Für die bevorstehende Amphibienwanderung - Appell des Bundes Naturschutz

Mit steigenden Temperaturen erwachen Kröten, Frösche und Molche aus ihrer Winterstarre und machen sich auf den Weg zu ihren Laichgewässern. Ihr Weg führt sie dabei auch über zahlreiche oft viel befahrene Straßen im Landkreis. Um die Amphibien davor zu retten, überfahren zu werden, werden vom Bund Naturschutz jetzt wieder ehrenamtliche Helfer gesucht. Sie sollen dabei helfen, spezielle Fangzäune aufzubauen, die die Tiere am Überqueren der Straße hindern sollen.

Unterstützung wird an fast allen Sammelstellen benötigt.

Ein Schwerpunkt werden wieder die beiden Sammelstellen in Sonnbach und Oberwildenried am Samerberg sein. Allein dort wurden im vergangenen Jahr 9.000 Tiere über die Straße getragen.

Im gesamten Landkreis waren es 17.205 Amphibien. Helfer werden deshalb auch in Forsting bei Pfaffing, in Aschau-Hainbach, Unterlaus bei Feldkirchen-Westerham und in der Berghamer Straße in Bruckmühl gesucht.

Frösche, Kröten, Molche und Unken wandern am liebsten, wenn es feucht ist und die Außentemperatur über sieben Grad liegt. Auf dem Weg von ihren Winterquartieren zu den Laichgewässern passieren die Tiere auch einige oft viel befahrene Straßen. In Zusammenarbeit mit den Mitarbeitern vom Straßenbauamt und der Gemeinde- und Kreisbauhöfe werden in den kritischen Bereichen nach Möglichkeit Schutzzäune mit Auffangeimern aufgestellt. Insgesamt gibt es 30 Sammelstellen im Landkreis Rosenheim.

Auch Hinweisschilder und wenn notwendig Geschwindigkeitsbeschränkungen sollen helfen, Tiere und Helfer zu schützen. Da die Tiere vorwiegend ab der Dämmerung bis zum Tagesanbruch unterwegs sind, werden die Helfer bis in die späten Abendstunden und am frühen Morgen versuchen, die Amphibien sicher über die Straße zu bringen. Zum einen werden Tiere, die in die Auffangeimer gefallen sind, über die Straße getragen. Die Helfer sammeln aber auch Amphibien ein, die bereits auf der Fahrbahn unterwegs sind, um sie vor dem Überfahren zu retten.

Die Untere Naturschutzbehörde im Landratsamt Rosenheim und der Bund Naturschutz appellieren an die Verkehrsteilnehmer, langsam zu fahren und Rücksicht zu nehmen, nicht nur auf die Frösche und Kröten, sondern vor allem auf die ehrenamtlichen Amphibienschützer am Straßenrand.

Spezielle Voraussetzungen benötigen die Helfer nicht. Wichtig sind die Freude am Amphibienschutz, eine gewisse Wetterfestigkeit, geeignete Kleidung und eine Stirnlampe.

Interessenten melden sich bitte im Büro des Bundes Naturschutz, Kreisgruppe Rosenheim unter der

08031 / 12 882

oder per E-Mail unter

rosenheim@bund-naturschutz.de.     

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