Es wurde wehmütig: Letzter Schäfflertanz am Marienplatz mit Fackeln und vielen Besuchern

Sechs Wochen, 111 Auftritte, unzählige Kilometer mit dem Bus – die Wasserburger Schäffler waren viel unterwegs und haben für gute Laune und fröhliche Momente bei den Besuchern gesorgt. Heute Abend ging nun der letzte Tanz vor dem Wasserburger Rathaus über die Bühne. Wehmütig und emotional, aber voller Vorfreude auf das Jahr 2033, wenn die Schäffler wieder tanzen.

Glockengeläut zu Ehren der Schäffler, die sich, zusammen mit der Wasserburger Stadtkapelle und begleitet von Stadtknechten und Schiffsleuten in einem Fackelzug von der Innbrücke zum Marienplatz begaben. Gänsehaut pur bei den vielen hundert Besuchern. Noch einmal zeigten die Tänzer ihr ganzes Können. „Servus Wasserburg und danke für Eure tolle Unterstützung“, grüßte Oberkasperl Witgar Neumaier, der im Anschluss alle Beteiligten vorstellte – die Tänzer, Reifenschwinger, Fasslmacher, Kasperl, Marketenderinnen, Wagerlbuam und -mädels. Alle durften sie aufs Fassl steigen und sich ihren gebührenden Applaus abholen.

Zum Abschluss stieg Max Holbl,  der letzte „echte Wasserburger Schäffler“ und seit 70 Jahren mit dabei, aufs Fassl. In seinem Spruch berichtete er mit Tränen in den Augen von zertanzten Schuhen, der Gemeinschaft und den vielen Tänzen. Der Tradition folgend brach er anschließend einen Tanzreifen.

Bürgermeister Michael Kölbl dankte der Gruppe für die bereichernden Stunden und die gute Laune, die in den letzten Wochen verbreitet wurde. „Bis in sieben Jahren“. Schäffler-Chef Heini Asböck dankte der Stadt Wasserburg, der Wasserburger Stadtkapelle und den Feuerwehren für die große Unterstützung.

Bevor die Schäffler zum letzten Mal auszogen, erklang vom Rathausbalkon noch „Il Silenzio“. Gefeiert wird heute noch im „Queens“. Bis in sieben Jahren …

TANJA GEIDOBLER / Bilder: Sünkel / Bodmeier / Geidobler

 

Videos von den Tänzen (Lisa Sünkel):

Schaufenster