... für das „Franz am Wiesntor“ der Flötzinger Brauerei - Ehrung für Pfaffinger Architekturbüro
Die Stadt Rosenheim hat den Fassadenpreis 2025 verliehen. Ausgezeichnet wurde auf Beschluss des Stadtrats heuer das „Franz am Wiesntor“ der Flötzinger Brauerei – saniert unter der Federführung des Architekturbüros „Kammerl+Kollegen“ aus Pfaffing. „Der Fassadenpreis ist ein tief empfundenes ‚Dankeschön‘ der Stadt Rosenheim an diejenigen, die Verantwortung für das Gesicht unserer Stadt übernehmen. Wir zeichnen mit dem ‚Franz am Wiesntor‘ ein echtes Stück Rosenheimer Heimat aus, das mit unglaublich viel Herzblut, Liebe zum Detail, Respekt vor der Geschichte und einer großen Portion Weitblick völlig neu gestaltet wurde. Die Sanierung dieses seltenen Zeugnisses unserer Wirtschafts- und Stadtgeschichte zeigt eindrucksvoll, wie sich dieses Erbe in die Zukunft führen lässt“, betonte Oberbürgermeister Abuzar Erdogan gestern bei der Feierstunde in Rosenheim.
Die Sanierung des ehemaligen, als Lagerfläche genutzten, Stallstadels der Brauerei in der Kaiserstraße 23 zeige vorbildlich, wie eine gelungene Revitalisierung eines denkmalgeschützten Gebäudes umgesetzt werden könne: Eine frische Fassade, neue architektonische Elemente, die Schaffung von drei Wohneinheiten und ein aufwendig saniertes Gewölbe, das als Event- und Gastronomie-Fläche genutzt wird.
Auf dem Foto bei der gestrigen Ehrung in Rosenheim von links
Architekt Eik Kammerl vom Büro „Kammerl+Kollegen“ aus Pfaffing, Flötzinger-Geschäftsführer Lorenz Stiglauer, Rosenheims Oberbürgermeister Abuzar Erdogan, die geschäftsführende Gesellschafterin bei Flötzinger – Marisa Steegmüller – sowie der Landtagsabgeordnete und 2. Bürgermeister Daniel Artmann.
Vorher …
Der Gebäudekern stammt aus dem 18. Jahrhundert.
… nachher
Nach einem Brand war der Stallstadel im Jahr 1841 erneuert worden. Im Rahmen der jetzigen Sanierung unter der Federführung des Architekturbüros „Kammerl+Kollegen“ blieb die historische Bausubstanz weitgehend erhalten und wurde behutsam um funktionale Elemente ergänzt.
Neue Fensteröffnungen und Gauben greifen die bestehende Fassadengliederung auf und setzen zeitgemäße Akzente. Auch die neue Farbgestaltung verleiht dem Gebäude einen frischen, modernen Ausdruck, ohne den Charakter der historischen Bausubstanz zu überlagern.
So sei ein außergewöhnlich stimmiges Gesamtbild, das architektonische, gestalterische, energetische und denkmalpflegerische Aspekte gleichermaßen überzeugend vereine und zugleich das Straßen- und Stadtbild nachhaltig aufwerte, freuen sich die Verantwortlichen der Stadt Rosenheim.
Die Stadt Rosenheim verleiht den Fassadenpreis für historische Gebäude bereits seit 1973.
Fotos: Stadt Rosenheim
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