Der Arbeitsmarkt-Bericht für den Landkreis Rosenheim im Februar

Im Landkreis Rosenheim liegt die Arbeitslosenquote bei 3,4 Prozent für den Februar – 0,1 Prozent besser als Januar und 0,1 Prozent schlechter als vor einem Jahr. Die Zahl der arbeitslosen Menschen insgesamt für den Landkreis beträgt 5.239. Hier sind 3.264 Männer und Frauen bei der Hauptagentur in Rosenheim arbeitslos gemeldet, acht weniger als im Vormonat.

Beim Jobcenter Landkreis Rosenheim sind 1.975 arbeitslose SGB II-Kundinnen und -Kunden registriert, 48 weniger als im Januar. Insgesamt betreut das Jobcenter 3.894 erwerbsfähige Leistungsberechtigte, die in 2.963 sogenannten Bedarfsgemeinschaften leben.

Der Arbeitsmarkt in der ganzen Region des Agenturbezirks zeigt sich in der aktuell wirtschaftlich anspruchsvollen Zeit zwar robust – aber mit Licht und Schatten.

Die Arbeitslosenzahl ist im Februar um 89 Personen auf 11.025 zurückgegangen. Die Arbeitslosenquote ist um 0,1 Prozentpunkte auf 3,4 Prozent gesunken.

Dr. Nicole Cujai, die Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Rosenheim, sagt:

„Die Arbeitslosenquote bleibt mit 3,4 Prozent im Zehnjahresvergleich weiterhin auf höherem Niveau. Jedoch kann als positiv gewertet werden, dass die Arbeitslosenquote im Februar erstmals seit September 2023 wieder dem Vorjahresniveau entspricht. Anzeichen dafür, dass der Arbeitsmarkt trotz aller konjunktureller Herausforderungen grundsätzlich robust ist und auch in Zukunft Möglichkeiten bietet, sind auch, dass die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung bis August 2025 (das sind die aktuellsten vorliegenden Werte) im Vorjahresvergleich (+1.230) weiter leicht gestiegen ist und die Zahl der gemeldeten Stellenangebote zuletzt mit 3.729 ebenfalls auf Vorjahresniveau lag.

Wir profitieren in unserer Region davon, dass die vielen kleinen Betriebe aus unterschiedlichen Branchen versuchen, auch in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten an ihren Mitarbeitenden festzuhalten. Zudem ist es positiv, dass große Arbeitgeber in den personalbedarfstragenden
Wirtschaftsbereichen Gesundheit und Soziales ihre Standorte hier haben.“

In den vergangenen Wochen war wieder viel Bewegung auf dem Arbeitsmarkt: 2.809 Frauen und Männer haben sich neu oder erneut bei der Agentur für
Arbeit oder den Jobcentern gemeldet und 2.887 Personen haben sich abgemeldet, weil sie eine neue Arbeit aufgenommen haben oder aus sonstigen Gründen.

Mit Blick auf die einzelnen Berufsgruppensieht man, dass die Zahl der arbeitslos gemeldeten Menschen unter anderem in den Bereichen Papier-, Druckberufe, technische Mediengestaltung (-19 arbeitslos gemeldete Menschen), Reinigung (-12) und Erziehung, soziale, hauswirtschaftliche Berufe (-27) zurückgegangen ist.

Insgesamt ist die Arbeitslosenzahl bei den Frauen (-78) stärker gesunken als bei den Männern (-11).

Die Arbeitslosigkeit ist im Februar bei der Personengruppe der unter 25-Jährigen (+ 96 arbeitslos gemeldete Menschen) aber leider stark gestiegen.

Dies liege daran, so die Agentur heute, dass sich junge Menschen nach der erfolgreich abgeschlossenen Ausbildung erstmals arbeitslos gemeldet haben und nun ihre erste Anstellung als Fachkraft suchen.

Weitere seien auf die Agentur für Arbeit zugekommen, weil das erste Zwischenzeugnis während der Ausbildung und / oder der Ausbildungsberuf oder -betrieb nicht richtig passen und sie sich neu oder umorientieren möchten, heißt es.

Zudem haben einige junge Frauen und Männer die Fachoberschule zum Halbjahr abgebrochen und sind nun gemeldet, weil sie eine neue berufliche Orientierung suchen.

Die Agenturleiterin betont, dass jeder jungen Frau und jedem jungen Mann dabei geholfen werde, den beruflichen Weg zu finden.

