Mit Tagesanbruch auch drei Hubschrauber der Polizei im Einsatz
Bilder des Schreckens von der Nacht bei Oberwössen im Nachbarlandkreis Traunstein: Im Verlauf der Nacht breitete sich das Feuer talwärts aus. Die Löscharbeiten beim Bergwaldbrand bei Oberwössen (wir berichteten) im Bereich der Hochwand – nahe der Lackenbergwand – wurden unter den schwierigen Bedingungen so weit wie möglich fortgeführt. Einsatzkräfte der Feuerwehr überwachten den Brandbereich kontinuierlich und setzten die bodengebundenen Löschmaßnahmen im steilen und schwer zugänglichen Gelände fort. Aufgrund der Dunkelheit und der anspruchsvollen Geländeverhältnisse war ein umfassender Löscheinsatz aus der Luft nicht möglich.
Der Schwerpunkt der Maßnahmen lag daher auf dem Schutz gefährdeter Bereiche sowie der Eindämmung der weiteren Brandausbreitung. Neben der direkten Brandbekämpfung, insbesondere durch die eingesetzten Löschfahrzeuge, wurden auch die Beregnungsstrecken zur Verhinderung einer weiteren Ausbreitung des Feuers kontinuierlich ausgebaut.
Seit den frühen Morgenstunden läuft der Einsatz erneut mit rund 200 Einsatzkräften. Neben den Feuerwehren sind wieder Kräfte der Bergwacht, des Rettungsdienstes, der Bayerischen Polizei sowie weiterer Organisationen im Einsatz. Mit Tagesanbruch haben zudem drei Hubschrauber der Bayerischen Polizei (Foto unten) ihre Arbeit aufgenommen. Sie werfen mithilfe sogenannter Außenlastbehälter Wasser über dem Brandgebiet ab.
In den Nachtstunden wurde ein besonderer Koordinierungsbedarf festgestellt. Kreisbrandrat Christof Grundner wurde daraufhin zum Örtlichen Einsatzleiter bestellt.
Eine belastbare Aussage zur Größe der betroffenen Waldfläche ist derzeit weiterhin nicht möglich. Zur Brandursache liegen nach wie vor keine Erkenntnisse vor. Nach aktuellem Stand wurde niemand verletzt.
In den Morgenstunden wurde außerdem vorsorglich über das Modulare Warnsystem (MoWaS) eine Gefahrenmeldung wegen möglicher Geruchsbelästigungen für den gesamten Landkreis Traunstein herausgegeben. Die Bevölkerung wird gebeten, den Bereich der Einsatzstelle weiträumig zu meiden, den Anweisungen der Einsatzkräfte Folge zu leisten sowie Fenster und Türen geschlossen zu halten und Lüftungs- beziehungsweise Klimaanlagen aufgrund der Rauchentwicklung abzuschalten.
Aufgrund der Löscharbeiten ist die Bundesstraße B305 derzeit sowohl in Richtung Reit im Winkl als auch in Richtung Marquartstein gesperrt.
Gegen 13 Uhr ist ein Pressestatement zur aktuellen Lage mit dem Bürgermeister der Gemeinde Unterwössen, Johannes Weber, sowie dem Traunsteiner Landrat Andreas Danzer geplant.
Für Bürgeranfragen wurde im Landratsamt Traunstein ein Bürgertelefon eingerichtet. Die Telefonnummer lautet
0861/58411.
Kurze Erholungspause für die Rettungskräfte …
Schaufenster









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