Vorletztes Heimspiel der Hauptrunde: Starbulls gegen die „Roten Teufel" aus Bad Nauheim

Zum vorletzten Heimspiel der DEL2-Hauptrunde empfangen die Starbulls Rosenheim am morgigen Freitag die Roten Teufel Bad Nauheim (19.30 Uhr, ROFA-Stadion). Mit einem Heimsieg gegen die Kurstädter, die im Tabellenkeller um wichtige Punkte strampeln und sich jüngst mit einem besonderen Stürmer verstärken konnten, hätten die Grün-Weißen auch rechnerisch den Heimvorteil im Playoff-Viertelfinale endgültig gesichert und damit einen Meilenstein gesetzt.

Am Sonntag geht die Rosenheimer Reise nach Nordhessen zum Topspiel und Härtetest gegen den Tabellenzweiten Kassel Huskies.

Bereits vergangene Woche versprühte das Duell zwischen den Starbulls und den Huskies im ROFA-Stadion einen Vorgeschmack auf die in der DEL2 am 17. März beginnenden Playoffs.

Nun kommt es am späten Sonntagnachmittag in der Probonio-Arena zum vierten Hauptrundenvergleich zwischen Rosenheim und Kassel. Aus den drei bisherigen Duellen, die allesamt spektakulären Eishockeysport boten, gingen die Starbulls dreimal als 3:2-Sieger nach Verlängerung vom Eis – zweimal nach 2:0-Rückstand, einmal nach 2:0-Führung. Die Grün-Weißen dürfen sich gegen deshalb wohl ganz speziell angestachelte Schlittenhunde am drittletzten Hauptrundenspieltag warm anziehen.

Sonntagsduell in Kassel mit Playoff-Vorgeschmack

Der Aufstiegsanwärter aus Nordhessen hat nach 48 von 52 Spielrunden sieben Punkte Rückstand auf Tabellenrang eins und ebenso viele Zähler Vorsprung auf die drittplatzierten Starbulls. Im letzten Spiel am vergangenen Sonntag gewannen die Huskies bei Spitzenreiter Krefeld 3:2 in regulärer Spielzeit und erhielten sich damit zumindest die letzte theoretische Chance, sich den Platz an der Sonne in der Hauptrunde noch holen zu können. Die beiden Kasseler Olympioniken, Headcoach Todd Woodcroft und Stürmer Kaspars Daugavins, waren just in time aus Mailand eingeflogen wieder mit dabei.

Starbulls-Cheftrainer Jari Pasanen erwartet in Kassel ein hochinteressantes Eishockeyspiel: „Dort ist es immer hart zu spielen. Vielleicht wird die Intensität noch nicht so hoch sein, wie in den Playoffs, aber es wird eine sehr gute Vorbereitung darauf sein. Das wird ein schönes Spiel, das beide Mannschaften ohne großen Druck angehen können. Wir müssen natürlich von Beginn an hellwach sein und eine top Defensivleistung bieten.“

Freitags-Gegner Bad Nauheim muss dringend punkten

Zuvor wollen die Starbulls am Freitagabend die keinesfalls zu unterschätzende Heimaufgabe gegen die Roten Teufel Bad Nauheim seriös angehen und erfolgreich lösen. Bereits im ersten Heimspiel gegen das Team aus der Wetterau taten sich die Grün-Weißen schwer und gewannen erst nach Verlängerung 3:2. Der Gegner kämpft um jeden Punkt. Noch ist die Chance auf die Qualifikation für die Pre-Playoffs bei aktuell sechs Zählern Rückstand auf den Tabellenzehnten Crimmitschau da – aber auch im Hinblick auf wertvollen Heimrechtsvorteil in der „Playdown-Mühle“ stehen die Bad Nauheimer unter Druck – der Vorsprung vor dem Tabellenvorletzten Blue Devils Weiden ist mit nur einem Zählern sehr sehr dünn.

Seit drei Wochen steht bei den Hessen Antti Karhula als Headcoach in der Verantwortung. Der 49-jährige Finne trat die Nachfolge des freigestellten Peter Russel an. Vergangene Woche folgte die schlagzeilenträchtige Verpflichtung von Stürmer Ryan Olsen. Der 32-Jährige Deutsch-Kanadier sollte in der laufenden Spielzeit für die Düsseldorfer EG auflaufen, der Vertrag wurde aber bereits vor Saisonbeginn wieder gelöst.

Gast mit Neuverpflichtung Ryan Olsen

Nach Intermezzi in der Oberliga Nord bei den Hannover Scorpions (zwei Spiele) und in der ECHL bei Wichita Thunder (sechs Partien) gelangen Ryan Olsen in den ersten beiden Spielen für Bad Nauheim am vergangenen Wochenende gleich drei Tore. Für das Team sprang allerdings nur ein Zähler heraus, den beide Partien gingen verloren (2:6 gegen die Lausitzer Füchse, 2:3 nach Verlängerung in Düsseldorf).

„Ryan Olsen ist torgefährlich und ein Spieler mir Ecken und Kanten. Er hat das Potential, dem Bad Nauheimer Team einen Push zu geben“, sagt Jari Pasanen, der mit seiner Mannschaft nach der Schlusssirene am Freitagabend im ROFA-Stadion natürlich einen tollen Hauptrundenerfolg besiegelt sehen möchte. Mit einem Heimsieg, egal ob nach regulärer Spielzeit oder erst nach Verlängerung, wäre der Haken am Rosenheimer Heimrecht im Playoff-Viertelfinale endgültig dran – völlig unabhängig davon, wie die Konkurrenz spielt.

Seit inzwischen 19 Spieltagen durchgehend stehen die Starbulls auf dem dritten Tabellenrang. In das vorletzte Hauptrundenwochenende der DEL2 gehen sie mit einem komfortablen Vorsprung von neun Punkten auf Verfolger Ravensburg und mit einem Polster von elf Zählern auf den Tabellenfünften Bietigheim.

Starbulls mit zwei Ausfällen und drei Rückkehrern

Die Starbulls-Stürmer Lewis Zerter-Gossage und Jordan Taupert, die beim Heimauftritt am vergangenen Sonntag gegen Freiburg im zweiten bzw. dritten Spielabschnitt ausfielen, werden am Wochenende pausieren. Ob längere Ausfallzeiten drohen, ist von noch abzuwartenden Untersuchungsergebnissen abhängig. Die Förderlizenzspieler Sebastian Zwickl und Leon van der Linde kehren zum Freitagsheimspiel aller Voraussicht nach ebenso ins Rosenheimer Line-up zurück wie der finnische Stürmer Teemu Pulkkinen.

Von den DEL2-Auftritten der Starbulls Rosenheim am 49. Spieltag zuhause gegen Bad Nauheim (Freitag, 19.30 Uhr) und am 50. Spieltag in Kassel (Sonntag, 17 Uhr) werden Liveübertragungen angeboten, die auf www.sporteurope.tv buchbar sind.

Eintrittskarten für das Rosenheimer Heimspiel sind jederzeit online auf www.starbulls.de/tickets und am Freitag ab 17.30 Uhr an der Abendkasse am ROFA-Stadion erhältlich.

Foto: Starbulls

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