Nach einem lange, perfekten Rennen saß Franzi Preuß am Ende zusammengekauert im Zielraum

Völlig zusammengekauert saß sie alleine an der Bande im Zielraum – ausgepumpt und maßlos enttäuscht – während Italien seine Siegerin Lisa Vitozzi in Antholz frenetisch feierte: Franzi Preuß aus Albaching hat am heutigen Nachmittag beim olympischen Verfolger einmal mehr ihr Bestes gegeben. Die so erhoffte Medaille hatte sie erneut vor Augen. So nah – denn nicht nur das erste, auch das zweite und dann auch das dritte Schießen gelangen ihr perfekt. 15 schnelle Treffer. Doch dann kam das letzte, entscheidende Stehendschießen und wieder blieben zwei Scheiben stehen. Zwei Strafrunden machten Franzis Traum erneut zunichte. Platz sechs.

Tapfer kam die 31-Jährige vom SC Haag aber trotzdem recht schnell danach zum ZDF-Interview: „Ich bin einfach nur enttäuscht. Dass des letzte Schießen schon wieder so scheiße läuft – es tut echt weh.“ Sie stehe so unter Spannung, der extreme Druck von allen Seiten. Von ganz Deutschland und von sich  selbst.

Franzi: „So gut in Position und dann zieh ich es wieder nicht durch. Es hilft nix, ich kann es nicht mehr zurückdrehen. Ich darf heute auch mal traurig sein. Und morgen – da bin ich dann wieder optimistisch.“

Kommenden Mittwoch ist die Frauen-Staffel – am Samstag ist der Massenstart, vielleicht Franzis allerletztes Rennen.

Foto: Kevin Voigt / Firma Alpenhain, deren Botschafterin die Franzi ist

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