Kirchdorfer Gemeinderat verschafft sich vor Ort einen Überblick
Solide, verantwortliche politische Arbeit und damit verbundene Entscheidungen sollten auf Fakten und einer intensiven, detaillierten Kenntnis der jeweiligen Situation basieren. Deshalb hat sich der neue Gemeinderat in Kirchdorf zusammen mit Bürgermeister Franz Wieser sowie dem Bauhofleiter Robert Späth kürzlich auf den Weg gemacht, um die gemeindeeigenen Liegenschaften näher unter die Lupe zu nehmen.
Schwerpunkte bildeten dabei die Themen „vorschulische Bildung und Spielangebote für die Kinder“, „Feuerwehr und Katastrophenschutz“, „Energie und Fernwärme“, „Wasserversorgung und Abwasserentsorgung“, „Weiterentwicklung der Gemeinde, insbesondere im Hinblick auf Gewerbegebiete und Freizeitangebote“.
Gerade für die neuen Mitglieder im Gemeinderat, immerhin acht von zwölf, gab es wertvolle Einblicke sowie auch die eine oder andere Überraschung, verfügt doch die Gemeinde Kirchdorf, trotz ihrer überschaubaren Größe, über ein beachtliches Equipment, das es zu unterhalten und auszubauen gilt. Startpunkt war das Feuerwehrhaus in Kirchdorf. Man begutachtete den vorhandenen Fuhrpark und diskutierte notwendige Anschaffungen – etwa den Austausch des Mannschaftstransportwagens – sowie auch Bau- und Sanierungsmaßnahmen. Dabei kam man überein, dass am Feuerwehrhaus umgehend eine Seitentreppe angelegt werden soll, um die Zugänglichkeit zu verbessern.
Nachdem Bauhofleiter Späth seinen Fachbereich und das gemeindeeigene Heizwerk für die Fernwärme näher erläutert hatte, machte man sich auf den Weg zum Kindergarten sowie zum Spielplatz in Kirchdorf, um die Förderung und die spielerischen Entfaltungsmöglichkeiten für die Kinder zu thematisieren. Es versteht sich von selbst, dass den Rätinnen und Räten das Wohl der Kinder ein ganz besonderes Anliegen ist, schließlich geht es hier um nichts weniger als die Zukunft des Gemeinwesens.
Über den Aussichtspunkt an der ehemaligen Raketenstellung führte der Weg zum Feuerwehrhaus in Berg und anschließend zum Diezmanninger Hochbehälter, der die Wasserversorgung für die Orte Moosham, Rainbach und Diezmanning sicherstellt. Besondere Beachtung fand dabei die elektronisch gesteuerte Filteranlage, die für ein gesundes Trinkwasser in den zugeordneten Gemeindeteilen sorgt. Von Bürgermeister Wieser wurde bei dieser Gelegenheit auf die wertvolle Ressource Wasser hingewiesen, die heute eben nicht mehr selbstverständlich ist.
Nach einem Abstecher über das Kirchdorfer Gewerbegebiet und einer Zwischenstation an der Kläranlage in Rainbach ging es wieder zurück nach Kirchdorf, um auch die dortige Abwasserreinigung in Augenschein zu nehmen. Zudem nutzte man die Gelegenheit für die Besichtigung von genehmigten Baumaßnahmen im Außenbereich.
Am Ende der Rundfahrt war man sich einig darüber, dass solche praktischen Einblicke unendlich wertvoll für die politische Arbeit in der Gemeinde sind. Von daher bleibt die Überlegung, ob man nicht für die verbleibenden Ortsteile eine ähnliche Unternehmung ansetzen sollte.
Wilhelm Kürzeder
Schaufenster



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