aktiver Feuerwehrler:
der KBR wird von den Kommandanten gewählt und ist damit in gewisser Weise von deren Wohlwollen abhängig. Gleichzeitig ist er aber auch weisungsbefugt. Und da sehe ich schon einen gewissen Widerspruch. Er muss immer wieder mal gegen Ausstattungswünsche und Forderungen aktiver Kommandanten Stellung beziehen und kann es sicher nicht immer allen Recht machen. Interessant und zielführend wäre meines Erachtens eine allgemeine Stellenausschreibung und ein entscheidendes Auswahlverfahren (Assessment) mit einer Kommission aus Fachleuten (gewählte Kommandanten) unter dem Vorsitz des Landrates. Da kann sich jeder bewerben, der sich geeignet sieht und der, der sich im Assessment am besten präsentiert, bekommt den Job.