Kindergarten oder Wohnraum? Gemeinderat diskutierte Bebauungsplan Heckenstraße
In der gestrigen Gemeinderatssitzung beschäftigte sich der Soyener Rat mit dem Bebauungsplan in der Heckenstraße III. Diskutiert wurde die Frage, ob im nordwestlichen Bereich weiterhin ein großes Baufenster für den Neubau eines Kindergartens ausgewiesen werden oder die Fläche für Wohnbebauung freigegeben und zum Verkauf bereitgestellt werden soll.
Bürgermeister Thomas Weber berichtete, dass sich der Gemeinderat vor zwei Jahren für den Neubau eines Kindergartengebäudes in der Heckenstraße als Alternative für einen Ersatzbau beziehungsweise die Erweiterung des bestehenden Kindergartengebäudes in der Riedener Straße ausgesprochen habe.
Im Januar 2025 wurde dann die Container-Lösung im Bereich der Parkplätze der Kita St. Peter durchgeführt (wir berichteten).
„Es stellt sich jetzt die Frage, ob wir das Areal in der Heckenstraße weiterhin für Kindergartenplanungen behalten oder für Wohnraum freigeben“, so Weber.
Markus Göschl (IfS) sprach sich gegen einen Kindergarten in der Heckenstraße aus. „Es handelt sich hier um eine der schönsten Wiesen in Soyen, es wäre sehr lukrativ, dort zu bauen, auch wegen der Nähe zum Bahnhof.“ Dem stimmte auch Dr. Hans Hinterberger (GWS) zu. Die Idee sei damals aus der Situation heraus entstanden. Auch gebe es derzeit bei den Geburten rückläufige Zahlen. Besser sei es auch, die Nähe von Schule und Kindergarten beizubehalten.
„Durch die Container-Lösung hat sich alles anders entwickelt“, so Afra Zantner (GWS). Auch sie tendiere zur Wohnbebauung. Schön wäre es, wenn auch ein Wohnkomplex mit zwei- bis drei-Zimmer-Wohnungen entstehen könnte.
Mit zwei Gegenstimmen wurde beschlossen, dass der nordwestliche Bereich im Bebauungsplan „Heckenstraße III“ künftig als Wohnbebauung freigegeben werden soll. Die Verwaltung wird beauftragt, im Entwurf für die nächste Auslegung des Bebauungsplanes „Heckenstraße III“ anstelle eines großen Baufensters, im nordwestlichen Bereich des Plangebiets, drei kleinere Baufenster für die Bebauung mit Einzelhäusern mit maximal drei Wohneinheiten und Doppelhäuser, maximal zwei Wohneinheiten, darzustellen.
TANJA GEIDOBLER
Schaufenster


Und was ist mit der aktuellen Kindergarten-Situation? Sollen die Container bleiben? Bei der Hitze sicher grad nicht zum Aushalten da drinnen. Und auch mit Blick nach vorne: es gab ja Gründe warum Container als schnelle Lösung angeschafft wurden, aber doch nicht als Dauerlösung.