Bilanz für Juni wie im Vorjahr - Aber Arbeitgeber bei neuen Mitarbeitern weiter zurückhaltend

im Vormonat.
Beim Jobcenter Landkreis Rosenheim sind 1.834 arbeitslose SGB II Kundinnen und Kunden registriert, 17 weniger als im Mai. Insgesamt betreut das Jobcenter 3.803 erwerbsfähige Leistungsberechtigte, die in 2.906 sogenannten Bedarfsgemeinschaften leben.
Die Arbeitslosenzahl ist im Agenturbezirk Rosenheim im Juni leicht um 18 Personen auf 9.935 gesunken.
Die Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Rosenheim, Dr. Nicole Cujai, geht in diesem Monat speziell auf die Situation der jungen Frauen und Männer ein, die in den vergangenen Wochen ihre betriebliche Ausbildung abgeschlossen haben oder dies zeitnah tun werden und keine Arbeit bei ihrem Ausbildungsbetrieb aufnehmen. Sie lädt diese ein, mit ihrer Ansprechperson in der Arbeitsvermittlung über die individuellen, beruflichen Perspektiven zu sprechen.
„Die Kolleginnen und Kollegen helfen Ihnen den passenden Weg zu finden und beraten zu Bewerbung, Stellensuche und Unterstützungsmöglichkeiten, damit Sie schnell eine Beschäftigung nach der Ausbildung finden“, sagt sie und wendet sich an die Personalverantwortlichen von Betrieben:
„Kontaktieren Sie Ihre Ansprechpartnerin / Ihren Ansprechpartnerin beim Arbeitgeberservice oder rufen Sie unsere Kolleginnen und Kollegen unter der kostenlosen Servicenummer 0800 / 4 5555 20 an. Diese informieren Sie über die vielseitigen Möglichkeiten, wie wir Sie bei Neuanstellungen unterstützen können. Durch die Probearbeit können Sie und die Bewerber gemeinsam ausprobieren, wie die Zusammenarbeit klappt. Oder wir können auch einen Eingliederungszuschuss zahlen,
wenn Sie eine Person einstellen, die bei uns gemeldet ist. Wichtig ist jeweils, dass die entsprechenden Fördervoraussetzungen erfüllt sind.“
Dr. Cujai bilanziert den Arbeitsmarkt im ersten Halbjahr 2026 so: „Im deutschlandweiten Vergleich ist die Lage in unserer Region weiterhin gut und gegenüber dem 1. Halbjahr 2025 ist eine Stabilisierung zu erkennen: Die Arbeitslosenzahl lag von Januar bis Juni nur leicht über dem jeweiligen Vorjahreswert. Die konjunkturellen Eintrübungen hinterlassen jedoch weiterhin ihre Spuren:
In den Monaten Januar bis Juni waren jeweils mehr Menschen arbeitslos gemeldet als in den Vergleichsmonaten der Vorjahre seit 2022, als sich der Arbeitsmarkt nach der Corona-Pandemie wieder stabilisiert hatte.
Die Personalverantwortlichen von Betrieben sind in einigen Bereichen weiterhin dazu gezwungen, Mitarbeitende freizustellen. Im Juni waren im Bereich der Arbeitslosenversicherung (Sozialgesetzbuch (SGB) III), die die Menschen umfasst, die sich in unmittelbarem Anschluss an ein Arbeitsverhältnis melden – 447 Personen mehr arbeitslos gemeldet als vor einem Jahr.
Im SGB II-Bereich waren dagegen im Vorjahresvergleich 253 Personen weniger arbeitslos gemeldet.
Arbeitgebende agieren aufgrund der wirtschaftlichen Situation bei Neueinstellungen teilweise zurückhaltender und Personen, die eine neue Arbeit suchen, brauchen dafür länger.
„Von März bis Juni waren wieder mehr Stellenangebote gemeldet als in den Vergleichsmonaten des Vorjahres, die Werte lagen jedoch jeweils unter denen der entsprechenden Monate in den Jahren 2022 bis 2024“, sagt Dr. Cujai. „Es kann jedoch als kleines positives Signal gewertet werden, dass die Betriebe der Agentur für Arbeit seit Jahresbeginn mit insgesamt 4.009 mehr neu zu besetzende Stellen gemeldet (+188) haben als in dem Zeitraum vor einem Jahr.
Diese Entwicklung geht mit einer weitgehend gleichbleibenden bis leicht steigenden sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung einher. Beides zeigt, dass der Arbeits
markt in unserer Region auch in der aktuell wirtschaftlich anspruchsvollen Zeit Möglichkeiten bietet.“
Ein Blick auf den Ausbildungsmarkt
Im Juni waren im ganzen Agenturbezirk noch 1.145 offene Ausbildungsstellen gemeldet.
Zahlreiche Angebote gab es noch in den Berufen
Kaufmann Einzelhandel (201),
Verkäufer (113),
Medizinischer (38)– und Zahnmedizinischer Fachangestellter (31),
Bankkaufmann (38),
Industriemechaniker (32),
Koch (29),
Fachwirt Handel (Ausbildung) (29),
Kaufmann Büromanagement (29) und
Kfz-Mechatroniker Pkw-Technik (22).
