Unser Wetterexperte Johannes Habermehl mit seinen Aussichten für die kommenden Tage
11 Grad und Dauerregen – der Süden Bayerns ist aktuell meilenweit von Sommerwetter entfernt. Doch das soll sich schon bald komplett ändern, weiß unser Wetterexperte Johannes Habermehl vom Wetterdienst „Meteored“. Der Experte: „Lange hat er sich Zeit gelassen, jetzt kommt er mit Schwung: Der Sommer 2026 schaltet im zweiten Juni-Drittel einen Gang höher. Wer zuletzt frustriert auf kühle 11 Grad und Regenwolken geblickt hat, darf aufatmen – die großen Wettermodelle haben das Ruder herumgerissen.“
Der entscheidende Moment fällt auf den 10. und 11. Juni: Dann verschmelzen Azorenhoch und ein Hoch über Osteuropa zu einer regelrechten Wärmebrücke. Diese stabile Lage soll bis etwa zum 17. Juni halten – mit einer Hitzeblase direkt über Mitteleuropa.
Die Folge: Die Luft kommt zur Ruhe, die Sonne brennt, und die Temperaturen klettern Tag für Tag. Erst auf 22 bis 26 Grad, im Süden früh schon bis 28 Grad.
Hafermehl: „Die Schafskälte geht – der erste Wüstentag rückt näher.“ Die berüchtigte Schafskälte falle dieses Jahr aller Voraussicht nach recht kurz aus. „Die Modelle zeigen keinen nachhaltigen Kaltlufteinbruch – ein weiteres Zeichen, dass sich der Hochsommer früh durchsetzt.“
Der Experte: „Das passt ins große Bild: Mit rund 80 bis 85 Prozent Wahrscheinlichkeit wird der Sommer 2026 in Mitteleuropa überdurchschnittlich warm. Dahinter stecken ein schwächelnder Jetstream, eine überhitzte Arktis und ungewöhnlich warme Meere – ein Cocktail, der Hochdrucklagen und Hitzewellen begünstigt.“
Sein Fazit: „Schluss mit Trübsal, der Sommer legt jetzt erst richtig los. Ab dem 10. Juni geht die Kurve steil nach oben. Mein Tipp: Sonnencreme rauskramen, Eisvorrat auffüllen – und im Süden den Ventilator entstauben.“
Grafik oben: Nächste Woche wird es spürbar wärmer, im Südwesten sogar heiß – dort werden Spitzenwerte um oder sogar über 30 Grad erreicht.
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