Franzi Unertl aus Haag (17) bedient in der Wiesn-Alm und weiß genau, was sie mal werden will: Braumeisterin
Die fünfte Generation steht in den Startlöchern: Franziska aus Haag (17) trägt einen weithin bekannten Namen: Unertl. Zusammen mit ihrem Bruder Alois V. ist sie der jüngste Spross der traditionsreichen Brauer-Familie aus dem Altlandkreis Wasserburg. Franzi wurde ihr Beruf quasi in die Wiege gelegt. Nicht nur, dass sie am Wochenende in einem Getränkemarkt in Haag arbeitet, nein, sie erweitert mittlerweile ihre Branchen-Kenntnisse auch noch auf dem Wasserburger Frühlingsfest – als Bedienung in der Wiesen-Alm. Und die Gymnasiastin weiß auch ganz neu, was sie einmal werden will: Braumeisterin. Eine echte Unertl eben. Wir sprachen mit Franzi über ihren Job auf dem Frühlingsfest und über ihre Zukunftspläne.
Die junge Frau lacht übers ganze Gesicht. Man merkt ihr an, dass ihr die Arbeit in der Alm richtig Spaß macht: „Es ist einfach toll. Die Gäste in Wasserburg sind prima. Allesamt sehr freundlich. Ich hab‘ bisher nur die besten Erfahrungen gemacht. Der Kontakt mit den Gästen ist das Schönste an dem Job – und natürlich das Trinkgeld“, lächelt die 17-Jährige. Was sie nicht so gerne macht: Tische abräumen und das benutzte Geschirr von Essensresten befreien. „Aber das gehört halt dazu. Man gewöhnt sich da ganz schnell daran.“
Reingeschnuppert in den Job als Bedienung hat Franzi Unertl bereits im vergangenen Jahr. „Ich bin natürlich schon als kleines Kind da hineingewachsen. Meine Eltern kennen viele Bedienungen und mit denen hab‘ ich dann oft geratscht. Irgendwann war klar: Das möchte ich auch mal machen.“ Und da war die Wiesn-Alm naheliegend: „Da kann ich den Gästen unser Unertl-Weißbier auf den Tisch stellen. Das macht gleich in doppelter Hinsicht Spaß. Das Team in der Alm ist einfach prima – genauso wie die Chefs.“
Noch geht Franziska zur Schule – aufs Garser Gymnasium. Und ihr berufliche Weg scheint bereits vorgezeichnet: „Ich will Braumeisterin werden.“ Damit träte sie in die Fußstapfen ihres Vaters Alois IV. und von Opa Alois III., die natürlich mächtig stolz sind auf den Bierbrauer-Nachwuchs aus den eigenen Reihen. Und deshalb gibt’s zum 18. von Opa und Oma ein besonderes Geschenk, das sich Franzi gewünscht hat: Einen eigenen großen Geldbeutel, wie ihn Bedienungen am Gürtel tragen. Die letzten drei Tage, an denen Franziska noch in der Alm bedient (Samstag, Sonntag, Montag) muss sie noch mit einem geliehenen auskommen.
Übrigens: Wer Lust hat, selbst mal in den Job als Kellner oder Bedienung reinzuschnuppern, für den hat Franziska Unertl einen Tipp: „Einfach mal nett bei der Chefbedienung Steffi Thalmeier in der Wiesn-Alm nachfragen.“
HC
Schaufenster


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