Wasserburger Block setzt auf klare Worte und starke Köpfe
Zu zwei Kandidatenvorstellungen des Wasserburger Blocks, eine in Reitmehring, eine weitere in der Altstadt, konnte die 1. Vorsitzende Karin Heienbrock zahlreiche Interessierte begrüßen. Eines wurde bei beiden Veranstaltungen deutlich: Hier gehe es nicht um leere Versprechen, sondern um Inhalte und Persönlichkeit.
Die Kandidatinnen und Kandidaten für den Stadtrat stellten sich einzeln vor und nutzten die Gelegenheit, mehr von sich zu zeigen als nur ein Wahlplakat-Gesicht. Wer vor Ort war, erhielt ehrliche Einblicke in Motivation, Erfahrung und Ziele und konnte sich ein fundiertes Bild davon machen, wer künftig Verantwortung übernehmen will.
Ein starkes Signal setzte auch Claudia Schaber vom Kreisverband der Parteifreien/ÜWG. Sie zeigte sich besonders erfreut über die hohe Zahl weiblicher Kandidaten – „das ist längst überfällig“, war dabei unmissverständlich herauszuhören. Besonders stolz macht sie zudem, dass der Wasserburger Block gleich sechs Kandidaten für den Kreistag stellt, ein klares Bekenntnis zur politischen Stärke im Norden und innerhalb der Parteifreien.
Im Anschluss richtete sich der Blick auf Bürgermeisterkandidat Georg Gäch – und der wurde deutlich. Statt sich in Wunschlisten zu verlieren, setze er auf Bodenhaftung. Seine Botschaft: Solide Finanzpolitik ist kein Wahlkampfslogan, sondern Voraussetzung für eine funktionierende Stadt. Gute Gewerbesteuereinnahmen sowie ein Stadtrat und eine Verwaltung, die verantwortungsvoll mit den Geldern der Bürger umgehen, bilden dafür das Fundament. Auch die kommunale Wärmeplanung war Thema seines Vortrags. Gerade hier bemängelten anwesende Bürger die auffallend zähen Abläufe in Wasserburg.
Kritisch äußerte sich Gäch zu manch großzügigem Wahlversprechen der Konkurrenz. Angesichts eines wachsenden Investitionsstaus hält er solche Ankündigungen für „wenig glaubwürdig“ – oder, weniger diplomatisch formuliert: für kaum umsetzbar. Sein Ansatz: Erst erhalten, was vorhanden ist, bevor neue Luftschlösser gebaut werden.
Beim Erhalt des Familienbades Badria bekräftigte er seine Position, dass sich die Umlandgemeinden indirekt über die Kreisumlage am Defizitausgleich beteiligen sollten. Auch bei den freiwilligen Leistungen, insbesondere der Vereinsförderung, fand Gäch klare Worte. Unterstützung müsse fair und ausgewogen erfolgen – für alle. Hinter vorgehaltener Hand äußerten einige Besucher bereits die Sorge, dass genau dieses Gleichgewicht künftig ins Wanken geraten könnte.
Auf die Frage, warum er das Bürgermeisteramt in Wasserburg anstrebt, antwortete Gäch: „Weil die Stadt vor großen Herausforderungen steht und es dafür einen erfahrenen Praktiker braucht, der handelt, wenn es darauf ankommt, und sich nicht hinter Paragraphen oder Gutachten versteckt.“
Sein abschließender Appell: Der Stadtrat müsse ein Ort der umsichtigen Sachpolitik bleiben – frei von parteipolitischen Spielchen, Träumereien und unrealistischen Versprechen. Denn am Ende gehe es nicht um Ideologien, sondern um die Menschen in Wasserburg.
Schaufenster


Die Bürgermeister Wahl in Wasserburg ist längst entschieden
Das wurde vor Wahlen schon öfter behauptet – die Realität am Wahlabend war dann manchmal überraschend anders…
Das überdimensionierte „Luftschloss“ hat er bereits während seiner Amtszeit in Ramerberg gebaut.
Vermutlich ist der Herr Gäch an den Ramerberger G’schichten nicht alleine Schuld.
Fakt ist: unschuldig daran ist er aber auf keinen Fall.
Fazit für mich:
Sowas kann ich in Wasserburg nicht brauchen.
Wasserburg kann Gäch nicht brauchen.
Der geht gar nicht!
Also, wenn mein Vorsatz für die ersten 100 (!) Tage im Amt ist, mich von der Feuerwehr einkleiden zu lassen, mit den Rettern rauszufahren, um deren Schwierigkeiten zu verstehen (ich glaube, das können die übrigens selbst sehr gut und auch artikulieren, wenn etwas zwickt), dann sagt das für mich sehr viel! Ich sehe da übrigens auch keinen erfahrenen Praktiker, sondern einen Menschen, der eben nicht richtig priorisiert und Menschen auch nicht in der Sache vereinen kann….zumindest ist das für mich die Quintessenz aus dem bisherigen kommunalpolitischen Wirken von Herrn Gäch.
wie hat es ein Mitbewerber so schön formuliert,das mit der Spielzeugeisenbahn und dem ICE.Ich meine ein Vergleich wäre auch ein Minibagger.Für die großen Dinge und Probleme reichts halt nicht. Sinzinger hat sich verzoggt.
Nun lasst die Bürger doch erst mal wählen. Seine oben zitierten Aussagen klingen für mich erst mal vernünftig – nicht zuletzt, einem „Wünsch Dir Was“ Populismus eine Absage zu erteilen.
Meines Erachtens sollte er mit seinem Wirken in Ramerberg offener umgehen – aus Fehlern kann man ja auch lernen.
Ob die anderen Kandidaten grössere Bagger oder schnellere Züge beherrschen, wage ich auch zu bezweifeln.
Die Wirkmacht eines Bürgermeisters wird doch sehr überschätzt. Letztendlich wird alles von der Verfügbarkeit finanzieller Mittel limitiert. Der mittelfristige Finanzplan zeigt erhebliche Belastungen auf. Der Nachfolger von H. Kölbl wird mit ganz anderen wirtschaftlichen Herausforderungen umgehen müssen. Deshalb sollte man bei den Kandidaten ihre grundsätzliche Einstellung zum Umgang mit Steuergeldern durchaus in Betracht ziehen.