Bioabfall: Ergebnisse einer Sortieranalyse gestern m Bauausschuss der Stadt vorgestellt

In der Sitzung des Bau-, Umwelt- und Verkehrsausschusses stellte Hans-Jörg Siepenkothen vom Witzenhausen-Institut diese Analyse vor. Sie sei im Februar und im Mai diesen Jahres durchgeführt worden, sodass man die eher vegetationsarme Zeit, als auch die vegetationsreichere Zeit in die Analyse einbeziehen konnte.
Die seit Mai 2025 geltenden strengen Kontrollwerte für die Anlieferung von Bioabfall in den Verwertungsanlagen wurde von der Wasserburger Bevölkerung insgesamt recht gut eingehalten. So stellte die Untersuchung fest, dass insgesamt über 97 Prozent des Abfalls in den für den Bioabfall vorgesehenen Tonnen auch tatsächlich in die Biotonne gehöre. Der geprüfte Abfall, der nicht in der Biotonne entsorgt werden dürfte, waren nicht selten verpackte Lebensmittel. Die dürften aber nicht unausgepackt in den Bioabfall entsorgt werden, mahnte Siepenkothen an.
Das Institut hat ihre Analyse auch regional unterschieden. So habe man geprüft, ob der Bioabfall aus Wohnanlagen mit Mehrfamilienhäusern stamme, aus einer Besiedlung mit vorwiegend Ein- und Zweifamilienhäusern und schließlich aus Haushalten der Wasserburger Altstadt.
Dabei kam heraus, dass die Bewohner der Wasserburger Altstadt am vorbildlichsten mit der Mülltrennung umgingen. So wurden bei den Bewohnern aus Wohnanlagen in 28 Prozent der Fälle Abfall mit vielen Fremdstoffen gefunden, also mit Abfall, der nicht in einer Biotonne entsorgt werden dürfe, während dieser Wert bei den Altstadtbewohnern nur bei einem Prozent liege und bei Bewohnern von Ein- und Zweifamilienhäusern bei ungefähr sieben Prozent.
In der anschließenden Aussprache im Ausschuss waren sich die Ausschussmitglieder darüber einig, dass eine Information der Bevölkerung wichtig sei. Norbert Buortesch (Bürgerforum) sah einen Handlungsbedarf bezüglich der Information. „Wir haben ein wunderbares Bioabfallsystem“ in Wasserburg, meinte er, „da müssen wir drauf aufpassen!“
Eine allgemeine Information sei an den Containern auch in Bildern angeraten, damit auch alle Bürger angesprochen werden könnten. Wolfgang Janeczka (SPD) mahnte an, dass man seitens der Stadt Wasserburg die Bevölkerung auch darüber informieren sollte, welche Bioabfallbeutel verwendet werden sollten und welche nicht.
Bürgermeister Bastian Wernthaler bekräftigte die Auffassung, dass die Information der Bürger wichtig sei und bedankte sich bei Hans-Jörg Siepenkothen für seine detaillierte Analyse.
PETER RINK
Schaufenster

Hinterlassen Sie einen Kommentar