Gegen Freiburg: Starbulls behielten gestern Abend mit 5:1 daheim die Oberhand
Im Heimspiel gegen den EHC Freiburg am 48.Spieltag der DEL2 behielten die Starbulls Rosenheim mit 5:1 die Oberhand. Vor 3.648 Zuschauer im ROFA-Stadion brachte Dominik Tiffels die Grün-Weißen im ersten Drittel in Führung. Im zweiten Spielabschnitt schalteten die Starbulls einen Gang nach oben. Scott Feser und Lewis Zerter-Gossage fanden mit ihren Toren die richtige Antwort auf den zwischenzeitlichen Freiburger Ausgleich. Feser legte im Schlussdrittel im Powerplay noch einen zweiten Treffer nach und Ville Järveläinen stellte mit einem Empty-Net-Tor den Endstand her.
Vier Spielrunden vor Hauptrundenende haben die Starbulls Rosenheim damit ihre komfortable Position als Tabellendritter mit neun Punkten Vorsprung auf Verfolger Ravensburg und elf Zählern Puffer auf den Tabellenfünften Bietigheim Steelers souverän behauptet. Trotzdem hatte Cheftrainer Jari Pasanen am Sonntagabend nach Spielende Sorgenfalten im Gesicht. Denn mit Jordan Taupert und Lewis Zerter-Gossage mussten gleich zwei seiner Stürmer die Partie verletzungsbedingt vorzeitig beenden, ob längerfristige Ausfälle drohen war nach Spielschluss zunächst völlig offen.
Wie schon am Freitag beim 3:2-Sieg nach Shootout in Ravensburg fehlten auf Rosenheimer Seite die angeschlagenen Förderlizenspieler Leon van der Linde und Sebastian Zwickl sowie der noch auf Neu-Nachwuchs-Stippvisite in seiner finnischen Heimat weilende Teemu Pulkkinen. Das Starbulls-Tor hütete im drittletzten Hauptrunden-Heimspiel Christopher Kolarz, Oskar Autio nahm als Backup auf der Bank Platz.
Im ersten Drittel nutzten die anfangs spielerisch abgeklärt auftretenden Hausherren eine kurze Druckphase zum Führungstreffer. Der von Dominik Tiffels aus halbrechter Position vor das Tor gebrachte Puck wurde von Alexander De Los Rios in harter Bedrängnis durch Scott Feser abgefälscht und kullerte am irritierten Torwart Patrik Cerveny vorbei über die Linie (8.).
Luigi Calce und Feser hatten Chancen zu weiteren Treffer, ehe es einen Bruch im Rosenheimer Spiel gab, den die Gäste jedoch nicht nutzen konnten. Lynden McCallum fuhr frei auf das Tor von Christopher Kolarz zu, schoss aber knapp rechts vorbei (12.), danach rettete der Keeper mit einigen guten Taten die grün-weiße Führung in die erste Pause. „Es war grausam zu gucken, wie schlecht wir gespielt haben. Es hat mich überrascht, dass man um diese Jahreszeit in der Kabine noch laut werden muss“, sagte Starbulls-Cheftrainer Jari Pasanen, der mit dem Auftritt der Seinen im zweiten Spielabschnitt dann aber zufrieden war.
Die ersten Spielsequenzen nach Wiederbeginn zeigten sich allerdings noch sehr zerfahren. Und den zuletzt stabil punktenden und daher berechtigt auf Tabellenrang zehn und die Pre-Playoff-Qualifikation spekulierenden Gästen gelang der Ausgleichstreffer. Nikolas Linsenmaier mogelte einen von der Bande zurückprallenden Puck in das von Kolarz theoretisch zu-, aber praktisch nicht wirklich dichtgemachte kurze Eck – 1:1 (25.).
Die Starbulls schalteten sofort einen Gang nach oben. Lukas Laub scheiterte aus Nahdistanz an Gästekeeper Cerveny und schob Momente später die Scheibe am leeren Tor vorbei (26.). Scott Feser brachte die Grün-Weißen verdient wieder in Führung, der Topscorer profitierte von der hervorragenden Vorarbeit von Lewis Zerter-Gossage und hebelte einen feinen Querpass aus kurzer Distanz in den linken Giebel (32.). Zerter-Gossage selbst erhöhte auf 3:1, nachdem Charlie Sarault allein auf Cerveny zufuhr, statt selbst abzuschließen aber raffiniert durch die eigenen Beine auf seinen nachfahrenden Mitspieler zurücklegte (35.).
Fast hätten die Gastgeber in Unterzahl noch nachgelegt, aber Feser scheiterte bei einem Alleingang am Torwart und Zerter-Gossage am Pfosten – den Abpraller bugsierte der Schütze des dritten Rosenheimer Treffers dann mit der Hand ins Netz, der vermeintliche Treffer konnte deshalb natürlich keine Anerkennung finden (36.).
Gleich in der ersten Minute des Schlussabschnitts fiel Freiburgs Topscorer Fabian Ilestedt unglücklich in die Beine von Lewis Zerter-Gossage, der danach nicht weiterspielen konnte. Erneut musste Jari Pasanen die Reihen umstellen. Seine Mannschaft nutzte schließlich ihr einziges Überzahlspiel der Partie zum vorentscheidenden 4:1: Scott Feser zog aus der Halbdistanz reaktionsschnell ab und traf flach ins rechte Eck (44.). Die Gäste hingegen ließen vier Überzahlminuten im zweiten und zwei Powerplayminuten im letzten Drittel ungenutzt.
Zwei Minuten vor Spielende nahm Freiburgs Headcoach Juraj Faith seinen Torwart zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis. Die Maßnahme war aber bereits wieder beendet, bevor sie fruchten konnte.
Denn das Anspiel in der Rosenheimer Zone gewannen die Gastgeber und Ville Järveläinen traf aus 50 Metern ins verlassene Gästegehäuse zum 5:1-Endstand. (59.).
Foto: Starbulls / David Löffler
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