Aufsichtsrat beschließt Gespräche mit der „meine Volksbank Raiffeisenbank" in Rosenheim
Der Aufsichtsrat des Bankhauses RSA hat einstimmig beschlossen, den Vorstand mit der Aufnahme ergebnisoffener Gespräche über eine mögliche Fusion mit der „meine Volksbank Raiffeisenbank“ in Rosenheim zu beauftragen. Ziel sei es, im Rahmen dieser Gespräche auszuloten, ob und in welcher Form ein Zusammenschluss eine dauerhaft tragfähige Perspektive für Mitglieder, Kunden, Mitarbeitende und die wirtschaftliche Entwicklung der Region sichern kann.
Grundlage der Entscheidung sei eine umfassende Analyse der wirtschaftlichen Situation. Diese wurde auf zwei voneinander unabhängigen Ebenen bewertet: Durch eine prüferische Untersuchung der aktuellen Lage sowie durch ein externes strategisches Sanierungskonzept zur Sicherung der Zukunftsfähigkeit. Beide Auswertungen basierten auf geprüften Bankdaten, insbesondere testierten Abschlüssen, aufsichtsrechtlichen Meldungen und internen Steuerungsinformationen, heißt es aus dem Bankhaus.
Der zentrale Befund laute, dass unter realistischen Annahmen keine dauerhaft tragfähige, eigenständige Zukunftsperspektive für das Bankhaus RSA eG darstellbar sei. Maßgeblich sei dabei nicht die aktuelle operative Funktionsfähigkeit, sondern die langfristige strukturelle Tragfähigkeit eines Instituts – also das Zusammenspiel von Kapitalausstattung, Risikotragfähigkeit, Ertragskraft, Personalkapazitäten und organisatorischer Leistungsfähigkeit.
Im Rahmen der Analysen wurden verschiedene Handlungsoptionen geprüft, darunter Risikoabbau, Kapitalmaßnahmen, Kostenprogramme, organisatorische Anpassungen und zeitliche Verschiebungen von Entscheidungen. Diese Instrumente können einzelne Kennzahlen vorübergehend verbessern, verändern jedoch nicht die grundlegenden strukturellen Rahmenbedingungen. Daher wurde ergänzend untersucht, welche Lösungswege eine dauerhaft tragfähige Perspektive ermöglichen können.
Die Bewertung möglicher Partner erfolgte anhand klar definierter Kriterien, insbesondere Kapitalstärke, Risikotragfähigkeit, Integrationsfähigkeit und strukturelle Kompatibilität. Die Auswertung zeigt ein eindeutiges Ergebnis: Unter den geprüften Optionen erfüllt ausschließlich die „meine Volksbank Raiffeisenbank“ alle Anforderungen in der Gesamtbewertung und stellt damit die tragfähigste Lösung dar.
Der Beschluss stelle ausdrücklich keine Vorentscheidung über eine Fusion dar. Er markiere den Beginn eines strukturierten Prüfprozesses. Eine mögliche Transaktion setze belastbare Ergebnisse der Gespräche sowie die Zustimmung der Mitglieder voraus. Der laufende Geschäftsbetrieb bleibe unverändert stabil. Für Kundinnen und Kunden ergeben sich keinerlei Einschränkungen. Der Vorstand des Bankhauses RSA erklärt: „Die Aufnahme der Gespräche setzt den klaren Auftrag des Aufsichtsrats um, auf Grundlage belastbarer Analysen den Lösungsweg weiter auszuarbeiten, der nach den vorliegenden Ergebnissen allein geeignet ist, langfristig eine tragfähige Perspektive für Mitglieder, Mitarbeitende, Kunden und die wirtschaftliche Entwicklung der Region zu sichern.“
Schaufenster

Gerade im Bankgeschäft mit seinen sehr sensiblen Einflussfaktoren ist es unabdingbar, bei auftretenden Problemen die Zukunftsfähigkeit der betreffenden Bank intensiv zu checken, was hier offensichtlich auch schon aktiv angegangen wurde.
Und es macht auch wirklich keinen Sinn, über einen längeren Zeitraum so zu tun, als könne man mit eigener Kraft den Kopf aus der Schlinge ziehen.
Habe selber eine Fusion mit durchstehen dürfen, es war kein Spaß, aber am Ende des Tages die bessere Lösung, als jahrelang „am Tropf zu hängen“