Am anderen Ende der Leine …

Ein Einblick in das Leben der Hobby-Hovawart-Zucht in Halfing

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HundHalfing – Die Hunde-Rasse Hovawart hat sie schon immer fasziniert, Christina Stöckl ist stolze Besitzerin von vier Tieren: die Rüden Crack und Asgard sowie die Hündinnen Elsi und Abaska. Direkt am Ortsausgang von Halfing sind sie zu Hause – die Hovawarte von der Urschlagquelle. Mit lautem freudigem Gebell kündigen sie Besuch an und sobald man in den Garten tritt, muss man aufpassen, dass man nicht sofort überrannt wird. Wieso sich Christina Stöckl vier reinrassige, ausgewachsene Hovawarte hält? Sie sei ein großer Fan der Hunderasse und habe das Züchten nun zu ihrem Hobby gemacht, erklärt sie.

Welpen_kleinDer Name der Rasse leitet sich von den mitteldeutschen Begriffen „Hof“ (hova) und „Wächter“ (wart) ab. Also der „Hofwächter“.  „Hovawarte sind in erster Linie Sport- und Familienhunde“, klärt die Hobby-Züchterin auf. „Sie gehören zu den familienfreundlichen ‚Dienst- und Gebrauchshunden‘, die mit alleinigem Spazierengehen nicht wirklich ausgelastet sind. Werden sie zu wenig beschäftigt, beginnen sie bald sich eigene Aktivitäten zu suchen, sobald ihnen langweilig wird. Der ein oder andere Hausschuh oder unsere Gartenstühle mussten bereits dran glauben“, lacht die Besitzerin. Welpenblondschwarz_klein

Crack ist mit zehn Jahren der älteste des Hunde-Quartetts. Elsi mit acht Jahren die ältere Hündin und Mutter des ersten A-Wurfs mit acht Welpen, der im Winter 2010/11 zur Welt kam. „Abaska und Asgard haben wir aus dem A-Wurf behalten. Abaska wiederum hat den B-Wurf heuer ebenfalls mit acht Hovawart-Babies im Sommer ausgetragen. Vor wenigen Tagen sind die letzten Welpen abgeholt worden. Da waren Abaska und ich als Fraule ganz traurig“, sagt die Besitzerin mit einem Blick auf ihre Hündin. Somit gab es bereits zweimal Hovawart-Nachwuchs in der Hobby-Zucht von Christina Stöckl.

WelpenmitMama_kleinDass eine Zucht keine Lappalie ist, kann man sich auch als Laie gut vorstellen. Für Christina Stöckl beginnen die Vorbereitungen bereits bei der Wahl des Deckrüden. „Ich gehe auf Ausstellungen, suche im Internet und bei Zuchtportalen diejenigen Rüden, die für meine Hündin in Frage kämen“, erklärt sie.

Ist ein passender Hunde-Partner gefunden, kann dieser nach Erhalt eines sogenannten „Deckscheins“, der Genehmigung des Zuchtverbands, besucht werden. „Zwei bis drei Tage bleibe ich dann dort – die ersten beiden Male war ich in Stuttgart – und mache die zwei werdenden Hunde-Eltern miteinander bekannt.“ Wieder zu Hause muss bis zum 28. Tag abgewartet werden, ob eine Trächtigkeit der Hündin vorliegt, „falls dies der Fall ist, wird das Tier bis zu einem gewissen Grad geschont – Gassi gehen ist freilich erlaubt, sportliche Aktivitäten am Hundeplatz jedoch werden größtenteils eingestellt und die Hündin darf in dieser Zeit keine Krankheiten bekommen“, erklärt die Hobby-Züchterin. Und dann heißt es laut Christina Stöckl abwarten – etwa drei Monate lang – bis der große Moment der Geburt folgt.IMG_3720

Sind die Welpen erstmal auf der Welt, gibt es für Christina Stöckl fast keine ruhige Minute mehr. „Die Kleinen wollen natürlich Aufmerksamkeit und die gestresste Hunde-Mama ist froh, wenn ihr Fraule ein wenig auf ihren lebhaften Nachwuchs schaut“, sagt sie. Die Kleinen bekämen die Milch zwar von der Mama, Christina Stöckl aber füttert sie mit Fleisch oder Fisch zu, damit sie auch kontinuierlich an gesundem Gewicht zulegen.

„Die Welpen werden genauestens beobachtet, ihre ersten tapsigen Gehversuche genauso wie das Tollen mit den Geschwistern oder das Schlafverhalten“, erklärt Christina Stöckl. „Gewicht, Größe und weitere Merkmale werden genauestens notiert und festgehalten.“ Ab der achten Woche bekämen die Welpen dann vom Tierarzt eine Impfung, Blutabnahme und einen Chip – die Daten werden in einer vom Zuchtverband angelegten Datenbank festgehalten.

WelpenimGarten_kleinOb nun in nächster Zeit weiterer Nachwuchs ins Haus steht? „Tatsächlich überlege ich, mit der sechs Jahre alten Elsi noch einen Wurf zu beginnen“, so Christina Stöckl. Denn eine Hündin dürfe ab dem zweiten und nur bis zum achten Lebensjahr gedeckt werden und es sollte immer eine Läufigkeit dazwischen liegen. Es bleibt also abzuwarten, ob im nächsten Jahr erneut schwarz-markene, blonde und schwarze Hovawart-Welpen im Garten von Christina Stöckl toben werden …

 

 

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