Wer darf in den Bürgersaal?

Nach Nutzungsantrag der Polizei diskutiert Gemeinderat Ramerberg „wer reinkommt und wer nicht“

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An vier Stunden pro Woche will die Polizei Wasserburg den Ramerberger Bürgersaal für ihren Dienstsport nutzen. Deshalb stellte sie einen Antrag an den Gemeinderat Ramerberg, die Räumlichkeiten dienstags und donnerstags von zehn bis zwölf Uhr belegen zu können. In seiner jüngsten Sitzung diskutierte das Gremium nicht nur über den Antrag, sondern die grundsätzliche Nutzung des Bürgersaals.

Hauptsächlich suche die Polizei einen Raum für den Winter, erklärte Bürgermeister Manfred Reithmeier. Im Sommer seien sie bei gutem Wetter meist draußen unterwegs. Hauptsächlich werde der Bürgersaal aktuell von den Sportvereinen genutzt, die übrige Zeit stehe er größtenteils leer.

 

Für Gemeinderat Konrad Fuchs (NRL/FWR) ist aber besonders wichtig, dass der Bürgersaal nur „für Ramerberger Vereine oder Angebote für Ramerberger Bürger“ zur Verfügung steht. Auch brauche es eine gewisse Grundlage. So müsse beispielsweise vorab die Raummiete geklärt werden, bevor der Gemeinderat hier seine Zustimmung geben kann. Miete und Nutzungsdauer seien noch nicht besprochen, so Reithmeier. Zuerst gehe es nur um die grundsätzliche Anfrage, ob die Polizei Wasserburg die Räume nutzen darf. „Ortsvereine haben natürlich Vorrang“, betonte er.

 

Sophia Schuster (UWR) schlug vor, vorab einer befristeten Nutzung zuzustimmen und „zu sehen, wie es sich entwickelt.“ Schuster: „Die Polizei hilft allen.“ Auch Jürgen Zott (UWR) meinte, so werde der Raum wenigstens genutzt. Die Gemeinde habe nichts davon, dass der Saal „Montag bis Freitag vormittags leer steht“, so Maximilian Jaroljmek (NRL/FWR).

 

Grundsätzlich stelle sich die Frage, ob der Bürgersaal auch an gemeindefremde Organisationen und Vereine vermietet werden soll. Einen Beschluss gebe es hier nicht laut Maximilian Brockhoff, Geschäftsstellenleiter der Verwaltungsgemeinschaft Rott. Er schlug deshalb vor, man solle sich als nächsten Schritt Gedanken machen „wer reinkommt und wer nicht.“ Deshalb wurde der Antrag zurückgestellt, um vorab die Rahmenbedingungen zu erarbeiten.

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