Am morgigen Dienstag wieder in der Gemeinde Raubling - Aktionen an zwei Brücken
Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) erhöht kurz vor dem dritten Verhandlungstermin in der Tarifrunde mit der Autobahn GmbH erneut den Druck auf den Arbeitgeber: Ver.di ruft für den heutigen Montag sowie morgigen Dienstag wieder zu Arbeitskampf-Maßnahmen in Form von Streiks, Kundgebungen und Aktionen in mehreren Autobahnmeistereien auf.
Morgen sind die Beschäftigten in den Autobahnmeistereien Siegsdorf und Pfraundorf bei Raubling erneut zum ganztägigen Streik aufgerufen. Hier kann es wieder zu Einschränkungen im Autobahnverkehr kommen.
Ver.di und die Kollegen vor Ort haben eine Brücken-Streikaktion an zwei Brücken (vor Inntal und auf A94) ab 8.30 Uhr für eine Stunde organisiert. Treffpunkt an der Autobahnmeisterei Pfraundorf.
„Es ist bislang eine mühsame Runde mit wenig Fortschritten in der Sache“, so die zuständige Gewerkschaftssekretärin im ver.di Bezirk Rosenheim, Jasmin Hofmann. „Wir setzen darauf, dass die Autobahn GmbH die deutlichen Botschaften der Beschäftigten versteht und ihr Angebot so verbessert, dass es verhandlungsfähig wird. Nur dann kommen wir weiter.“
Die Verhandlungen zwischen ver.di und der Autobahn GmbH des Bundes finden am Mittwoch und Donnerstag (25./26. Februar 2026) in Berlin statt. ver.di fordert sieben Prozent mehr Gehalt für die 14.000 Beschäftigten, mindestens aber 300 Euro monatlich mehr. Auch die Nachwuchskräfte sollen 300 Euro mehr im Monat erhalten, bei einer Laufzeit von zwölf Monaten.
Die Gewerkschaft verweist auf die rund 1.000 unbesetzten Stellen der GmbH und den gewaltigen Sanierungsbedarf im deutschen Autobahnsystem: Diese Aufgaben erforderten motivierte und qualifizierte Fachkräfte, die nur bei guten Gehältern und guten Arbeitsbedingungen kommen und bleiben. Der Arbeitgeber bot bisher mit 29 Monaten eine viel zu lange Laufzeit an, zudem wird ein Mindestbetrag abgelehnt, der die unteren und mittleren Lohngruppen stärken würde.
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