Immer öfter: Fake-Einsätze!

Polizei: Wer in voller Absicht Not oder Gefahr vortäuscht, bekommt richtig Ärger

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Fake-Einsätze lohnen sich nicht! Das sagt das Polizeipräsidium und macht auf ein paar Beispiele aufmerksam: Ein Priener hatte als Mitfahrer in einem Pkw beim Überholvorgang eine Spielzeugpistole aus dem offenen Fenster gehalten. Er deutete mit der Waffe in Richtung des überholten Fahrzeugs. Da die Spielzeugpistole den Anschein einer echten Schusswaffe machte, fürchteten die Insassen des Fahrzeugs um ihr Leben und riefen die Polizei, was wiederum richtig war. Nur der seltsame Spass mit der Pistole eben nicht …

Letztendlich nämlich waren neun (!) Polizeifahrzeuge im Einsatz, um den potentiellen Gefährder zu suchen und zu stoppen. Der Spass kam den jungen Mann dann teuer zu stehen …
Die Polizei: Wer meint, dass er oder andere Hilfe benötigen – Notruf wählen! Keine Frage und überhaupt kein Problem, wenn es dann doch nicht so schlimm ist und der Notruf unnötig war. Es wird NICHTS in Rechnung gestellt. Aber wer IN VOLLER ABSICHT Not vortäuscht, bekommt richtig Probleme.

Ein zweiter Fall

Per Notruf meldete sich ein Mann beim Polizeipräsidium Rosenheim und gab an, dass sein Nachbar auf dem Balkon stehe und mit der Zündung einer Bombe drohe. In kürzester Zeit waren fünf Streifenbesatzungen vor Ort, ebenso wie Feuerwehr und Rettungsdienst, die sich in sicherer Entfernung aufstellten.

Relativ schnell bemerkten die Kolleginnen und Kollegen jedoch, dass an der Geschichte etwas nicht stimmte.

Der Notrufer war vor Ort nicht ausfindig zu machen – der angebliche Bedroher hingegen schon. Dieser wunderte sich noch halb im Tiefschlaf über den Gesprächsbedarf der eingesetzten Kräfte.

Schon bald fiel der Verdacht auf einen anderen Hausbewohner und als dieser angetroffen und mit dem Sachverhalt konfrontiert wurde, half auch alles Leugnen nichts. Denn als bei Rückruf der Notrufernummer etwas in der Hosentasche des Verdächtigten klingelte, war der Spuk vorbei.
Wenn außergewöhnliche Einsatzmittel wie Hubschrauber, besonderes Gerät oder Spezialkräfte eingesetzt werden, dann kann eine Rechnung schnell einen fünfstelligen Betrag ausweisen. Das Ganze neben möglichen Bußgeldern oder verhängten Strafzahlungen. Und: Auch Rettungsdienst und Feuerwehr können Fake-Einsätze über die zuständige Kommunalbehörde berechnen lassen.

In jedem Fall gilt: Es ist äußerst unangenehm, wenn man selbst dringend auf Hilfe angewiesen ist und warten muss, weil die Polizei bei vorgetäuschten Notlagen oder Vorfällen gebunden sind …

 

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