Tolle Gemeinschaft und viele Natur-Erlebnisse für 18 Kinder in Soyen


In Königswart, inmitten der idyllischen Natur zwischen dichten Wäldern und am Rande der Innschleife erwartete die Kinder mit dem siebten Activity Camp ein Treffen, das für viele zu einem unvergesslichen Erlebnis wurde. Was als Zeltlager begann, entwickelte sich für die zehn- bis zwölfjährigen Mädchen und Jungen schnell zu einer Reise voller Freundschaft, Teamwork und spannenden Herausforderungen.

Nach Ankunft der Teilnehmerinnen und Teilnehmer bauten diese unter der Mithilfe einiger Eltern zunächst die Zelte auf. Nach der offiziellen Begrüßung durch Organisator Marinus Zimmer, bildete man für die erste Team-Challenge zwei Teams – das Team der „Spiegeleier“ und das Team der „Franzls“. Die folgende Aufgabe bestand darin, eine Reihe von Bechern mit Wasser zu füllen, um dann wiederum einen Tischtennisball durch kontrolliertes Pusten vom ersten in den letzten Becher zu befördern. Während Betreuerin Katrin als Schiedsrichterin darauf achtete, dass alles mit rechten Dingen zuging, wollte natürlich jedes der beiden Teams ihren Ball als erstes in den Zielbecher befördern. Dass die „Spiegeleier“ nicht vorhatten, sich bei dieser Herausforderung zu Rührei verarbeiten zu lassen, bewiesen sie, indem sie diese Challenge mit 2:1 nach Punkten für sich entschieden.

Bei dem darauffolgenden Spiel „Frisbee-Golf“, welches insbesondere in den Vereinigten Staaten von Amerika großer Beliebtheit erfährt, duellierten sich immer zwei Spieler eines Teams, indem sie versuchten mit ihrem Frisbee mit weniger Würfen als ihr Kontrahent in einen mobilen Fangkorb zu treffen. Hier hatte wiederum das Team „Franzl“ mit 8:7 Punkten die Nase knapp vorne. Da die weiteren Herausforderungen aus reinen Teamwork-Aufgaben ohne Wettkampf-Charakter bestanden, standen am Ende beide Teams als Sieger fest.

Während die 18-köpfige Gruppe bei einer Brotzeit neue Energie schöpfte, bereitete Leiter Marinus in einem naheliegenden Waldstück eine weitere spannende Aufgabe vor – den „Blind-Walk“. Eine Wegstrecke von zirka 20 Metern, in mehrere Abschnitte unterteilt, sollten die Teilnehmer zunächst Meter für Meter abgehen und sich genau einprägen. Wenig später erhielten sie Augenbinden. Nacheinander begannen sie ihre Wegstrecke abzulaufen, wobei jeweils der oder die Vorderste die Gruppe zum nächsten Abschnitt geleiten sollte, wo das nächste Kind wartete, das durch Zuruf die Richtung vorzugeben versuchte. Wahrlich nicht einfach, gerade weil man bei dieser Aufgabe rein auf seinen Tast- und Gehörsinn vertrauen muss.

Nun folgte die Gruppe dem Nasenbach entlang zum Innufer. Dort angekommen, badeten die Kinder ihre Füße im kühlen Nass und fingen gleich an, mithilfe des Schlamms am Ufer kleine Bauwerke anzufertigen. Zudem führten einige der Mädchen mit dem Inn als Hintergrund eifrig ihre turnerischen Fähigkeiten vor, was bei dem ein oder anderen große Bewunderung hervorrief. Auf dem Rückweg zum Lager ließen es sich einige Teilnehmer nicht nehmen,
barfuß im Nasenbach entlangzulaufen.

Bevor das Lagerfeuer zum Grillen angeheizt wurde, wartete noch eine letzte Teamherausforderung auf die Gruppe – Pantomime. Einer aus der Gruppe überlegte sich eine Bewegungsaufgabe wie beispielsweise das Abschlagen eines Golfballes und führte diese dem Nächsten in der Reihe vor. Ähnlich wie beim Pendant „Stiller Post“ entstanden dabei
gegen Ende der Reihe die humorvollsten Elemente, was zu großer Belustigung bei den Umstehenden führte.

Nach so viel Spiel und Spaß war es an der Zeit die hungrigen Mägen zu füllen. Mithilfe von Feuerstahl wurde rasch ein Feuer entfacht und mithilfe des Dreibeins der Grillrost über der Glut befestigt. Während die Kinder an ihren geschnitzten Steckern süßen Stockbrotteig befestigten, verbreitete sich der Duft von gegrilltem Mais, Würsteln und Fleisch. Der Tag neigte sich dem Ende zu und bevor die Teilnehmer ihr Nachtlager im Zelt aufschlugen, spielte man noch einige Runden Werwolf am Lagerfeuer.

Nach einer ruhigen Nacht waren einige der Burschen bereits früh bei einer Runde Tischtennis aktiv und auch die Mädchen bauten noch vor dem Frühstück eifrig an ihrem am Vortag errichteten Lager im Wald weiter. Das gemeinsame Frühstück, welches ursprünglich unter freiem Himmel hätte stattfinden sollen, wurde kurzerhand aufgrund von einsetzenden Regens ins „Paterhäusl“ verlegt. Da keine Wetteränderung in Sicht war, wurden die letzten
Stunden bis zur Abholung der Kinder mit Gesellschaftsspielen in der Hütte verbracht. Damit ging ein ereignisreiches Wochenende mit glücklichen Camp-Teilnehmern zu Ende.

Der Organisator bedankt sich bei Katrin und Verena für die tolle Unterstützung bei der Betreuung der Kinder sowie bei Rudi Meingaßner, dem Vorstand der Naturfreunde Wasserburg für die Bereitstellung des Areals.

MZ

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