Gemeinderat gestern mit erneutem Beschluss als Hinweis auf ein Wasserschutzgebiet
Schon vor knapp einem Jahr hatte der Gemeinderat Rott von der 16. Teilfortschreibung des Regionalplans Südostoberbayern – es geht hier um neue Windräder in der nahen Region (wir berichteten) – offiziell Kenntnis genommen. Gestern nun lag dem Gremium erneut das Thema auf dem Tisch.
Berücksichtigt worden – das seien die Einwände aus Rott aber leider nicht: Deshalb teilt man jetzt dem Regionalen Planungsverband nun erneut mit, dass im Vorranggebiet W112 (siehe Foto) für den Bereich der Gemeinde Rott die Ausweisung eines Wasserschutzgebietes geplant sei …
Bei einer rechtskräftigen Festsetzung eines Wasserschutzgebietes sei nicht auszuschließen, dass die Errichtung von Windenergie-Anlagen völlig ausgeschlossen sei oder allerhöchstens nur unter Auflagen überhaupt möglich sei.
Der Beschluss wurde gestern einstimmig gefasst in Rott.
Der Regionale Planungsverband Südostoberbayern hat jetzt die Kommunen über den aktuellen Stand der 16. Teilfortschreibung informiert und den betroffenen Gemeinden bis kommenden Mittwoch, 4. März, eine Frist zur Abgabe von Stellungnahmen eingeräumt.
Schaufenster


Windkraftanlagen werden ökologischer dargestellt, als sie wirklich sind.
Gerade auch in unserer Region sind die Windgeschwindigkeiten viel zu niedrig, um einen vernünftigen Wirkungsgrad zu erzielen.
Kurzzeitige Gewinner sind der Investor wegen der hohen Subventionen und der Grundstücksbesitzer für die Pachten.
Nach 20 Jahren kommt dann die Ernüchterung……..😇
Ganz genau, @Ökologe!
Nach 20 Jahren haben die sowieso ausgedient und müssen als Sondermüll vergraben werden, weil die einzelnen Komponenten nicht recyclebar und hochgiftig sind!
Das nennt man dann „nachhaltig“…🤭
Sondermüll bedeutet doch nicht gleich ‚hochgiftig‘!
Diese Rotorblätter scheinen aus einem Verbundstoff aus GFK ( Glasfaserverstärkter Kunststoff – massenhaft in der z.B. Autoindustrie eingesetzt), Basaltholz, Metallbolzen, Kupferleitungen und Kunststoffschaum gefertigt zu sein.
Der Sondermüll bezieht sich darauf, dass es schwierig ist diese Verbundstoffe zu trennen – nicht auf ‚hochgiftig‘!
Das Recycling von Rotorblattmaterialien wird bislang durch eine mechanische Zerkleinerung des gesamten Verbundes und anschließenden Einsatz als Brennstoff und Sandsubstitut in der Zementindustrie verwendet oder eine thermische Verwertung in Müllverbrennungsanlagen durchgeführt.
Servus,
Lustig wie die Entsorgung von Windkraftanlagen als riesen Problem dargestellt wird.
Schauen wir uns mal die Fakten an:
Am schwierigsten sind die Rotorblätter zu entsorgen. Diese werden zersägt, die wertvollen Materialien ausgebaut und recycelt. Das GFK wird als Ersatzbrennstoff verbrannt. Dort wird meistens auch noch Strom oder Zement daraus gemacht. Wer das schlimm findet, darf auch kein Auto mehr fahren, da die Reifen ein ähnliches Problem darstellen.
Das Problem ist aber „nur“ ein aktuelles, kein zukünftiges. Einfach mal nach „Siemens Gamesa RecyclableBlade“ suchen.
Der Turm besteht aus Stahl, das wird recycelt.
Das Fundament besteht aus Stahlbeton. Wenn die 3.000m³ stimmen (ich würde von der Hälfte ausgehen, bzw 3.000t), hier mal ein Vergleich:
1 km Autobahn benötigt ca 9.000m³
Ein Kernkraftwerk mit 1,4GW braucht ~400.000m³.
