Steg für Fußgänger und Radfahrer war wieder Thema im Bauausschuss der Stadt

Damit Fußgänger und Radfahrer, die vom Burgerfeld in die Altstadt wollen, nicht die Rote Brücke benutzen müssen, wird in Wasserburg seit einiger Zeit die Möglichkeit eines Innsteges für Radfahrer und Fußgänger erörtert. Der könnte auf Höhe der Kapuzinerinsel entstehen.
In der jüngsten Sitzung des Bauausschusses stellte Stadtbaumeisterin Mechtild Herrmann das Konzept der Firma „sbp“ vor. Hierbei gibt es allerdings einige wichtige Fragen. So seien die Bedenken der Naturschutzbehörde erheblich, wie Bürgermeister Michael Kölbl ausführte, sodass sich die Frage stelle, „ob die ganze Sache überhaupt möglich ist.“
Die Firma „sbp“ stellte vier Varianten vor, von denen zwei bei der Einmündung der Straße „Auf der Burg“ in die Münchner Straße beginnen sollen und im nordwestlichen Teil des Unterauerweges im Burgerfeld enden.
Zwei weitere Varianten könnten den Inn in der westlichen Hälfte der Kapuzinerinsel überqueren. Der Zugang wäre als direkte Verlängerung der Bürgermeister-Winter-Straße anzusehen und träfe bei der Altstadt auf die Kreuzung der Münchner Straße mit der Straße „Unter der Schanz“. Bei mehreren Varianten ist auch ein barrierefreier Zugang geplant, sodass man zum Beispiel den Eisenbahntunnel der Altstadtbahn entsprechend überquert.
Mechtild Herrmann führte auch aus, dass es notwendig sein werde, ausreichende Fundamente auf der Kapuzinerinsel anzudenken. Werner Gartner (SPD) fand die Idee des Innstegs „eine wichtige Sache“ und betonte, dass das Interesse in der Bevölkerung groß sei. Für Bürgermeister Kölbl war aber die Frage entscheidend, ob dieser geplante Steg überhaupt realsieierbar sein könne, er wolle zuerst die „Ko-Frage“ klären. Denn die Kapuziner-Insel sei eben auch ein Lebensraum für seltene Tiere und Pflanzen. Und da müssten die entsprechenden Gutachten abgewartet werden.
Und so beschloss der Bauausschuss, die artenschutzrechtliche Prüfung mit der Kartierung der Uferbereiche abzuwarten, bevor man weitere Maßnahmen ergreift.
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Schaufenster

Sche wars scho!
Wenn der Stadtrat nach dem Grundsatz handelt:
Erst das Notwendige,
dann das Nützliche und
dann das Wünschenswerte,
dann steht ein solches Projekt weit hinten an.
Vor allem auch wegen der enormen Folge-, sprich
Wartungskosten.
A wenn’s schee war………
Da spricht mir jemand aus der Seele!
So sehe ich das auch.
Natürlich sollte man neue Projekte im Visier haben und irgendwann mal verwirklichen.
Aber bei momentaner Haushaltskasse ist dieses Projekt ganz hinten.
Ausserdem erschließt sich mir der Nutzen nicht ganz.
Nutzen vs. Investition
Das mit dem Steg hört sich zunächst einmal echt irgendwie abgehoben an.
Das wird bestimmt ein paar hunderttausend Euro kosten. Und wozu das Ganze? Damit die Luxusprobleme von irgendwelchen Leuten gelöst werden und sich ein paar Leute pro Tag den Weg bis zur Innbrücke sparen?
Gibt es keine wichtigeren Maßnahmen, in welche das Geld fließen könnte (Instandhaltung Kindergärten, Schulen, Wohnungen)?
Dann doch lieber eine wie in GRAZ, die Mur-Insel. Eine schwimmende Insel unter halb der „roten“ Brücke, ein Steg, beginnend wo jetzt die Schrottschiffe stehen, zur Schwimminsel, dann weiter bis kurz vor den Stadtwerken. Da kann man mit dem Rad fahren, ist gleich in der Stadt, wo es gut weitergeht in die Innenstadt und zum Bus Bahnhof. Mak Googeln!! Mus Insel Graz. Das wär ein Tolles Teil für Wasserburg, vielseitig nutzbar, Anziehungspunkt von Nah und Fern, ein Highlight.
Passt auch von der Ästhetik gut zum Sparkassenbau.
Die Intention für das Projekt ist nicht ein „Luxusspazierweg“, sondern vielmehr ein direkter Zugang vom Busbahnhof zu den vielen Schulen im unteren Burgerfeld sowie eine Alternative für Radfahrer und Fußgänger zur stark befahrenen Roten Brücke. Einfach nur eine zweite und sichere Querungsmöglichkeit über den Inn. Da sollte der Stadtrat dran bleiben.
Richtig! Ich verstehe auch nicht, was spb da gemacht hat. Am notwendigsten wäre doch die Verbindung zwischen FOS/BOS und Eisenbahntunnel/Altstadtbahnhof.
Auch wenn ich nicht verstehe warum wenige Wochen vor der Neuwahl das Thema behandelt werden musste, erinnere ich mich, trotz aktueller guter finanzieller Lage an die mahnenden Worte der meisten Fraktionen: SPAREN!
Wieviele Bauthemen wollt ihr noch den Neuen aufdrücken?
