Gabriel Moreno begeistert erneut im Gimplkeller

Mit poetischen Texten, feinsinnigen Melodien und beeindruckender musikalischer Vielfalt begeisterte der aus Gibraltar stammende Singer-Songwriter Gabriel Moreno kürzlich bei seinem zweiten Auftritt im Wasserburger Gimplkeller. Rund 30 Besucher erlebten einen stimmungsvollen Konzertabend in der besonderen Atmosphäre des beliebten Kulturkellers.

Moreno, der seit vielen Jahren in London lebt und arbeitet, präsentierte eine Auswahl seiner eigenen Kompositionen, die stilistisch zwischen englischem Folk, mediterranen Einflüssen und literarischem Liedgut angesiedelt sind. Seine warme, ausdrucksstarke Stimme und die oft nachdenklichen Texte erinnerten dabei stellenweise an die frühen Werke Leonard Cohens. Gleichzeitig entwickelte Moreno jedoch stets eine ganz eigene musikalische Handschrift.

Begleitet wurde er von seinem Co-Musiker, der nicht nur am Klavier überzeugte, sondern auch mit gefühlvollen Violinenpassagen wichtige musikalische Akzente setzte. Das Zusammenspiel der beiden Künstler verlieh den Liedern zusätzliche Tiefe und sorgte für abwechslungsreiche Klangfarben. Auch instrumental bot das Duo zahlreiche Höhepunkte und zeigte eindrucksvoll sein handwerkliches Können.

Besonderen Anklang fand ein eigens vorgetragenes Lied, das sich kritisch mit den Folgen des Brexit auseinandersetzt. Mit Charme, Humor und musikalischer Finesse gelang es den Musikern, gesellschaftliche Themen in ihre Darbietung einzubinden.

Das Publikum zeigte sich von Beginn an aufmerksam und aufgeschlossen. Immer wieder wurden die Künstler mit herzlichem Applaus bedacht. Am Ende des Konzerts wollten die Zuhörer die beiden Musiker noch nicht von der Bühne lassen und forderten mehrere Zugaben ein, die Moreno und sein Begleiter gerne gewährten.

Der Abend im Gimplkeller bestätigte einmal mehr, dass anspruchsvolle Singer-Songwriter-Musik auch in intimem Rahmen ihre besondere Wirkung entfalten kann. Gabriel Moreno hinterließ dabei einen nachhaltigen Eindruck und machte Lust auf ein weiteres Wiedersehen in Wasserburg.

MJV / Foto: Markus Brezina

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