Wie läuft Entsorgung und Recycling bei den alternativen?
Kernkraft: das Problem ist seit 60 Jahren bekannt und nicht gelöst. Kostet dem deutschen Steuerzahler!! (nein das bezahlen nicht die Firmen die das verursacht haben) 1.000.000.000€ jedes Jahr, bis in alle Ewigkeit.
Gas, Kohle und Öl: hey, wir blasen unseren Müll (Abgase) einfach in die Luft. Frage, wie schauts da aus mit dem Recycling? Aber lass uns in einem Jahr so viel Zeug verbrennen, wie in 500.000 natürlich Jahren eingelagert wurden. Was soll schon schiefgehen?
Es ist übrigens günstiger bei uns Windräder zu bauen, als die Netze übertrieben auszubauen. Auch wenn die Anlagen bei uns weniger effizient sind als an der Küste.
Grüße Benjamin
Super Benjamin!
Und was willst Du uns damit sagen…?
Sie verwechseln ganz offensichtlich Windkraftwerke mit Kernkraftwerken – bei diesen gibt es „nicht recyclebare Komponenten“ . . . 🤔😳
@Fischer_50
Sie meinen ganz offensichtlich mich.
Googeln Sie doch ganz einfach mal die „Entsorgung“ der Rotorblätter von Windkraftanlagen…
Danach können Sie sich ja nochmal melden.
Es müssen nicht nur die Rotorblätter aufwendig entsorgt werden, zur Entsorgung gehört auch das Fundament. Bis zu 3.000 Kubikmeter Stahlbeton.
Das wird sicher nicht billig.
Im Gegensatz zu AKWs gibt es bei Windkraftanlagen keine Rücklagen für den Rückbau und Entsorgung.
Windenergie ist in unserer Region die einzige Form der Stromerzeugung, die nennenswert ausgebaut werden kann und v.a. im Winterhalbjahr Strom liefert.
Der steigende Strombedarf von Wärmepumpen fällt ganz überwiegend ins Winterhalbjahr, der von E-Autos zur Hälfte.
Der Ausbau regionaler Windenergie bietet die Chance, vor Ort kostengünstig Strom zu erzeugen und die Wertschöpfung weitgehend in der Region zu behalten. Die Alternative wäre ein massiver Ausbau von Stromleitungen Richtung Nord-/Ostdeutschland und der Import großer Strommengen von dort. Damit verbunden wären stark steigende Netzkosten und ein fast vollständiger Abfluss unserer Stromkosten aus der Region an Netzbetreiber und große Stromkonzerne. Stromintensive Betriebe würden wohl ganz abwandern.
Sie werden es auch noch verstehen-
wie @Ökologe schon sagte.
Windenergie in unserer Region ist eine Geldvernichtungsmaschine.
Das führt nur zu noch höheren Strompreisen. Es hat doch seinen Grund, warum in der Region bereits geplante Windkraft-Anlagen nicht gebaut werden.
Beispiel Prutting oder in der Nähe des Chemie Park bei Burghausen, hier wurde die geplante Anzahl auf ein Drittel reduziert.
Schau doch einfach nach Schnaitsee – ein vermeintlich guter Standort, wie oft sind die Anlagen in Betrieb?
Diese Anlage gibt es seit 30 Jahren, die Take 600 sind auch völlig veraltet.
Für eine neue Anlage wären Türme mit einer Nabenhöhe von 150 Metern notwendig, um einen vertretbaren Stromertrag zu erreichen.
Das liegt daran, dass an dem Ort die Wind-Geschwindigkeit zum Großteil der Zeit unter 5 Meter/sec. liegt.
Ein wirtschaftlicher Betrieb ist so nicht möglich.
Im Jahr sind dort 900 – 1.300 Stunden ertragreich, also viel zu wenig Zeit.
Ich frage mich schon immer, wie mal Windkrafträder und Solaranlagen entsorgt werden sollen.
Darüber hat sich noch keiner ausgelassen.
Die nachfolgende Generation wird sich bedanken, über soviel Sondermüll.
Oder kann mir jemand erklären, wie Windräder, Akkus und Solaranlagen entsorgt werden?