Es wurde dem neuen Stadtrat kein Thema aufgedrückt, weil auch kein Maßnahmenbeschluss getroffen wurde und wir von einem solchen auch noch meilenweit (bzw. viele Jahre) entfernt sind. Es sind sich sämtliche Fraktionen und natürlich auch die Verwaltung einig, dass dieses Projekt zwar wünschenswert ist, aktuell aber hinter den anstehenden Pflichtaufgaben (Feuerwehrhaus, Kläranlage, Grundschule, Wertstoffhof etc.) und auch hinter dem Erwerb von Wohnungen an der Essigfabrik deutlich zurücksteht. Das wurde auch in dieser Sitzung wieder ausdrücklich gesagt.
Im Moment geht es hauptsächlich darum, die Rahmenbedingungen zu klären, unter denen dieses Projekt weiter gedacht und geplant werden kann, sollte es eines Tages mal aktuell werden können.
Also wenn das Thema „mal eines Tages“ vielleicht umgesetzt werden soll, dürfen die Wasserburger ja erfahren, was für den aktuellen Konzeptplan ausgegeben wurde.
Das dürfen Sie auch schon früher. Die Haushaltsmittel waren in den Haushaltsplänen 2024 und 2025. Wie viel es dann tatsächlich gekostet hat, weiß man, wenn auch für 2025 der Jahresabschluss da ist.
Natürlich hätte man mit der Konzeptstudie noch ein bis drei Jahre warten können. Dass sie dann billiger geworden wäre, glaube ich nicht. Und sich ganz ohne Konzept (also dem vorherigen Wissen über Anforderungen des Denkmal-, Natur- und Hochwasserschutzes) in die weitere Planung eines solchen Projekts zu stürzen, wäre vermutlich auch kein sinnvoller Umgang mit Steuergeldern.
Woran macht der Herr Gartner denn fest, dass das „Interesse in der Bevölkerung groß sei“? Gab es dazu eine Befragung? Und zum Thema Schulen: von wie vielen Schülern sprechen wir denn eigentlich, die vom Busbahnhof her kommen? Zusätzlich habe ich den Eindruck, im Wahlkampf spielt das Wort „Sparen“ keinerlei Rolle mehr. Wasserburg ist anscheinend auf Rosen gebettet. Zu guter letzt: Wäre es nicht sinnvoll, erst mal die großen Baumaßnahmen anzugehen und irgendwann abzuschließen? Wertstoffhof, Grundschule, Feuerwehr?
Lieber Herr oder Frau Fragezeichen,
leider gibt ein Zeitungsartikel meist nicht den ganzen Redebeitrag wieder. Ich habe schon vor Jahren eine Unterschriftenaktion zu dem Thema Innübergang gemacht und in kürzester Zeit mehr als 2.000 Unterschriften pro Übergang gesammelt. Natürlich gehen die Pflichtausgaben vor, trotzdem macht es Sinn Fußgängern und Radfahrern eine Alternative zur Roten Brücke anzubieten? Geklärt muss jetzt erstmal werden ob die Untere Naturschutzbehörde sein Einverständnis erteilt, dann reden wir über die Trasse und die Finanzierung. Bei dem Projekt geht es um eine sinnvolle zusätzliche Anbindung der beiden Stadtteile und kein Luxusprojekt. Das Interesse in der Bevölkerung ist immer noch groß, das zeigt sich in den Gesprächen mit Wasserburger Bürgern.
Schönen Gruß Werner Gartner
Es klingt so idyllisch.
Über die Kapuziner-Insel flanieren, den Inn überqueren, die Natur genießen. Doch für wen wird hier eigentlich geplant? Wenn man die aktuellen Infrastrukturprojekte in Wasserburg betrachtet, drängt sich der Verdacht auf, dass „Inklusion“ in der Stadtverwaltung lediglich ein maues Modewort für Sonntagsreden ist.
Ein Steg, der vielleicht Stufen hat oder zu steil ist, eine Altstadt, deren Pflasterung Rollstuhlfahrer und Menschen mit Gehbehinderung systematisch ausbremst, Wasserburg inszeniert sich als angeblich Postkarten-Idylle, bleibt aber für einen Teil seiner Bürger eine Festung. Wer Inklusion nicht von Anfang an mitdenkt, betreibt aktive Exklusion. Solange die Perspektive von Menschen mit Behinderung bei solchen Prestigeprojekten nur eine Fußnote bleibt, ist Wasserburg keine Stadt für alle, sondern ein exklusiver Club für jene, die keine körperlichen Einschränkungen haben.
Die Kapuzinerinsel Brücke ist eine sinnvolle Geschichte
Wasserburg kann man teilweise nicht verstehen. Hier wird über einen Übergang über den Inn und die Kapuzinerinsel geplant. Durch den Bau wird zwangsweise in die Natur eingegriffen/ zerstört. Und in ein paar Artikeln weiter unten wird zum Treffen eingeladen, den Lebensraum für Wildbienen und Eidechsen zu erweitern bzw ermöglichen. Dieser ist genau an der Stelle, wo laut Planung der Anfang oder Ende des Übergangs entstehen soll. Bin kein Experte, aber dass beißt sich…
@Tammy und @Mrs m: Bin ganz Ihrer Meinung, beide wichtigen Punkte werden nicht einmal ansatzweise angedacht!
Da würde ich jetzt die Gondel-Seilbahn zum Bahnhof Reitmehring wichtiger finden.