Ehrenamtliche Helfer für Wildbienenprojekt gesucht

Mit einer tatkräftigen Gemeinschaftsaktion soll am Sonntag, 15. Februar, ein wichtiger Schritt für den Natur- und Artenschutz im Stadtgebiet von Wasserburg gestartet werden. Die untere Naturschutzbehörde des LRA Rosenheim und die BUND-Natutschutz OG Wasserburg, laden Bürgerinnen und Bürger ein, aktiv daran mitzuwirken, blumenreiche Lebensräume für Wildbienen, Eidechsen und viele weitere Arten entlang des Inns zu entwickeln.
Zwischen dem alten Eisenbahntunnel und dem Wasserkraftwerk soll eine artenreiche Wildblumenwiese entstehen. In einem ersten Arbeitseinsatz werden von Landschaftspflegern große Gehölze und Büsche entfernt.
Anschließend können bei dem Arbeitseinsatz am 15. Februar noch aufwachsende Kleingehölze und dichter Grasfilz entfernt werden, um genügend Platz für eine vielfältige Pflanzenwelt an der Innleiten zu schaffen. Wenn die Witterung es zulässt, können im Anschluss an den Arbeitseinsatz bereits sogar schon Wildblumen ausgesät und angepflanzt werden – ein direkt sichtbarer Beitrag zu mehr Biodiversität direkt vor der Haustür.
Bevor die Arbeit an einem hoffentlich sonnigen Sonntag beginnt, gibt Biodiversitätsberater Jonas Garschhammer einen kurzen, anschaulichen Einblick in die besondere Landschaft am Inn sowie in die dort vorkommenden Tier- und Pflanzenarten. So erfahren die Teilnehmenden nicht nur, was sie tun, sondern auch warum ihr Einsatz so wertvoll ist.
Besonders erfreulich: Die Maßnahme kommt gleich mehreren Bereichen zugute. Das geschnittene Material wird vom Wasserwirtschaftsamt Rosenheim weiterverwendet und als Laichhilfe für Fische im Inn eingebracht – ein gelungenes Beispiel für vernetztes Naturschutzhandeln.
Alle Interessierten sind herzlich willkommen.
- Treffpunkt: Alte Eisenbahnunterführung an der Rampe Richtung Stauwerk
- Zeit: Sonntag, 15. Februar, ab 14 Uhr (Dauer etwa zwei bis drei Stunden)
- Mitbringen: Arbeitshandschuhe, Garten- oder Astschere, robuster Metallrechen; vereinzelt Gartenschaufeln
Für eine kleine Brotzeit mit Getränken ist auch gesorgt – für die Brotzeit bitte anmelden. Bei ungünstiger Witterung wird die Aktion verschoben.
Rückfragen und Anmeldungen nimmt Jonas Garschhammer unter Jonas.Garschhammer@lra-rosenheim.de entgegen.
Mit vereinten Kräften können die Wasserburger an diesem Nachmittag ein sichtbares Zeichen für Natur, Artenvielfalt und nachhaltige Landschaftspflege setzen.

Schaufenster

Dazu möchte ich noch einmal auf meinen letzten Kommentar zu der Idee hinweisen:
https://www.wasserburger-stimme.de/blog/2026/01/24/lebensraum-fuer-wildbienen-am-inndamm/
Ich hoffe nicht, dass mit dem Projekt die Rodung großer Bäume einhergehen soll. Das wäre für die dortige Vogelwelt fatal.
Das ist eine berechtigte Sorge. Deine Skepsis rührt wahrscheinlich daher, dass „Landschaftspflege“ hier paradoxerweise mit der Entfernung von Natur (Büschen und Gehölzen) beginnt. Der Konflikt in der Ökologie: Natur sich selbst überlassen oder gezielte Pflege für Artenvielfalt.
Naja – kommt drauf an was gemacht wird. Das kann auch gut sein. Nicht gut wäre, wenn alte Bäume gefällt werden, die Heimat seltener Vögel und Fledermäuse sind. Nicht gut wäre auch, wenn die Flächen nachher verkehrt gepflegt würden.
In dem verlinkten Kommentar habe ich ja das Potenzial zur Schaffung wertvoller Flächen für Insekten (und das sind nicht nur Wildbienen) an hunderten von Kilometern entlang und auf den Inndämmen aufgezeigt. Warum sorgt die Untere Naturschutzbehörde in Rosenheim nicht endlich dafür, dass der Kraftwerksbetreiber ein hierfür förderliches Mähmanagement einführt, statt jeden Herbst die Überwinterungsstadien von Millionen Insekten klein zu häckseln?
Warum dürfen entlang der Dämme jedes Jahr Biotopbäume in großer Zahl gefällt werden, ohne Rücksicht auf die Vogelwelt?
Hier könnte man wirklich etwas für die Natur tun, das wären hunderte Kilometer wertvolle Flächen – sie müssten nur auf die richtige Art gepflegt werden.