Bauausschuss berät über mehrere Möglichkeiten der Geschwindigkeitskontrollen

In der Stadtratssitzung im April 2025 war beschlossen worden, drei Messstandorte einzurichten: Nämlich in. der Münchner Straße in Reitmehring (in der Nähe der Grundschule Reitmehring) ,an der Salzburger Straße (auf der Höhe des Luitpold-Gymnasiums) und auf der Rosenheimer Straße auf Höhe Klosterweg (bei der Mittelschule).
Von Mitte Juni bis Anfang August 2025 wurden an diesen drei Orten Messungen sowohl von der Stadt Wasserburg als auch vom Zweckverband „Kommunale Dienste Oberland“ durchgeführt. Bemerkenswert ist hier, dass die Messungen Ergebnisse zu Tage förderten, die recht deutlich voneinander abwichen.
Deshalb hat der Zweckverband im März 2026 erneut an den drei Punkten Geschwindigkeitsmessungen durchgeführt. Damit die von der Fraktion von Bündnis 90/ Die Grünen geforderten stationären Messanlagen eingerichtet werden können, müsse, so erfuhr der Ausschuss, die Beanstandungsquote über zehn Prozent liegen, das heißt, mindestens jeder 10. Verkehrsteilnehmer müsste schneller fahren, als es das Tempolimit gestatte.
Für den Standort Mittelschule/Klosterweg wurde nun eine Beanstandungsquote von 0,04 Prozent ermittelt, für den Standort Salzburger Straße/Gymnasium 2,41 Prozent und für den Standort Münchner Straße/Reitmehring ein Beanstandungsquote von 11,15 Prozent. Folgt man diesen Werten, käme eine stationäre Messanlage ausschließlich für die Münchner Straße in Reitmehring in Betracht. Dort lagen die Beanstandungen allerdings am Wochenende deutlich höher als an den anderen Tagen. In der Ausschusssitzung wurden die Messergebnisse von einzelnen Mitgliedern deutlich in Zweifel gezogen.
In der Sitzung des Bau-, Umwelt- und Verkehrsausschusses wurden dann noch die Kosten eines stationären Blitzgerätes vorgetragen: Es koste ungefähr 30.000 Euro. Hinzu kämen noch Betriebskosten in Höhe von 125 Euro pro Tag und vier Euro für jeden Fall. Ausgehend von ungefähr 10 Verkehrssündern pro Tag beliefen sich die jährlichen Kosten einer solchen Anlage dann auf ungefähr 92.000 Euro. Hinzu komme, dass sich eine stationäre Geschwindigkeitskontrolle schnell herumspreche und damit ihre Wirkung ein wenig verlöre.
Wolfgang Janeczka (SPD) stellte die Frage nach der Wirtschaftlichkeit einer solchen Anlage. „Das ist doch nur noch teuer, ohne dass es was bringt!“ rief er seinen Ausschusskollegen zu. Norbert Buortesch (Bürgerforum) wandte noch ein, dass ein Blitzgerät immer die Aufmerksamkeit der Autofahrer erhöhe.
Nach eingehender Debatte über das weitere Vorgehen wurde im Ausschuss der Antrag, das bisherige Verfahren der Geschwindigkeitsmessung beizubehalten, mit vier gegen fünf Stimmen abgelehnt. Auch der Antrag, die Geräte neu eichen zu lassen, weil die Ergebnisse so unterschiedlich gewesen seien, und zeitgleiche Messungen von der Stadt und dem Kommunalen Zweckverband durchführen zu lassen, wurde mit vier gegen fünf Stimmen abgelehnt. Der Antrag, die Verwaltung zu beauftragen, eine vereidigte Sachverständige oder einen vereidigten Sachverständigen mit einer Messung an den drei Standorten zu beauftragen, wurde dann schließlich mit fünf zu vier Stimmen angenommen.
PETER RINK
Schaufenster

Tja, was machen wir denn da wenn es sich nicht rechnet? Ach ja nein, es geht ja um die Verkehrssicherheit
Da ist die grüne „Gängelschlinge“ tatsächlich ins leere gefallen.
Auf der Münchnerstr. fahren sicher auch Anteilig weniger Wasserburger.
Fazit.:
Hauptsache die Verwaltungen beschäftigen mit sinnlosen Anträgen!