Stellvertretende Kommandanten treten zurück

Paukenschlag bei der Wasserburger Feuerwehr. Die beiden stellvertretenden Kommandanten, Maximilian Labsch und Heinrich Lir, geben ihr Amt ab. In einem Brief an die Mannschaft haben sie ihren Rücktritt angekündigt – aus persönlichen Gründen.

Auf Rückfrage der Wasserburger Stimme erklärt Bürgermeister Bastian Wernthaler, dass er diesen Schritt „sehr bedauerlich“ finde, betont aber, dass man so eine persönliche Entscheidung bei einem Ehrenamt absolut respektieren müsse. Gerade das Ehrenamt bei der Feuerwehr sei sehr fordernd. Um die Führungsriege wieder komplett zu machen, fand bereits eine Aktivenversammlung statt, eine weitere ist in etwa zwei Wochen geplant. „Es ist wichtig, dass die neuen stellvertretenden Kommandanten aus der Mannschaft kommen und von dieser getragen werden“, so Wernthaler, der sich überzeugt zeigte, dass eine gute Lösung gefunden wird.

Ein kleiner Trost: Die beiden bleiben der Truppe als ganz normale aktive Feuerwehrler erhalten. Der Brandschutz in Wasserburg steht also keineswegs auf der Kippe, alles läuft ganz normal weiter. Auch der erste Kommandant Timo Paul bleibt.

Für den neuen Feuerwehrreferenten Wolfgang Schmid kam die Nachricht nicht überraschend. „Wichtig wäre, dass sich alle wieder zusammenraufen“. Mit der Stadt oder der Ausrüstung habe der Rücktritt nichts zu tun. Schmid zeigte sich zuversichtlich, dass sich die Gemüter bald wieder beruhigen, zumal ja auch bald der Bau des neuen Feuerwehrhauses anstehe.

Ganz neu ist das Szenario für die Wasserburger Wehr leider nicht: Schon 2022 gab es eine Rücktrittswelle, bei der damals sogar alle drei Kommandanten gleichzeitig das Handtuch geworfen hatten.

TANJA GEIDOBLER

 

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