Innenminister Herrmann hat erneut die Schließung einiger teurer Unterkünfte angekündigt

Rott werde keine Ausnahme von der Veränderungssperre für das Landkreis-Bauvorhaben „Nutzungsänderung von Werkstätten von Lagerflächen in eine Asylunterkunft und Errichten von Sanitärcontainern am Eckfeld 10″ zulassen, so lautete dieser Beschluss zum Jahresende 2025 (wie berichtet). Ein von Rott beauftragtes Anwaltsbüro kümmert sich …
Demnächst werde es in Rott wohl noch einmal eine Sondersitzung zum Thema geben, so der Rathauschef gestern.
Bayerns Innenminister Joachim Herrmann hat derweil erneut vor wenigen Tagen bei seiner Jahresbilanz zur Asyl-Wende gesagt, dass die Schließung einiger Unterkünfte bevorstehe. Konsequent beenden wolle man vor allem besonders teure Unterkünfte, so der Minister. Man wolle da beginnen, die Verträge zu kündigen. Damit werde auch der Steuerzahler entlastet, wird der Minister beim BR zitiert.
In Rott bleibt also offen, ob die vor Monaten wieder geräumte Flüchtlings-Sammelunterkunft des Landkreises am Eckfeld überhaupt noch einmal neu belegt wird. Das Gericht hatte – wie berichtet – einer Klage der Gemeinde Rott Recht gegeben. Das Landratsamt hatte nun aber ja einen erneuten Bauantrag für sein Vorhaben eingereicht …
Was der Freistaat seit fast zweieinhalb Jahren an Miete für die 3.000 Quadratmeter große, ehemalige Lampenfabrik am Eckfeld in Rott bezahlt, das wurde nie öffentlich bekanntgegeben – auch nicht Landtags-Abgeordneten auf Anfrage (wir berichteten).
Für Bayerns Innenminister Joachim Herrmann hat das vergangene Jahr eine klare Asyl-Wende gebracht. Diese sei in vollem Gange, sagte der CSU-Politiker. So seien die Zahlen der Asylbewerber um 57 Prozent zurückgegangen. Zudem habe es im letzten Jahr insgesamt 3.649 Rückführungen, also Abschiebungen, aus Bayern gegeben. Das sei eine Steigerung um 21 Prozent, betonte Herrmann. In der gleichen Zeit seien freiwillige Ausreisen um sieben Prozent gestiegen.
Bei den Kriegsflüchtlingen aus der Ukraine sei laut Herrmann ein Rückgang um etwa 15 Prozent zu verzeichnen.
Im vergangenen Jahr kamen rund 17.000 Ukrainer nach Bayern. 2024 waren es noch etwa 20.000. Ukrainer sind keine Asylbewerber, untergebracht sind sie aber dennoch in bayerischen Asylunterkünften. Aktuell sind sie dort die größte Gruppe.
So auch in der völlig neu errichteten Erstaufnahme-Einrichtung an der Wernher-von-Braun-Straße in Bruckmühl, wo vom Landkreis Rosenheim aktuell knapp 150 Ukrainer untergebracht seien.
Quelle: BR
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