Der Spielbericht zum Spiel gegen den TSV Emmering
Was eine Saison, an dieser Sensation hätten vor vor einem Jahr wohl nur die größten Optimisten geglaubt. In einem wahren Relegationskrimi mit perfekten Rahmenbedingungen und einer Traumkulisse von über 1.600 Zuschauern nutzte der TSV seine große Chance und gewann eine komplizierte Partie gegen den TSV Emmering, der nun nach acht Jahren Kreisligazugehörigkeit wieder den Gang nach unten antreten muss. Die Babenshamer hingegen spielen nach 20 Jahren wieder im Oberhaus des Fußballkreises Inn/Salzach und können immer noch nicht so richtig fassen was sich da eigentlich am vergangenen Freitag abgespielt hatte. Ein Spielverlauf, den man sich wohl nicht besser hätte ausmalen können und eine mitgereiste Fanfront „Die Blaue Meute“, die ordentlich Eindruck nicht nur in den eigenen Reihen hinterlassen hatte.
Von Nervosität war auf beiden Seiten jedoch wenig zu spüren und so kamen beide Teams schnell in der Partie. Die relegationserfahrenen Emmeringer hatten im Laufe der ersten Minuten etwas Oberwasser und brachten die „Blau-Weißen“ besonders über die linke Seite ordentlich ins Schwitzen. Nachdem die Elf von Coach Michael Wirth diese stürmische Anfangsphase ohne Schaden überstanden hatte, sorgte Sebastian Freiberger in der 15 Spielminute für den ersten Aufreger. Eine schöne Hereingabe von Jakob Obermayer setzte er an den Pfosten. Von nun an war die Partie ausgeglichen, wenngleich der TSV Babensham weiterhin die besseren Chancen hatte. In der 38. Spielminute rettete für Emmering zum zweiten Mal der Pfosten. Dieses Mal war es Tobias Aimer, der die Kugel nach einer Freistoßflanke an den Pfosten setzte. So blieb es zur Halbzeitpause bei einem torlosen Remis. Nachdem der erste Spielabschnitt taktisch geprägt war, entwickelte sich ab Minute 45 ein wahrer Schlagabtausch.
Während aus Sicht von Emmering in der 48. Spielminute zum dritten Mal an diesem Tag das Aluminium rettete, kam postwendend der Babenshamer Nackenschlag. Eine verunglückte Flanke durch Peter Mayr wurde länger und länger, sodass Babenshams Keeper Manu Stadler den Ball nur noch aus den Maschen holen konnte. Eine schmeichelhafte Führung für die Köck-Elf, die jedoch nicht lange Stand hielt. Nur fünf Minuten später vollendete Tobias Aimer eine Flanke per Kopf zum verdienten Ausgleich. Die Antwort von Emmering ließ jedoch wieder nicht lange auf sich warten, der agile Michael Niedermaier brachte die „Grün-Weißen“ abermals in Front. Aus rund 20 Meter fasste er sich ein Herz und zwirbelte die Kugel über Keeper Stadler hinweg ins Tor. Nach dem erneuten Führungstreffer für Emmering wurde die Partie nun härter geführt. Dies hatte zur Folge, dass sich die Kartenbilanz deutlich nach oben bewegte. Insbesondere Emmering war nun deutlich gelb vorbelastet. So war es im Anschluss auch keine große Überraschung, dass Emmering ab der 85. Minute in Unterzahl agieren musste.
Der bereits vorverwarnte Georg Schütze sah die Ampelkarte. So änderte sich die Statik des Spiels nochmal deutlich und Babensham drückte auf den Ausgleich. Dieser sollte nicht lange auf sich warten lassen und so war es der eingewechselte Tim Huber, der nach einem abgewehrten Ball im Strafraum zur Stelle war und gekonnt einschob. Die Wirth-Elf wollte sich mit dem Remis nach 90 Minuten nicht zufriedengeben und schaffte noch in der regulären Spielzeit den Siegtreffer. Nach einer Freistoßflanke war es Tobias Aimer, der die Kugel zum umjubelten Treffer über die Linie drückte.
Nun waren alle Dämme gebrochen und beinahe das ganze Dorf stand auf dem Platz. Nachdem der Schiedsrichter die sechsminütige Nachspielzeit anzeigte, mussten die Fans den Platz nochmals für eine kurze Zeit räumen. Die Babenshamer Hintermannschaft sollte nur noch eine brenzliche Situation durch Emmerings Christof Kirchlechner überstehen müssen und dann war das Meisterstück endlich geschafft. Der Jubel kannte keine Grenzen und so konnte der Feiermarathon um 21.06 Uhr bis tief in die Morgenstunden beginnen.
PS
Schaufenster



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