Installation vor dem Rathaus für große Kunstausstellung
Erik Göngrich hat in Rosenheim studiert und kennt seit jener Zeit den Wasserburger AK68. Im vergangenen Jahr hat er bei der großen Kunstausstellung ausgestellt und heuer hat er die Installation vor dem Rathaus geschaffen. Er lebt in Berlin und will mit Hilfe seiner Kunst auf gesellschaftspolitische Entwicklungen aufmerksam machen. So benutzt er gerne gebrauchte Materialien, um auf die Verschwendung von Ressourcen aufmerksam zu machen.
Wir haben Erik Göngrich bei seiner Arbeit vor dem Rathaus besucht und mit ihm gesprochen. Er komme gerne nach Wasserburg, sagte er, weil diese Lokalität am Rathausplatz „so inspirierend“ sei. Da gebe es ein Café direkt im Rathaus, vis-à-vis sei eine Eisdiele und ein Gasthaus, das alles auf engstem Raum. Der Kunstverein AK 68 fasziniere ihn besonders, weil dies ein Kunstverein aus der Mitte der Gesellschaft sei, man könne förmlich spüren, wie der Verein in Wasserburg verankert sei und auch deshalb sei er gerne gekommen. Seine Installation, an der er seit Montag intensiv gearbeitet hat, hier wurde gesägt, gemalt, verschraubt und vieles mehr, hat er „studiolo caroussel“ genannt, als Erinnerung an jene toscanischen und venezianischen Fürstenhäuser des 15. und 16. Jahrhunderts, die bestimmte Rückzugsorte zur Kontemplation schufen und sie „studiolos“ nannten.
Die Installation vor dem Rathaus dürfte allerdings weniger als Rückzugsort empfunden werden, vielmehr als künstlerische Attraktion vor dem Rathaus.

Seine Kunst sei aber auch sehr politisch, wusste Erik Göngrich noch zu sagen. Er wolle den städtischen Raum mit seiner kunst verändern. Auf unsere Frage, wie das geschehen solle, wies er auf die sehr hohen Mieten in Berlin hin und dass immer weniger Menschen sich ihren Wohnraum noch leisten könnten. Mit seiner Kunst wolle er auch auf solche Missstände hinweisen.
Am morgigen Samstag wird die große Kunstausstellung eröffnet, in drei Teilen: In der Achatzkirche (15 Uhr), im großen Rathaussaal (17 Uhr) und um 18 Uhr in den Räumlichkeiten der „Alten Polizei“ am Kaspar-Aiblinger-Platz.
PETER RINK
Schaufenster








So etwas schönes habe ich ja schon lange nicht mehr gesehen . Habe den Eiffelturm die Chinesische Mauer bewundert aber dieses Kunstwerk stellt alles in den Schatten .
Ich verstehe überhaupt nichts von Kunst. Das muss ich hier klar betonen.
Über das, was in den letzten Jahren vor dem Rathaus so ausgestellt wurde, können daher wohl nur echte Kunstexperten urteilen.
Als Kunstlaie würde ich zum aktuellen Kunstwerk sagen, dass da jemand vor dem Rathaus Sperrmüll abgestellt hat, der entsorgt werden muss, wenn ich es eben nicht besser wüsste.
Ich glaube, hier läuft ein großes Projekt im Stil von Hape Kerkelings „Hurz!“ ;)
@Kunstkenner: 👍 😂
Sicherlich kommt hier noch ein 24/7 Wachdienst incl. Drohnen zum Einsatz.
Liebe Leid,
ich liebe euere Kommentare…😉😉
Als ich das vor dem Rathaus lange betrachtete, also wirklich lange, bin ich quasi in eine „künstliche Starre“ gefallen…
Ich war so beeindruckt, dass ich erst durch einen Rempler von einem Touri wieder voll da war….
Kunst liegt im Auge des Betrachters, einmal vor dem Rathaus und einmal beim Zosseder in der Deponie…
Das ist auch Kunst diesen Spagat zu schaffen…!
Ihr müsst diese riesen Spannweite zulassen, sonst, sonst….mir fehlen jetzt die Worte… 😢
Als ich wieder zu Hause war, musste ich mich hinlegen, um das erlebte zu verarbeiten.
Ja, @ Kunstkenner, Hurz ist der richtige Vergleich, bravo an die, die das verarbeiten können.
Waren heute am „Kunstwerk“, dachte, da hat jemand seinen Sperrmüll abgeladen.
I steh noch so unter dem Eindruck dieser Jahrhundertaufführung, dass i mindestens 14 Tage bis 3 Wochen brauchst, bis i dieses aufwühlende Erlebnis irgendwo hirnmäßig verdaut hab und erst dann kann i mir eine genauere Meinung bilden.
Ach das ist gar kein Kinderkletterturm?! Das wußte ich nicht, aber die Kinder hatten ihren Spaß!
Ich verstehe nicht das sich Wasserburg für so etwas benutzen lässt . So etwas bringt die ganze Künstlerische Kreativität in miss Kredit . Noch dazu hätte Wasserburg eigene gute Künstler .
Guten morgen miteinander,
ich war gestern am Kunstwerk vor dem Rathaus….
Mir gings auch so wie dem Stefan,…
Ich hatte ein Gefühl zwischen Wow und ich hätte ihm meinen Sperrmüll verkaufen können…. , und wenn mich der Ischiasnerv quält.
Ich bin dann nach Hause, meine bessere Hälfte sagte; was hast Du gesehen, weil Du so verwirrt schaust….
Hab dann im Laufe des Nachmittags 7 Halbe Bier getrunken und jetzt geht’s wieder.
Ich weiß nicht wie lange das stehen bleibt?? Ich kann das mit den 7 Halben nicht jeden Tag leisten…
Ansonsten, ist Wasserburg am einfach eine wunderschöne Stadt…
Bei allem Spaß, zu dem die sog. „Kunstinstallation“ auch Anlass gibt: Ich frage mich, was mit dem Müll danach passiert
Das frage ich mich beim allgemeinen Konsumverhalten unserer Wohlstandsgesellschaft jeden Tag.
Der Pudel von vor zwei Jahren steht immer noch im Staudhamer Gewerbegebiet und gammelt da vor sich hin.
Damals war ich verdutzt über dieses Pudel-Monstrum, konnte mich aber bei dem Gedanken, daß es Kindern möglicherweise gefiel, gerade noch damit anfreunden. Aber über das neuerliche „Kunstwerk“bin ich schockiert. Warum lassen sich WasserburgerInnen ihre wunderschöne, alte Stadt so verunstalten?
Den Kunstinteressierten sei auch die Dauerausstellung am städtischen Wertstoffhof ans Herz gelegt. Im dort abgestellten Altmetallcontainer entstehen unter Bürgerbeteiligung sich laufend verändernde Installationen, die der vor dem Rathaus in nichts nachstehen.
😂👍😂