Stimmiges Spiel der Eiselfinger Theaterer bei schweren Themen wie Tod und Sünde

Wer das Herz auch nach dem persönlichen Ableben noch am rechten Fleck hat, kann sogar als kleiner Sünder seinen positiven Bestimmungsort finden. Dass der Weg dorthin jedoch mit so manchen Irrungen und Wirrungen verbunden ist, erlebten die begeisterten Zuschauer der Eiselfinger Theaterer in dieser Saison an insgesamt sechs Abenden im Saal des Gasthauses Sanftl. Gestern Abend nun schloss sich der Vorhang wieder …

Sie tauchten ein in die „Hinterweltsboazn“, eine Komödie aus der Feder von Heidi Faltlhauser. Das stimmige Zusammenspiel eigentlich ja gar nicht so leichter Themen wie Tod und Sünde wurde durch markige Dialoge sowie eine amüsante Hintergrund-Geschichte ermöglicht.

Engelbert Schneider als Gelegenheitsdieb, Tina Zimmermann als Pfarrersköchin, Bert Reiter als Buchhalter und Steffi Rieder als Kellnerin verkörperten ein in der heruntergekommenen und als Zwischenstation zwischen Himmel und Erde gedachten Gastwirtschaft gelandetes Sünderquartett.

Dort trafen sie auf Monika Ganterer, welche die dazugehörige Wirtin spielte, und nicht zuletzt auf den diesjährigen Debütanten Martin Herzog, der das Publikum als stotternder Hausmeister sofort auf seiner Seite hatte.

So manche Hürde war zu nehmen, Diskussion zu führen und Rätsel zu lösen, ehe sich den Sündern letztlich aus eigener Kraft ihr Weg zum eigentlichen Bestimmungsort auftat. Und selbstverständlich spielten dabei die Liebe und Gefühle ebenfalls eine entscheidende Rolle. Die Zuschauer honorierten die schauspielerische Leistung mit langanhaltendem Applaus – auch für all jene, die im Hintergrund an der erfolgreichen Theatersaison mitgewirkt hatten.

gr