Landratswahl-Ergebnisse der U18-Wahl - Über 500 Kinder und Jugendliche dabei

Zwischen dem 16. und 27. Februar haben über 500 Kinder und Jugendliche im Landkreis Rosenheim ihre Stimmen bei der U18-Wahl im Rahmen der Kommunalwahl 2026 abgegeben. In einigen Wahllokalen in den Landkreis-Kommunen wurden zusätzlich die Bürgermeister-, Gemeinde- oder Stadtratswahlen durchgeführt. Diese Ergebnisse wurden aber nicht zentral gesammelt und deshalb auch an dieser Stelle nicht veröffentlicht.

In den U18-Wahllokalen gab es viele Aushänge und weitere Infos zu den Kandidatinnen und Kandidaten. Die Wahlurnen haben die Wahllokale entweder von den Kommunen zur Verfügung gestellt bekommen oder selbst gestaltet.

Wenn es nach den jungen Menschen geht, würde es zu einer Landrats-Stichwahl zwischen Amtsinhaber Otto Lederer (CSU) und Andreas Winhart (AfD) kommen. Diese beiden haben in den 13 Wahllokalen die meisten Stimmen für sich sammeln können.

  • Otto Lederer (CSU) 191 Stimmen 
  • Sepp Hofer (Freie Wähler) 52 Stimmen 
  • Andreas Winhart (AFD) 82 Stimmen 
  • Alexandra Burgmaier (SPD) 77 Stimmen 
  • Josef Fortner (ÖDP) 17 Stimmen 17 Stimmen
  • Helmut Freund (Bayernpartei) 31 Stimmen
  • Martin Bauhof (Die Linke) 76 Stimmen 

Der Kreisjugendring Rosenheim war für die Organisation der U18-Wahl im Landkreis Rosenheim zuständig. In zehn Landkreis-Kommunen wurden insgesamt 13 Wahllokale eingerichtet, die sich in Jugendtreffs, Schulen, Rathäusern, im DAV-Basislager (Bad Aibling), einer Bücherei sowie am Rosenheimer Busbahnhof befanden. Dort wurden insgesamt 526 Stimmzettel abgegeben, wobei die Ergebnisse in den einzelnen Wahllokalen sehr stark variierten.

Hohe Beteiligung in Bayern

Mit rund 350 stationären U18-Wahllokalen wurde ein neuer Höchststand in Bayern erreicht. 2020 waren es noch 180 gewesen. Über 30.000 junge Menschen nahmen teil – damit lag die Beteiligung nahezu doppelt so hoch wie noch bei der letzten Abstimmung im Jahr 2020.

Das zeige, dass Kinder und Jugendliche mitentscheiden wollen. „Beteiligung scheitert nicht am Interesse junger Menschen, sondern oft an den fehlenden Möglichkeiten. Wo wir Räume schaffen, werden sie genutzt“, so BJR-Präsident Philipp Seitz. Erfreut zeigte er sich über die starken Ergebnisse für die „Parteien der demokratischen Mitte“.
Eine Mehrheit der Teilnehmer entschied sich bei der Wahlsimulation zum Amt der Landräte für Kandidierende von CSU (34,2 Prozent) und SPD (16 Prozent). Auf Platz 3 liegen hier Kandidaten der Freien Wähler mit 13,1 Prozent, gefolgt von Kandidierende der Grünen mit 11,3 Prozent Platz 4 und der AfD mit 10,7 Prozent. Die Linke liegt mit 6,5 Prozent auf dem letzten Platz. Sonstige Parteien holen zusammen 6,8 Prozent.

Die Ergebnisse unterscheiden sich massiv von denen der U18-Bundestagswahl in Bayern vor rund einem Jahr. Damals schnitten AfD und Linke deutlich besser ab, die AfD belegte den zweiten, die Linke den dritten Platz hinter der CSU.
Die U18-Wahlen sind ein bewährtes Projekt der politischen Bildung: Sie bieten jungen Menschen die Chance, demokratische Prozesse kennenzulernen, und zeigen, wie Staat und Gesellschaft funktionieren und aus Debatten und Themen Entscheidungen werden.

Seit 1996 finden die U18-Wahlen bundesweit statt. Veranstalter sind der Deutsche Bundesjugendring und das Deutsche Kinderhilfswerk. In Bayern koordiniert der Bayerische Jugendring die Aktion seit 2009.

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