Besprechung der Polizei mit den Bürgermeistern des Dienstgebietes der Inspektion Waldkraiburg und der Polizeistation Haag
Im Rathaus in Aschau am Inn fand kürzlich eine Besprechung der Polizei und den Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern des gesamten Dienstgebietes der Polizei-Inspektion Waldkraiburg und der Polizeistation Haag statt. dabei wurde seitens der Polizei die polizeiliche Kriminalstatistik aus dem Jahr 2025 für die jeweiligen Gemeindebereiche bekannt gegeben und erläutert. Insgesamt ist die Zahl der Straftaten leicht rückläufig. Die Aufklärungsquote ist weiterhin auf einem hohen Niveau.
Für die Dienstbereiche der Polizeiinspektion Waldkraiburg (Stadt Waldkraiburg, Markt Kraiburg am Inn, Gemeinden Aschau am Inn, Jettenbach, Taufkirchen und Unterreit) und der Polizeistation Haag (Markt Haag sowie die Gemeinden Gars, Kirchdorf, Maitenbeth, Rechtmehring und Reichertsheim) wurden im Jahr 2025 insgesamt 2.094 Straftaten in der Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) registriert. Im Vorjahr waren es 2.229 Taten. Das bedeutet einen Rückgang um 135 Fälle beziehungsweise 6,1 Prozent.
Aufklärungsquote:
Von den 2.094 Straftaten konnten 1.298 Taten aufgeklärt werden. Die Aufklärungsquote liegt somit insgesamt bei 62 Prozent. Hiermit liegt man nur leicht unter dem bayernweiten Durchschnitt von 66 Prozent.
Herausragende Delikte:
Nach wie vor bilden die Diebstahlsdelikte mit 606 Fällen (Vorjahr 546) und einem Anteil von 28,9 Prozent den Schwerpunkt der Gesamtkriminalität. In diesem Bereich ergab sich eine Erhöhung der Fallzahlen um 11 Prozent. Insbesondere die Zahlen der Wohnungseinbruchsdiebstähle (26 Fälle; 2024 8 Fälle), sowie die Fahrraddiebstähle (100 Fälle; 2024: 80 Fälle) sind gestiegen.
Erfreulich ist ein Rückgang der Zahlen im Deliktsbereich der Vermögens- und Fälschungsdelikte. Wurden im Jahr 2024 noch 325 Straftaten verzeichnet, waren im vergangenen Jahr 263 Fälle. Dieses Deliktsfeld spielt sich zu einem großen Teil im Zusammenhang mit der Nutzung des Internets ab. Dennoch lag die Aufklärungsquote bei 71,5 Prozent.
Die Palette der rund um das Internet begangenen Straftaten verteilt sich aber auf verschiedenste Deliktsgruppen. Hier können nicht nur Betrugsdelikte begangen werden, sondern beispielsweise auch Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung, Beleidigungen oder Bedrohungen.
Insbesondere aber die unmittelbar mit Cybercrime im Zusammenhang stehenden Delikte wie Datenveränderungen, Computersabotage, Abfangen von Daten oder Callcenter-Betrug lassen sich in der Kriminalstatistik nur schwer abbilden, da viele Straftaten im Ausland begangen werden.
Straftaten gegen das Leben wurden in den Dienstbereichen Waldkraiburger und Haager Polizei im Jahr 2025 keine begangen.
Die Zahl der Rohheitsdelikte blieb mit 475 Fälle (471 Fälle 2024) nahezu unverändert. Die Aufklärungsquote befindet sich mit 92 Prozent (von zuvor 93,6 Prozent) weiterhin auf einem hohen Niveau.
Im Bereich der Betäubungsmittelkriminalität stiegen die Fallzahlen von 51 Fällen im Jahr 2024 auf 65 Straftaten im Vorjahr, mit einer Aufklärungsquote von 92,2 Prozent. Hier zeigt das Inkrafttreten des Cannabisgesetzes seinen Einfluss. Die Entwicklung der Fallzahlen in dem Deliktbereich ist weiterhin als rückläufig anzusehen.
Die Gesamtzahl der Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung (hierzu zählen exuelle Nötigung, Missbrauch von Kindern) sank von 110 Fällen auf 91. Der Bereich der Verbreitung pornografischer Inhalte, welcher den Großteil des Deliktsfeld ausmacht, ging von 58 auf 52 Fälle zurück. Der Umgang durch Kinder und Jugendliche mit sensiblen Daten bei der Nutzung in Sozialen Medien oder Gruppenchats, spielt hier weiterhin eine große Rolle. Die fortwährende Präventionsarbeit zeigt, trotz der sich schnell weiterentwickelnden digitalen Infrastruktur, messbare Effekte.
Tatverdächtige:
Die für den Dienstbereich ermittelten 990 Tatverdächtigen teilen sich in 757 Männer und 233 Frauen. Von den Verdächtigen waren zum Tatzeitpunkt 240 Personen unter 18 Jahre alt.
Fazit:
Die aktuellen Fallzahlen schließen sich dem bayernweiten rückläufigen Trend in der Kriminalstatistik an. Der Anstieg im Bereich der Wohnungseinbrüche kann hauptsächlich einer lokalen Serie zugeordnet werden, welche aufgeklärt und die Täter ermittelt werden konnten.
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