Aber auch in den Berufsgruppen
Holzbe- und -verarbeitung,
Feinwerk- und Werkzeugtechnik,
Maschinenbau- und Betriebstechnik,
Fachkraft Lagerlogistik sowie in weiteren Bereichen waren noch Stellen gemeldet.
Dr. Cujai sagt:
„Eine abgeschlossene betriebliche Ausbildung bietet ein solides Fundament
und ist die ideale Grundlage für die spätere berufliche Karriere mit Weiterbildungsmög
lichkeiten zum Techniker, zur Meisterin, zum Betriebswirt oder zur Fachwirtin. Die Zukunfts
perspektiven in diesen Bereichen sind vielfältig und auch finanziell vielversprechend. Und
wir sehen, dass Betriebe aus unterschiedlichen Bereichen weiterhin vor allem ausgebildete
Fachkräfte suchen.“
Zwei Monate vor Ausbildungsbeginn sind bei der Agentur für Arbeit noch 761 Jugendliche
gemeldet, die eine Ausbildungsstelle suchen (1.185 haben ihren beruflichen Weg gefunden, heißt es).
Die Agenturleiterin wendet sich direkt an diese und weitere Jugendlichen, die noch nicht wissen, wie es nach der Schule im Sommer für sie weitergeht, und sagt: „Kontaktiere unsere Berufsberater am besten gleich. Diese unterstützen bei der Suche nach dem richtigen Ausbildungsplatz oder nach beruflichen Alternativen. Und sie informieren auch zu Unterstützungsmöglichkeiten.
Das Angebot wird individuell auf den Betrieb und die Auszubildende / den Auszubildenden angepasst und kann fachliche, sprachliche und/oder sozialpädagogische Elemente beinhalten.“
Tipp: Die Berufsberater der Agentur für Arbeit Rosenheim bieten am Donnerstag, 30. Juli, von 13 bis 17 Uhr eine offene Sprechstunde an. Sie
helfen dabei, den richtigen Beruf oder Studiengang zu finden und bei der Suche nach passenden Angeboten und Bewerbungen. Jugendliche und ihre Begleitpersonen sind herzlich eingeladen spontan vorbei zu kommen.
Informationen stehen unter:
https://web.arbeitsagentur.de/portal/metasuche/suche/veranstaltungen. Suchbegriff: „Rosenheim“.
Der Arbeitsmarkt in den weiteren Regionen des Agenturbezirkes Rosenheim:
Für die Stadt Rosenheim errechnet sich eine Arbeitslosenquote von 5,1 Prozent
(Vormonat: 5,1 Prozent; Juni 2025: 4,9 Prozent). Derzeit sind 1.984 Bürgerinnen
und Bürger ohne Arbeit. Bei den Kundinnen und Kunden, die nach dem SGB III
durch die Agentur für Arbeit in Rosenheim betreut werden, verringerte sich die Zahl
der arbeitslos gemeldeten Menschen um 18 auf 1.036. Beim Jobcenter wurden 948
Personen nach dem SGB II betreut, 8 mehr als im Mai. Insgesamt betreut das
Jobcenter 2.078 erwerbsfähige Leistungsberechtigte, die in 1.616 sogenannten
Bedarfsgemeinschaften leben.
Der Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen weist im Juni eine Arbeitslosenquote
von 2,5 Prozent auf (Vormonat: 2,4 Prozent; Juni 2025: 2,3 Prozent). Das entspricht
1.821 beschäftigungslosen Bürgerinnen und Bürgern. Davon sind 1.152
Männer und Frauen, 27 mehr als vor einem Monat, in den Agenturen Bad Tölz und
Wolfratshausen gemeldet. 669 Betroffene, 42 mehr als im Mai, sind beim Jobcenter
Bad Tölz-Wolfratshausen arbeitslos gemeldet. Insgesamt betreut das Jobcenter
2.172 erwerbsfähige Leistungsberechtigte, die in 1.650 sogenannten
Bedarfsgemeinschaften leben.
Im Landkreis Miesbach sind derzeit 1.518 Bürgerinnen und Bürger arbeitslos
gemeldet, was einer Quote von 2,6 Prozent (Vormonat: 2,7 Prozent; Juni 2025:
2,8 Prozent) entspricht. Davon sind 1.007 arbeitslose Männer und Frauen bei der
Agentur für Arbeit in Holzkirchen gemeldet, 5 weniger als im Vormonat. Für die
Betreuung der Empfängerinnen und Empfänger von Arbeitslosengeld II nach dem
SGB II ist der Landkreis Miesbach als „zugelassener kommunaler Träger“
(optierende Kommune) zuständig. Beim Jobcenter sind 511 Menschen arbeitslos
gemeldet, 21 weniger als im Mai. Insgesamt betreut das Jobcenter 1.327
erwerbsfähige Leistungsberechtigte, die in Bedarfsgemeinschaften leben.
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