Nur noch zwei Spieltage in der Kreisklasse - Amerang steigt direkt ab in die A-Klasse

Acht Spiele lang – so war der TSV Babensham in der Kreisklasse ungeschlagen. Bis zum gestrigen Sonntag, zwei Spieltage vor Saisonende. Nachdem der ärgste Konkurrent um den einzigen Aufstiegs-Relegationsplatz, der TSV Wasserburg II, zuletzt zweimal nicht gewonnen hatte, war alles angerichtet für einen entscheidenden Schritt zur Vizemeisterschaft. Denn als Tabellenführer und direkter Aufsteiger ist die U21 der Rosenheimer Sechzger schon lange nicht mehr einholbar.

Doch mit dem TSV Breitbrunn/Gstadt war eine Mannschaft aus der Kellerregion zu Gast, die sich gehörig zu wehren wusste. In einer abwechslungsreichen Partie gewannen die Gäste vom Chiemsee am Ende knapp mit 3:4 und machten gefeiert einen großen Schritt zum Kreisklassen-Erhalt.

Zunächst aber sahen die rund 230 Zuschauer eine Babenshamer Heimelf, die in den ersten Minuten nahtlos an das große Selbstvertrauen der letzten Spiele anzuknüpfen wussten. Schnell gingen die Hausherren nach vier Spielminuten durch Kapitän Edl König (im Bild oben vorne links – rotes Dress) in Führung.

Das Team um Coach Michael Wirth kontrollierte das Spielgeschehen und kam immer wieder gefährlich vor das gegnerische Tor. Aber auch die Gäste deuteten ihre gefährliche Offensive an, immerhin die drittbeste der ganzen Liga.

Nachdem Sebastian Freiberger in der 42. Spielminute auf 2:0 für Babensham erhöht hatte, wähnten sich wohl viele heimische Fans bereits auf der Siegerstraße.

Durch ein „Slapstick-Tor“ von Tobias Langl aber kamen die „Chiemsee-Kicker“ aber aus dem Nichts noch einmal heran und verkürzten mit dem Pausenpfiff auf 1:2.

Dieser Anschlusstreffer sollte für die Gäste eine Art „Hallo-Wach-Effekt“ sein, denn ab diesem Zeitpunkt veränderte sich die Dynamik im Spiel und die Partie entwickelte sich zu einem offenen Schlagabtausch.

Dies hatte zur Folge, dass die Gäste in der 60. Minute zum 2:2-Ausgleichstreffer kamen. Nach einem Steckpass war Johannes Obermair auf und davon und versenkte die Kugel freistehend vor Babensham Keeper Stadler.

Nur sechs Minuten später ging Babensham abermals in Führung, nach einer flachen Hereingabe war Lukas Schwarz zur Stelle und versenkte die Kugel trocken im langen Eck. 3:2.

Inmitten dieser Phase hätte Babensham für die Entscheidung sorgen können, doch Andi Frank und Patrick Schmid vergaben jeweils freistehend vor dem Gästetor. Quasi im Gegenzug dann der zweimalige Nackenschlag für die Hausherren.

In der 71. und 77. Spielminute war es der an diesem Tag überragende Tobias Langl, der per feiner Einzelleistung zweimal cool blieb und den Ball trocken im Tor versenkte. Plötzlich hieß es 3:4.

Babensham konnte sich davon nicht mehr erholen und so verpufften letzte Ausgleichsmöglichkeiten im Nichts.

Mit dieser Niederlage verpasste der TSV Babensham einen Meilenstein, hat aber in den letzten beiden verbleibenden Spielen mit zwei Punkten Vorsprung vor den Wasserburgern noch alles selbst in der Hand.

Das nächste Spiel hat deshalb nicht weniger Brisanz, denn hier kommt es am kommenden Sonntag zum Derby gegen den TSV Eiselfing, der seinerseits noch alles in die Waagschale werfen muss, um noch das rettende Ufer erreichen zu können.

PS

Fotos: TSV Babensham  

Als direkter Absteiger steht der SV Amerang jetzt bereits fest – der am Samstag gegen Eiselfing nicht über ein Remis hinauskam und nun künftig ein A-Klassist ist.

 

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