SV Genclerbirligi Wasserburg II überrollt SV Waldhausen II in der Relegation

Was für ein geschichtsträchtiger Sonntag für den SV Genclerbirligi Wasserburg in Höslwang: Nach dem starken 4. Platz der Ersten Mannschaft in der A-Klasse hat die Reserve von Trainer Jörg Herwegh am späten Sonntagnachmittag das Meisterstück perfekt gemacht. Im entscheidenden Relegationsspiel um den Aufstieg in die B-Klasse ließen die Wölfe dem Vizemeister der C-Klasse 3, dem SV Waldhausen II, nicht den Hauch einer Chance und schossen sich mit einem fulminanten 6:0-Kantersieg in dienächsthöhere Spielklasse.

Die Zuschauer trauten ihren Augen kaum, denn die Wölfe legten los wie die Feuerwehr und überrollten Waldhausen in einergnadenlosen ersten halben Stunde. Bereits in der 2. Minute verbuchten die Hausherren ein absolutes Traumtor zur frühen Führung. Stürmer Musa Dula machte einen langen Ball im Zentrum vor dem Strafraum fest und legte ab auf den Zehner Altin Abazi, der aus gut 20 Metern Maß nahm und das Leder per Direktabnahme mit einem wunderschönen Schlenzer genau im Kreuzeck versenkte.

Die Wölfe blieben hungrig und legten nur sieben Minuten später nach. Erneut war es ein langer Ball auf Dula, der auf Abazi weiterleitete. Dieser umspielte gekonnt einen Gegenspieler und schickte Dula direkt in den Lauf. Der Angreifer konnte sich zwar zunächst nicht durchsetzen, doch über Umwege landete der Ball beim mitgelaufenen Flügelspieler Florent Syla. Dieser scheiterte zwar im ersten Versuch am Waldhausener Keeper, bewies aber beim Nachschuss den richtigen Riecher und traf zum 2:0.

In der 12. Minute folgte dann ein Bilderbuch-Konter der Hausherren. Nach einem schnellen Doppelpass zwischen Kapitän Ilker Serbeci und Altin Abazi wurde der pfeilschnelle Musa Dula ins Laufduell geschickt. Dula ließ seinen Gegenspieler mühelos hinter sich und überlupfte den herausstürmenden Torwart eiskalt zum 3:0.

Der Offensivdrang war damit aber noch nicht gestillt. In der 23. Minute rollte der nächste Wasserburger Konter, bei dem Musa Dula vom Verteidiger gefoult wurde. Der Schiedsrichter ließ jedoch völlig zu Recht Vorteil laufen, da sich Florent Syla den Ball schnappte. Syla bewies das Auge für den Mitspieler und legte den Ball mit dem Außenriss rüber auf den rechten Flügel zu Kapitän Ilker Serbeci. Dieser scheiterte zunächst am Torwart, blieb aber hellwach und versenkte den Nachschuss zum hochverdienten 4:0-Pausenstand.

Die Wölfe blieben über die gesamten 90 Minuten hochgradig dominant und ließen defensiv mit die Verteidiger Lion Tahiri, Fabian Bederna, Faruk Kölemenoglu und Erlind Bajrami so gut wie nichts anbrennen. Ganze zwei gefährliche Offensivaktionen der Gäste gab es im gesamten Spiel: Einmal reagierte der Wasserburger Keeper Roland Vogel glänzend, beim zweiten Mal rettete die Querlatte den Ehrentreffer für Waldhausen.

Stattdessen spielten die Wölfe weiter mutig nach vorne und nutzten in der 59. Minute einen Fehler von Waldhausen imSpielaufbau. Nach dem hohen Ballverlust schaltete Altin Abazi blitzschnell und schickte Ilker Serbeci über den rechten Flügel. Dessen präzise flache Flanke landete am zweiten Pfosten bei Musa Dula, der die Kugel mit links flach ins lange Eck zum 5:0 schob.

Kurz vor dem Abpfiff belohnten sich die Wölfe schließlich für ein rundum perfektes Spiel mit dem Schlusspunkt in der 89. Minute. Innenverteidiger Fabi Bederna machte Meter nach vorne und bediente den Achter Umut Karavil. Dieser schickte wieder einmal Serbeci auf dem rechten Flügel auf die Reise, der gekonnt in die Mitte zog und querlegte auf den eingewechselten Stürmer Tahir Süt, welcher den Ball nur noch zum 6:0-Endstand einschieben musste.

Mit dem Schlusspfiff brachen bei den Wasserburgern alle Dämme. Der SV Genclerbirligi Wasserburg II krönt eine überragende Saison mit dem verdienten Aufstieg in die B-Klasse.

Damit erreicht der Verein einen historischen Meilenstein für die kommende Spielzeit: Die Wölfe werden in der nächsten Saisonmit jeweils einer Mannschaft in der A-Klasse, B-Klasse und C-Klasse vertreten sein – ein Beleg für die hervorragende Entwicklung und Breite des gesamten Kaders.

Nach diesem emotionalen Highlight verabschieden sich die Spieler, Trainer und Fans der Wölfe in die wohlverdiente Sommerpause, um die Akkus für die neuen Herausforderungen aufzuladen.

Startelf: Roland Vogel, Alexander Eberle, Umut Karavil, Fatih Kölemenoglu, Lion Tahiri, Musa Dula, Ilker Serbeci, Erlind Bajrami, Florent Abazi, Altin Abazi, Fabian Bederna

Bank: Dennis Dirksen, Cüneyt Pala, Arjanit Hyseni, Eduard Smajli, Moghadas Sekandari, Tahir Süt, Ömer Ak, Avdyl Gashi

Trainer: Jörg Herwegh

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