„Trianto" begeisterte mit neuer Volksmusik

Ein Abend zwischen Tradition und musikalischer Neuinterpretation: Kürzlich gastierte die Gruppe „Trianto“ im Wasserburger Gimplkeller. Mit Ziach, Harfe und Bass präsentierte die Gruppe einen eigenständigen Zugang zur Volksmusik und zeigte, wie frisch und zeitgemäß traditionelle Klänge wirken können.

„Trianto“ hat sich an der Berufsfachschule für Musik Altötting gegründet und bewegt sich bewusst zwischen neu interpretierter Volksmusik und modernen Klängen. Die drei Musiker beschreiten dabei eigene musikalische Wege und brechen die traditionelle Vorstellung von Volksmusik auf. Bekanntes erscheint in neuen Klangfarben, während moderne musikalische Ideen ihren Raum bekommen. So entstehen abwechslungsreiche und lebendige Klangbilder, die Tradition nicht als festes Korsett verstehen, sondern als Ausgangspunkt für Neues.

Sophie Langwieder (Harfe), Theresa Gansler (Steirische Harmonika) und Ianto Hien (Kontrabass) präsentierten in ihrem abwechslungsreichem Repertoire eine Auswahl an Stücken, die den Bogen von der irischen Volksweise über französische Titel bis hin ins Englische und Bayerische spannten. Damit zeigten sie eindrucksvoll, das Volksmusik auch gleichzeitig Weltmusik ist – zeitlos und modern.

Der Auftritt im Gimplkeller bot damit einen passenden Rahmen für eine Musik, die Vertrautes neu denken und zugleich ihre Wurzeln bewahren möchte.

Im gut gefüllten Gimplkeller kam die Melange aus Altem und Neuen beim anwesenden Publikum hervorragend an und zeigte einmal mehr, dass der kleine Kulturkeller im Herzen Wasserburgs nicht nur für Überraschungen, sondern vor allem für ein buntes Programm gut ist.

MJV / Fotos: Markus Brezina

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