Ankneippen in Attel mit viel Spaß

Zum Ankneippen lud der Kneipp-Verein Wasserburg kürzlich zur Kneippanlage in der Stifttung Attl. Judith Sprenz begrüßte zusammen mit ihren Vorstandskollegen Angelika Gut und Burkard Martl die Mitglieder des Kneippvereins, die zusammen von Gabersee nach Attel gewandert waren.

„Kneippen ist mehr als Wasserpritscheln“, erklärte Gesundheitspädagogin Maria Grießl bei ihrer Einführung ins richtige Kneippen. Denn die Kneipptherapie basiere neben den Wasseranwendungen auch auf Bewegung, Ernährung, der Nutzung von Kräutern und Heilpflanzen sowie auf einen achtsamen Lebensstil. An den Stationen der Attler Kneippanlage erklärte sie die richtige Handhabung. Wichtig ist, darauf zu achten, dass vor und nach der Anwendung der Körper erwärmt ist bzw. im Anschluss an die Anwendung durch Bewegung oder Kleidung wieder erwärmt wird. Auch sollten die unterschiedlichen Anwendungen nicht hintereinander erfolgen, sondern es sollte ein  Abstand von ca. 2 Std. eingehalten werden, damit sich der thermischen Reiz und die daraus resultierende Reizantwort vollständig entfalten kann.  Beim klassischen Wassertreten im großen Becken ist der Storchgang hilfreich, um u.a. dem Kaltreiz besser begegnen zu können. Außerdem wird dadurch der Reiz verstärkt.

Den  „Kneippschen Cappuccino“ stellte sie im Armbecken vor. Das kalte Armbad regt den Kreislauf an und helfe wie ein Morgenkaffee zu einem guten Start in den Tag. Schließlich erklärte sie noch den Knie- und den Gesichtsguss (Schönheitsguß) als weitere Beispiele der vielen Wasseranwendungen.  Nach der Anwendung wird das Wasser an der Haut nur abgestreift, um durch die entstehende Verdunstungskälte die Reizwirkung zu verlängern. Die Wasseranwendungen sind erfrischend, gefäßtrainierend und durchblutungsfördernd, stärken das Immunsystem und sind stoffwechselregulierend. Bei Vorerkrankungen oder akuten gesundheitlichen Problemen sollte die Anwendung vorher mit dem Arzt besprochen werden.

Auf das eigene Wohlbefinden achten konnten die Interessierten noch bei den weiteren Angeboten, die der Kneippverein aus seinem Kursprogramm vorstellte. So führte Anita Ringler-Heiß in Lach-Yoga ein und unternahm mit der Gruppe eine unterhaltsame Reise durch Alltagserlebnisse. Dr. Günther Kann bot eine Einführung in die Bewegungskunst Tai Chi an, welche Kampfkunst und Mediation vereint, bevor Angela Obermayr noch die Prinzipien von QiGong vorstellte als Bereich der traditionellen Chinesischen Therapie.

Das Attler Kneippbecken am Rundweg steht allen Besuchern von Juni bis Ende September offen. Die Angebote des Kneippvereins finden sich auf: kneippverein-wasserburg-inn.de

Bilder: Stiftung Attl

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