Sie wendet sich direkt an Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber und sagt: „Geben Sie den frisch ausgelernten Fachkräften und den jungen Menschen, die einen (neuen) Ausbildungsbetrieb suchen, eine Chance. Sie sichern sich so die Fachkräfte von morgen! Wir helfen Ihnen gerne, die richtige Bewerberin bzw. den richtigen
Bewerber zu finden, und unterstützen Sie und die jungen Menschen, damit diese richtig in Ihrem Betrieb ankommen.“

Informationen und die Kontaktdaten unter

https://www.arbeitsagentur.de/vor-ort/rosenheim/unternehmen.

Dr. Cujai nimmt den Bericht für den Monat Februar, in dem sich der Angriffskrieg auf die Ukraine leider zum vierten Mal jährt, auch zum Anlass, um einen Blick auf die Arbeitsmarktsituation der Menschen zu werfen, die von dort schutzsuchend in unsere Region geflüchtet sind.

„Wir unterstützen diese Personen dabei, ihren beruflichen Weg in Deutschland
zu finden. Zu Bewerberinnen und Bewerbern, die über einen entsprechenden Arbeitsmarktzu
gang verfügen, stehen unsere Jobcenter in Kontakt, um sie, häufig nach Abschluss des
Sprach- bzw. Integrationskurses, bei der Arbeitssuche und Arbeitsaufnahme zu unterstützen.
Dabei stehen wir auch in direktem Austausch zu Arbeitgebenden und beraten diese zu mögli
chen Unterstützungsleistungen.

Das Ziel ist, dass langfristige und stabile Ausbildungs- bzw.
Arbeitsverhältnisse zustande kommen. Wir haben in unserer Region schon viele positive In
tegrationen in Arbeit – und das auf verschiedenen Qualifikationsniveaus, und die Zahl der so
zialversicherungspflichtig Beschäftigten mit ukrainischer Staatsbürgerschaft steigt kontinuier
lich an. Im August 2025 waren in unserem Agenturbezirk 1.453 Bürgerinnen und Bürger mit 
ukrainischer Staatsbürgerschaft sozialversicherungspflichtig beschäftigt (August 2024:
1.118).“

Der Arbeitsmarkt in den weiteren Regionen des Agenturbezirkes Rosenheim:

Für die Stadt Rosenheim errechnet sich eine Arbeitslosenquote von 5,5 Prozent (Vormonat:
5,5 Prozent; Februar 2025: 5,6 Prozent). Derzeit sind 2.090 Bürgerinnen und Bürger ohne
Arbeit. Bei den Kundinnen und Kunden, die nach dem Sozialgesetzbuch (SGB) III durch die
Agentur für Arbeit in Rosenheim betreut werden, sank die Arbeitslosenzahl um 2 auf 1.171.
Für 919 arbeitslose SGB II-Kundinnen und -Kunden, 14 weniger als im Januar, ist das Job
center Rosenheim Stadt zuständig. Insgesamt betreut das Jobcenter 2.080 erwerbsfähige
Leistungsberechtigte, die in 1.625 sogenannten Bedarfsgemeinschaften leben.

Im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen beträgt die Arbeitslosenquote 2,5 Prozent (Vormo
nat: 2,5 Prozent; Februar 2025: 2,5 Prozent). Das entspricht 1.820 beschäftigungslosen Bür
gerinnen und Bürgern. Davon sind 1.078 Männer und Frauen, 25 weniger als vor einem Monat,
in den Arbeitsagenturen Bad Tölz und Wolfratshausen gemeldet. 742 Betroffene, 4 mehr als
im Januar, sind beim Jobcenter Bad Tölz-Wolfratshausen arbeitslos gemeldet. Insgesamt be
treut das Jobcenter 2.265 erwerbsfähige Leistungsberechtigte, die in 1.704 sogenannten Be
darfsgemeinschaften leben.

Im Landkreis Miesbach sind derzeit 1.876 Bürgerinnen und Bürger arbeitslos gemeldet, was
einer Quote von 3,2 Prozent (Vormonat: 3,2 Prozent; Februar 2025: 3,3 Prozent) entspricht.
Davon sind 1.281 arbeitslose Männer und Frauen bei der Arbeitsagentur in Holzkirchen ge
meldet, 10 mehr als im Vormonat. Für die Betreuung der Arbeitslosengeld II-Empfängerinnen
und -Empfänger nach dem SGB II ist der Landkreis Miesbach als „zugelassener kommunaler
Träger“ (optierende Kommune) zuständig. Beim Jobcenter sind 595 Menschen arbeitslos ge
meldet, 6 weniger als im Januar. Insgesamt betreut das Jobcenter 1.441 erwerbsfähige Leis
tungsberechtigte, die in 1.157 sogenannten Bedarfsgemeinschaften leben.

Schaufenster