Athletes for Ukraine: Jens Steinigen mit zwei hochrangigen ukrainischen Auszeichnungen geehrt
Eine außergewöhnliche Ehrung für außergewöhnliches Engagement: Jens Steinigen, Vorsitzender des Vereins „Athletes for Ukraine“, ist mit zwei der bedeutendsten ukrainischen Auszeichnungen für humanitäres Wirken geehrt worden. Verliehen wurden ihm die Medaille „Weißes Kreuz – Honor et Gloria“ sowie die Medaille des Erzengels Michael der Orthodoxe Kirche der Ukraine – zwei Ehrungen, die international höchste Anerkennung für besondere Verdienste um die Ukraine ausdrücken.
Die Medaille „Weißes Kreuz – Honor et Gloria“ ist eine Ehrenauszeichnung der ukrainischen Freiwilligenbewegung. Sie wird an Persönlichkeiten verliehen, die sich durch außergewöhnliche humanitäre Hilfe, Engagement und nachhaltige Unterstützung der Ukraine verdient gemacht haben. Bislang wurde sie nur rund 50 Persönlichkeiten weltweit verliehen und zählt damit zu den seltensten zivilgesellschaftlichen Ehrungen im Kontext der ukrainischen Unterstützungsbewegung. Überreicht wurde diese besondere Auszeichnung durch Valerii Onuchyn, ukrainisches Mitglied des Vereins Athletes for Ukraine, der stellvertretend für viele engagierte Ukrainerinnen und Ukrainer Dank und Anerkennung aussprach.
Die Medaille des Erzengels Michael wird von der Orthodoxen Kirche der Ukraine verliehen. Der Erzengel Michael gilt als himmlischer Schutzpatron Kyjiws und steht für Mut, Schutz, Gerechtigkeit und den Einsatz für das Gute. Die Medaille würdigt Personen, die sich in herausragender Weise für humanitäre Hilfe, den Schutz von Menschenleben
sowie durch geistliche, soziale oder wohltätige Aktivitäten einsetzen. Unterzeichnet ist die Auszeichnung von Metropolit Epiphanius, dem höchsten geistlichen Oberhaupt der Kirche, was ihr eine besondere moralische und geistliche Bedeutung verleiht. Die persönliche Verleihung erfolgte durch Erzpriester Viktor Mandziuk von der ukrainischen
orthodoxen Diözese von Westeuropa. Mit dieser kirchlichen Auszeichnung wurde unlängst auch Hendrik Wüst geehrt.
Die Laudatio hielt Jonah Werner, Pressesprecher des Vereins, der in bewegenden und sehr persönlichen Worten das Lebenswerk des Geehrten würdigte. Jens Steinigen sei nicht nur Initiator und Motor zahlreicher Hilfsprojekte, sondern vor allem ein Mensch mit ausgeprägtem Rückgrat und tiefem Gerechtigkeitssinn. Bereits in der DDR habe er Haltung bewiesen und sich dem Unrechtsregime widersetzt. Auch im Sport sei er seinen eigenen Weg gegangen: Nicht sportliche Gründe führten dazu, dass er zeitweise ausgegrenzt wurde, sondern seine Weigerung, sich Verbandsstrukturen kritiklos zu unterwerfen. Sein Olympiasieg 1992 sei daher mehr gewesen als ein sportlicher Triumph – er sei Ausdruck von Charakterstärke, Unabhängigkeit und unbeirrbarem Willen gewesen. Später habe er als Jurist mit eigener Kanzlei Verantwortung übernommen und angesichts des Leids und der offensichtlichen Ungerechtigkeit des Krieges in der Ukraine den Verein „Athletes for Ukraine“ gegründet. „Jens ist ein wirklicher Freund und ein großes, ehrliches Vorbild. Er handelt nicht aus Pflichtgefühl, sondern aus innerer Überzeugung“, so Werner.
Sichtlich bewegt nahm Jens Steinigen die Auszeichnungen entgegen und betonte die gemeinschaftliche Dimension der Ehrung: „Diese Preise gehören nicht mir allein. Sie stehen für all die Menschen, die mit Herz, Mut und Tatkraft helfen. Wir dürfen nicht wegsehen, wenn Unrecht geschieht. Solidarität ist keine Frage der Entfernung, sondern der Haltung.“
Auch Markus Rinderspacher, Vizepräsident des Bayerischen Landtags, fand lobende Worte. Er hob besonders das beeindruckende Engagement im Bereich der humanitären Hilfe in der Ukraine hervor. Jens Steinigen und der Verein stünden beispielhaft für gelebte Solidarität – durch konkrete Unterstützung vor Ort ebenso wie durch den Einsatz
für Integration und gesellschaftlichen Zusammenhalt in Deutschland.
Daniel Artmann, Zweiter Bürgermeister von Rosenheim und Mitglied des Bayerischen Landtags, betonte seinen Stolz, dass dieses außergewöhnliche Engagement aus Rosenheim heraus wirke. Gerade nach nunmehr fast vier Jahren Krieg sei es wichtiger denn je, die Ukraine nicht alleine zu lassen.
Die doppelte Auszeichnung aus der Ukraine ist nicht nur eine persönliche Ehrung für Jens Steinigen, sondern zugleich ein starkes Zeichen der Dankbarkeit gegenüber allen Unterstützern von „Athletes for Ukraine“. Sie stehe für internationale Solidarität, gelebte Menschlichkeit und die feste Überzeugung, dass der Einsatz für Gerechtigkeit, Freiheit und Frieden keine Grenzen kennt.
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