Heimspiel in der Badria: Wasserburg will den Druck auf die Playoff-Ränge erhöhen
Am kommenden Faschingssonntag um 16 Uhr empfängt der TSV 1880 Wasserburg in der Badria-Halle die Gäste von BBU ’01 aus Ulm. Auf dem Papier scheint die Rollenverteilung klar: Während Wasserburg mitten im Rennen um die Playoff-Plätze steckt, reist Ulm als Tabellenletzter an den Inn. Doch gerade in dieser Phase der Saison sind Konzentration und Konsequenz gefragt.
Mit neun Siegen aus 15 Spielen belegen die Wasserburgerinnen aktuell Rang sechs. Punktgleich mit Freiburg auf Platz fünf beträgt der Rückstand auf einen direkten Playoff-Platz lediglich einen Erfolg. Jena auf Rang vier sowie Würzburg auf Platz drei sind in Schlagdistanz – die Tabelle ist eng, jeder Spieltag kann Verschiebungen bringen. Ein Heimsieg am Sonntag wäre daher ein wichtiger Schritt, um den Anschluss an die Top Vier zu halten und sich eine gute Ausgangsposition für den Saisonendspurt zu sichern.
Das Hinspiel in Ulm verlief aus Sicht des TSV äußerst souverän. Mit 66:41 setzte sich Wasserburg deutlich durch und überzeugte vor allem defensiv. Aggressiver Druck auf die Ballführenden, konsequentes Rebounding und schnelles Umschalten nach Ballgewinnen legten damals den Grundstein für den klaren Erfolg. Daran will das Team nun anknüpfen – wissend, dass Spiele gegen vermeintliche Außenseiter ihre eigenen Herausforderungen mit sich bringen.
Denn Ulm hat personell reagiert. Mit der US-Amerikanerin Sitori van Buren wurde eine neue Spielerin verpflichtet, die dem Team sofort Impulse verleiht. In ihren ersten drei Einsätzen kam sie auf durchschnittlich 13,3 Punkte pro Partie und bringt insbesondere im Eins-gegen-Eins neue Qualität ins Ulmer Offensivspiel. Ihre Dynamik und Wurfstärke machen sie zu einer zentralen Figur im Angriff des Tabellenzwölften. Wasserburg wird defensiv gefordert sein, frühzeitig Zugriff zu bekommen und einfache Abschlüsse zu verhindern.
Trotz der schwierigen Saisonbilanz darf Ulm keinesfalls unterschätzt werden. Teams im Tabellenkeller spielen häufig befreit auf, gerade wenn sie personell neue Optionen erhalten. Für Wasserburg wird es deshalb entscheidend sein, von Beginn an mit hoher Intensität zu agieren, das Tempo zu bestimmen und dem Spiel den eigenen Stempel aufzudrücken. Besonders vor heimischem Publikum zeigte die Mannschaft in dieser Saison mehrfach, dass sie mit Energie und mannschaftlicher Geschlossenheit auftreten kann.
Neben der Defensive dürfte auch die offensive Variabilität eine Schlüsselrolle spielen. Geduldige Ballbewegung, konsequentes Ausnutzen von Missmatches und eine stabile Trefferquote aus der Distanz könnten den Unterschied ausmachen. Gelingt es, früh für klare Verhältnisse zu sorgen, würde das zusätzliche Sicherheit geben.
Das Spiel markiert zugleich den Abschluss vor einer kurzen Pause, denn am kommenden Wochenende ist Wasserburg spielfrei. Umso wichtiger wäre ein Erfolgserlebnis, um mit Rückenwind in die entscheidende Phase zu gehen. Denn danach wartet am 28. Februar um 19:00 Uhr das Auswärtsspiel in Freiburg – ein direktes Duell zweier Tabellennachbarn mit besonderer Brisanz. Das Hinspiel ging mit 59:62 denkbar knapp verloren, eine offene Rechnung ist also vorhanden.
Mit einem zehnten Saisonsieg könnte Wasserburg nicht nur den Abstand zu den Playoff-Plätzen weiter verkürzen, sondern auch ein klares Signal an die Konkurrenz senden. Tip-off ist am Sonntag um 16 Uhr in der Badria – die Zuschauer dürfen sich auf einen intensiven Basketballnachmittag freuen, bei dem es für die Gastgeberinnen um weit mehr geht als nur zwei Punkte.
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