Elektrifizierung zwischen Ebersberg und Wasserburg kommt einen großen Schritt voran

Gute Nachrichten für die Fahrgäste zwischen Grafing, Ebersberg und Wasserburg: Der für die Verlängerung der S-Bahn bis Wasserburg erforderliche Ausbau der Schieneninfrastruktur kommt deutlich voran. Der Freistaat Bayern und die Deutsche Bahn haben den Realisierungs- und Finanzierungsvertrag für die Elektrifizierung zwischen Ebersberg und Wasserburg unterzeichnet. Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter: „Mit dem Ausbau der Strecke wird ein durchgehender, elektrischer Bahnbetrieb von Wasserburg Bahnhof bis nach München möglich.“
Die Realisierung und Finanzierung der Elektrifizierung des Abschnitts Ebersberg – Wasserburg ist zwischen Freistaat und Deutscher Bahn vereinbart. Verkehrsminister Bernreiter: „Hierdurch kann der bisherige Dieselbetrieb beendet werden. Nach der Elektrifizierung sollen auf der Strecke nur noch Züge eingesetzt werden, die leiser und schneller sind als die heutigen Dieselfahrzeuge.“ Von Grafing Bahnhof bis Ebersberg verkehren derzeit S-Bahnen und Diesel-Fahrzeuge, auf dem derzeit noch nicht elektrifizierten Streckenabschnitt von Ebersberg bis Wasserburg Bahnhof ausschließlich Dieselfahrzeuge. Für die Elektrifizierung investiert der Freistaat mehr als sieben Millionen Euro, die übrigen Kosten werden vom Bund getragen.
Die Planungen für das Projekt haben sich aufgrund eines Kiebitzbrut-Vorkommens verzögert. Eine neue Kartierung wurde 2025 vorgestellt, in der kein Kiebitzbrut-Vorkommen mehr festgestellt wurde. Jetzt kann das Planfeststellungsverfahren starten. Sobald das Planfeststellungsverfahren abgeschlossen ist und bestandskräftiges Baurecht vorliegt, kann die Deutsche Bahn zeitnah mit den Bauarbeiten beginnen, da der Freistaat schon jetzt die Finanzierung gesichert hat.
Auf der Strecke von Grafing Bahnhof bis Wasserburg Bahnhof soll darüber hinaus in einem weiteren Ausbauschritt die Infrastruktur weiter ausgebaut werden. Dazu gehört unter anderem ein neuer Bahnhalt Ebersberg Süd. Außerdem soll die Strecke beschleunigt und sowohl zwischen Grafing Bahnhof und Grafing Stadt als auch zwischen Ebersberg Süd und Ebersberg zweigleisig ausgebaut werden.
Schaufenster

Was lange währt, wird (hoffentlich) endlich gut.
Es ist immer wieder interessant, wenn man sieht, wie brütende Kiebitze ein Projekt um Jahre nach hinten verschieben können.
Es scheint leichter zu sein, die nach München pendelnden Menschen zu vertrösten, ganz nach dem Motto „Tierwohl steht weit über Menschenwohl“.
Wie an anderer Stelle schon angemerkt, scheint es mit strategischer Planung nicht allzu weit her zu sein in unserem Ländle.
Da wurden auf der Neubaustrecke der S 2092 im Bereich Babensham – Riepertsham auf einer Strecke von 200 Metern ganze VIER Krötenunterführungen eingebaut, obwohl an dieser Stelle nur ganz wenige Viecherl die Strasse zu über- oder jetzt zu unterqueren haben.
Nur einen guten Kilometer weiter sind es mehrere hundert Kröten, die Jahr für Jahr von freiwilligen Helfern in ihr Brutgebiet befördert werden, von dem jedes Jahr neu auf- und wieder abgebauten Zaun ganz zu schweigen …
Manchmal fragt man sich dann schon, ob unser Steuergeld vielleicht nicht doch etwas effizienter eingesetzt werden könnte ???
Nil nove sub sole…!
Nach wie vor nur eine Mitteilung mit Hinhaltetaktik.
„Nach der Elektrifizierung SOLLEN…“, „…von Grafing Bahnhof bis Wasserburg Bahnhof SOLL darüber hinaus…“, „Außerdem SOLL die Strecke beschleunigt…“ – Man soll den Tag nicht vor dem Abend loben!!
Der Sanktnimmerleinstag wird so gut. Da fährt die Bahn elektrisch nach München. Zweigleisig gehts durch Grafing (haha) und das Beste: der Bahnübergang der B304 wird dann auch fertig.