Viertklässler der Grundschule am Gries tragen mit Projekt zur Sicherheit im Straßenverkehr bei

35 Schülerinnen und Schüler der Grundschule am Gries haben gemeinsam mit der Vorsitzenden des AK68, Katrin Meindl, sechs Schachtringe kreativ gestaltet. Die Kunstwerke werden ab heute in der Palmanostraße aufgestellt und sollen künftig nicht nur den öffentlichen Raum verschönern, sondern auch einen Beitrag zur Sicherheit im Straßenverkehr beitragen.

Wo normalerweise Autos vorbeifahren, werden künftig auch bunte Kunstwerke den Straßenraum prägen: Im Rahmen ihrer Projekttage haben die Schülerinnen und Schüler der 4. Klasse der Grundschule am Gries gemeinsam mit Katrin Meindl sechs Schachtringe farbenfroh gestaltet. Drei Stunden lang wurde gemalt, ausprobiert und kreativ gearbeitet, und zwar ganz ohne feste Vorgaben. „Es stecken so viele Ideen in den Kindern“, freute sich Katrin Meindl, die das Projekt ehrenamtlich begleiteteund dafür die Farben und Material aus ihrem Atelier mitgebracht hatte.

Entstanden sind dabei ganz unterschiedliche Motive: ein abstrakt-bunter Ring als Symbol für die Vielfalt Wasserburgs, Wasserburger Häuser, die Innschleife, ein Ring zum Thema Umweltschutz, verbunden mit dem Wunsch nach „Mehr Bäume für Wasserburg“, sowie zwei Schachtringe, auf denen die Namen aller Kinder grafisch verarbeitet werden konnten.

Die Idee entstand aus einer gelungenen Zusammenarbeit zwischen der Schule und dem Kunstverein: Die Klassenlehrerin Katharina Eicher fragte bei Katrin Meindl an, ob ein gemeinsames Kunstprojekt möglich wäre. Gleichzeitig suchte das Stadtbauamt nach einer kreativen Gestaltung für die Schachtringe, die künftig für mehr Sicherheit in der Palmanostraße sorgen sollen. So wurde aus beiden Ideen ein gemeinsames Projekt von Grundschule, AK68 und Stadtverwaltung.

Die sechs Schachtringe, die vom städtischen Bauhof bedarfsgerecht vorbereitet wurden, werden ab heute an der nördlichen Einfahrt zur Palmanostraße aufgestellt und unter anderem durch den Verein „Essbare Stadt“ bepflanzt. In der Vergangenheit ist es hier immer wieder zu Problemen gekommen, da parkende Fahrzeuge den Durchgang für Fußgänger stark eingeschränkt haben. Durch die Sperrung dieses Bereiches wird für die Fußgängerinnen und Fußgänger – insbesondere für die vielen Schulkinder der Förder- und Grundschule – auch ein wichtiger Beitrag für einen einen sichere Schulweg geleistet.

Nach dem Aufstellen der Schachtringe wird eine Einfahrt nördlich des Waaghäusls, beziehungsweise am Fußgängerüberweg nicht mehr möglich sein. Die Zufahrt zur Palmanostraße bleibt aber weiterhin von Süden her, am Waaghäusl vorbei, bestehen. Diese neue Verkehrssituation soll drei Monate lang getestet und genau beobachtet werden. Auf dieser Grundlage wird dann der Bau-, Umwelt- und Verkehrsausschuss über das weitere Vorgehen beraten und beschließen.

Das Projekt zeigt, wie aus einer praktischen Maßnahme etwas Besonderes entstehen kann: Durch die Kreativität der Schülerinnen und Schüler erwächst aus notwendiger Infrastruktur ein sichtbares Zeichen für gemeinsames Gestalten und mehr Lebensqualität in der Stadt. Besonders schön ist dabei, dass die Kinder künftig an ihren eigenen Kunstwerken vorbeigehen und dabei erleben können, wie ihre Ideen den öffentlichen Raum mitprägen.

PETER RINK

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