Landkreis Traunstein: Rund 300 Einsatzkräfte im Einsatz – Löscharbeiten am Boden werden ausgeweitet
Die Lage beim Bergwaldbrand im Bereich der Hochwand nahe der Lackenbergwand im Landkreis Traunstein hat sich in der Nacht zum Freitag positiv entwickelt. Eine nennenswerte Ausbreitung des Brandes wurde nicht festgestellt. Der Katastrophenfall besteht weiterhin.
Die Brandbekämpfung wurde am Donnerstag bis zum Einbruch der Dunkelheit intensiv aus der Luft und am Boden fortgeführt. Mit Einsetzen der Dunkelheit wurde der Flugbetrieb planmäßig eingestellt und die Zahl der Einsatzkräfte im Brandgebiet deutlich reduziert.
Während der Nacht kam es vereinzelt zu kleineren Glut- und Brandstellen. Diese wurden durch die eingesetzten Feuerwehrkräfte rasch erkannt und unmittelbar abgelöscht. Ein größeres Wiederaufflammen konnte verhindert werden.
Am Donnerstagabend zog sich ein Feuerwehrmann bei den anspruchsvollen Löscharbeiten im steilen Gelände eine leichte Verletzung am Sprunggelenk zu. Eine rettungsdienstliche Behandlung war nicht erforderlich. Der Einsatz am Freitagmorgen ist planmäßig angelaufen. Im Laufe des Tages werden rund 300 Einsatzkräfte an der Brandbekämpfung beteiligt sein. Seit den frühen Morgenstunden unterstützen drei Hubschrauber aus Österreich und zwei Hubschrauber der Bayerischen Polizei die Löscharbeiten aus der Luft. Im Laufe des Vormittags wird ein weiterer Polizeihubschrauber erwartet. Die Wasserabwürfe werden eng mit den Maßnahmen am Boden abgestimmt. Bereits am Donnerstag konnten erste Bodentrupps mit handgeführten Strahlrohren und spezieller Ausrüstung zur Vegetationsbrandbekämpfung in das steile Brandgebiet vordringen. Diese gezielten Nachlöscharbeiten werden heute weiter ausgeweitet. Alpine Bergführer der Bergwacht Bayern und die Alpine Einsatzgruppe der Bayerischen Polizei sichern die Feuerwehrkräfte mit Seilsicherungen und weiteren Maßnahmen in den besonders schwer zugänglichen Bereichen.
„Die Entwicklung während der Nacht ist erfreulich. Die Lage bleibt dennoch anspruchsvoll“, erklärt der Örtliche Einsatzleiter, Kreisbrandrat Christof Grundner. „Unser Ziel ist es, die Situation heute weiter zu stabilisieren und die verbliebenen Glutnester konsequent abzulöschen.“
Nach derzeitigem Stand besteht weiterhin keine Gefahr für die Bevölkerung. Die Rauchentwicklung wird fortlaufend beobachtet und bewertet. Die über das Modulare Warnsystem „MoWaS“ verbreitete Gefahreninformation wird auf den Bereich des Achentals begrenzt. Ihre Notwendigkeit wird anhand der aktuellen Wetterlage und der Ausbreitungsberechnungen kontinuierlich geprüft und bei Bedarf angepasst. Lokal kann es weiterhin zu Geruchsbelästigungen durch Brandrauch kommen. Eine gesundheitliche Gefährdung der Bevölkerung besteht nach derzeitigem Kenntnisstand nicht.
Die Bundesstraße B 305 bleibt bis auf Weiteres für den allgemeinen Verkehr gesperrt. Die Bevölkerung wird weiterhin dringend gebeten, den Einsatzbereich weiträumig zu meiden, den Anweisungen der Einsatzkräfte zu folgen und die Zufahrtswege für die Rettungskräfte freizuhalten. Die mit Allgemeinverfügung angeordneten Betretungs- und Befahrungsverbote für den Bereich der Lackenberg-Wand sowie den Bereich um den Wössener See gelten weiterhin. Die genauen Verbotsbereiche sind den Übersichtskarten im Sonderamtsblatt zu entnehmen.
Schaufenster


















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