Im Bau- und Verkehrsausschuss: Ampel für die Busse und Fahrkartenautomaten besprochen

Aufgabenträger für den öffentlichen Personennahverkehr im Bereich der Stadt Wasserburg ist der Landkreis Rosenheim. Seit Februar 2022 jedoch besteht zwischen dem Landkreis und der Stadt Wasserburg eine vertragliche Vereinbarung, wonach die Stadt für die Organisation des Stadtbusverkehrs (einschließlich des Vergabeverfahrens) verantwortlich ist und die Betriebskosten für den Stadtbus trägt. Eine Übertragung der Aufgabenträgerschaft sei jedoch nicht erfolgt, da der Nahverkehrsplan, der über das Stadtgebiet hinausweise, als Einheit betrachtet werden soll. So betreibe die Stadt Wasserburg den Stadtbus als freiwillige Leistung, hieß es bei der jüngsten Sitzung des Bau- und Verkehrsausschusses der Stadt. Bei der war der Busverkehr wieder einmal wichtiges Thema.

Es sei gelungen, im Bereich der Stadt tagsüber einen 30-Minuten-Takt einzurichten, was dazu geführt habe, wie im Ausschuss angesprochen wurde, dass bis zu 2.300 Personen pro Werktag einen der Stadtbusse nutzten. An Sonntagen seien es knapp 900 Fahrgäste.

Im Ausschuss wurden Schwierigkeiten angesprochen, die der Stadtbusverkehr mit sich bringe. Da ist zum einen die Pünktlichkeit zu nennen. Der Stadtbus fahre zum Bahnhof Reitmehring und wenn er unpünktlich sei, sei der Nahverkehrszug nach Rosenheim, Mühldorf oder München schon abgefahren. Im Ausschuss wurden Möglichkeiten erörtert, die Pünktlichkeit zu erhöhen. Dabei wurde genannt, dass der Fahrer Fahrgeld kassieren müsse, was beispielsweise im Bereich der Stadt München überhaupt nicht üblich sei. Die Tatsache, dass es an den Haltestellen noch keine Fahrkartenautomaten gebe, müsse man zur Kenntnis nehmen, wolle hier aber Möglichkeiten der Abhilfe prüfen. Auf jeden Fall soll aber der Fahrkartenverkauf und die Kartenkontrolle durch den Busfahrer in naher Zukunft möglichst unterbleiben.

Auch die Schleife, die der Bus im Burgerfeld fahre, wurde angesprochen. Der Zeitverlust betrage hier zwei Minuten, weshalb dies unerheblich sei. Auf offene Ohren bei Bürgermeister Wernthaler stieß aber ein Vorschlag, zum Beispiel im Bereich der Einmündung der Ponschabaustraße in die Rosenheimer Straße eine temporäre Ampel zu installieren, die nur anspringe, wenn ein Bus komme und ihm grünes Licht gewähre.

Der Ausschuss befürwortete eine Verlängerung des bestehenden Verkehrsvertrages  zunächst bis Dezember 2028, weil sich nach Ansicht des Ausschusses die städtische Betreuung des Stadtbusses bewährt habe. Man regte noch an, den Halbstundentakt für die Stadtbusse auch am Samstagen bis 19 Uhr auszudehnen.

Der Haupt- und Finanzausschuss soll am 16. Juni und der Stadtrat am 25. Juni diesen Themenkreis beraten.

PETER RINK

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