So geht es weiter mit der Sportanlage am Badria
Die geplante Freisportanlage in der Alkorstraße/Dirneckerstraße hat eine weitere formelle Hürde genommen. In der gestrigen Sitzung legte der Wasserburger Stadtrat den weiteren Verfahrensweg für das Vorhaben fest. Dabei ergab sich ein neuer Sachverhalt: Der TSV Wasserburg möchte ab Leistungsphase 5 als Bauherr auftreten.
Zuletzt hatte sich der Stadtrat in der März-Sitzung mit den Plänen befasst (wir berichteten). Zum Planungsauftrag für die Objektplanung wurde unter anderem ein möglichst nachhaltiges Kunstrasenfeld mit Flutlicht, ein Trainings-Rasenspielfeld sowie eine Rasenkraftsportanlage beschlossen. Auf eine Tribünenanlage wird verzichtet, geplant werden Sanitäreinrichtungen (Toilettenanlagen), ansonsten wird die Infrastruktur vom Badria genutzt.
Für die Planerauswahl war ursprünglich ein europaweites Ausschreibungsverfahren (VgV-Verfahren) vorgesehen. Bürgermeister Bastian Wernthaler informierte, dass sich durch ein Schreiben des TSV Wasserburg die Lage ändere: Der Vereinsvorstand habe einstimmig beschlossen, bei gesicherter Finanzierung ab der späteren Umsetzungsphase (Leistungsphase 5) selbst als Bauherr aufzutreten – was Zeit und Geld spare.
Auch beim Grundstück gibt es Fortschritte: Die Rechtsabteilung der Erzbischöflichen Finanzkammer hat den Entwurf des Erbbaurechtsvertrags bereits geprüft. Ein Vertragsabschluss soll baldmöglichst erfolgen. Das integrierte Rücktrittsrecht sichert die Stadt ausreichend ab.
Christian Stadler (Bündnis 90/Die Grünen) erinnerte an die März-Sitzung, die „nicht gerade harmonisch“ verlaufen sei. Er gab zu bedenken, dass bereits die anstehenden Planungsstufen hohe Kosten verursachen. Da der TSV erst ab Stufe 5 einsteigen will, müsste der Verein eigentlich schon jetzt eingebunden werden. Die Stadt könne es sich nicht leisten, die Kosten nachträglich allein zu tragen, falls sich der TSV das Projekt am Ende finanziell doch nicht erlauben könne.
„Der TSV braucht den Platz“, so Willy Atzenberger (CSU). Edith Stürmlinger (Bürgerforum) ergänzte, dass die Formulierung des Vereins „bei gegebener Finanzierbarkeit“ lediglich eine vernünftige Absicherung darstelle. „Der TSV möchte diesen Sportplatz unbedingt haben“, betonte sie.
Bürgermeister Bastian Wernthaler sagte, es sei klar, dass der TSV nur einen kleinen Teil der Gesamtsumme stemmen könne. Aber, sowohl die Stadt als auch der TSV können nach der Planungsphase immer noch sagen, dass es finanziell nicht geht.
Mit einer Gegenstimme wurde beschlossen, dass die Verwaltung beauftragt wird, zunächst die konkrete Entwurfsplanung (Leistungsphase 3) an ein Landschaftsarchitekturbüro zu vergeben.
Wenn die Planung mit einer Kosten- und Folgekostenberechnung vorliegt, wird der Finanzierungsplan aufgestellt. Zu diesem Zeitpunkt ist die Entscheidung über die Maßnahmenträgerschaft zu fällen, wobei der TSV in die Planung einzubeziehen und eine Bauherrenschaft des TSV gewünscht ist.
TANJA GEIDOBLER / Bild: Stadtverwaltung Wasserburg
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