Wasserburg bekam Besuch aus der Partnerstadt Vincennes


Mit einer Delegation aus der amerikanischen Partnerstadt Vincennes durfte die Stadt Wasserburg in den vergangenen Tagen besonderen Besuch begrüßen. Bürgermeister Joe Yochum, seine Ehefrau Susan Yochum, die Abgeordnete des Bundesstaates Indiana Tonya Pfaff sowie Chris Pfaff, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung des Knox County, waren zu Gast. Es war der erste offizielle Besuch eines Bürgermeisters aus Vincennes in Wasserburg und damit ein wichtiges Zeichen dafür, die langjährige Städtepartnerschaft nach einigen ruhigeren Jahren wieder mit neuem Leben zu füllen.

Die Verbindung zwischen beiden Städten besteht seit 1999. Sie geht auf private Kontakte und den Schüleraustausch des Luitpold Gymnasiums zurück, der zuletzt 2019 stattfand. Viele Beteiligte hoffen nun auf neue Impulse für den Austausch zwischen den Städten. Vincennes zählt rund 16.300 Einwohner und ist damit nur etwas größer als Wasserburg. Auch als historisch wichtiger Handelsplatz und Verkehrsknotenpunkt weist Vincennes geschichtliche Parallelen zu Wasserburg am Inn auf. Die Stadt gilt als älteste Siedlung im Bundesstaat Indiana und wurde bereits 1732 gegründet.

Den Auftakt des Besuchs bildete ein gemeinsames Abendessen am Donnerstag. Dabei standen vor allem das gegenseitige Kennenlernen im Mittelpunkt. Mit dabei waren Erster Bürgermeister Bastian Wernthaler, Zweiter Bürgermeister Georg Machl, Stadträtin Ursula Winkler-Budenhofer, Referentin für Kindertagesstätten und Schulen sowie die ehemalige Austauschschülerin, Juliane Stein von der Öffentlichkeitsarbeit, Doris Hasse, Lehrerin am Luitpold-Gymnasium sowie Edeltraud Budenhofer und Nina Kristen vom Vincennes-Komitee. Das Komitee
engagiert sich seit vielen Jahren für die Städtepartnerschaft und trägt maßgeblich dazu bei, persönliche Kontakte über den Atlantik hinweg zu pflegen und zu erhalten. So wurde an diesem Abend nicht nur in Erinnerungen geschwelgt, sondern auch über Möglichkeiten gesprochen, die Verbindung zwischen beiden Städten künftig wieder stärker zu beleben.

Am Freitag folgte der offizielle Empfang im kleinen Rathaussaal. Gemeinsam mit Erstem Bürgermeister Bastian Wernthaler tauschten sich die Gäste mit Andrea Aschauer vom Tourismus, Simon Arnold vom Stadtmanagement sowie Heidi Herker aus dem Bürgermeistervorzimmer über aktuelle Entwicklungen und die Aufgabenbereiche der Stadt aus. Gemeinsam erkundete man anschließend auch die Geschichte des Rathauses im historischen Stadtarchiv. Besonders beeindruckt zeigten sich die Gäste von der langen Historie Wasserburgs, gerade weil ihre Heimatstadt im Vergleich dazu noch jung ist. Trotz leichten Nieselregens ließen sie sich die anschließende Stadtführung nicht nehmen und entdeckten die vielen besonderen Ecken der Altstadt.

Beim gemeinsamen Mittagessen kamen weitere Wegbegleiter der Städtepartnerschaft hinzu. Neben Zweitem Bürgermeister Georg Machl nahmen Wirtschaftsreferentin Heike Maas, der Referent für Wohnraum und Liegenschaften Markus Dresp sowie Stadträtin Lisa Stürmlinger teil. Darüber hinaus waren weitere Gäste anwesend, die durch frühere Schüleraustausche oder private Besuche eng mit Vincennes verbunden sind. In einer
von den amerikanischen Gästen angeregten Gesprächsrunde mit der Frage „Was verbindet Sie mit Vincennes?“ wurde gemeinsam in Erinnerungen geschwelgt. Auch die Gäste aus den USA beantworteten die Frage „Was verbindet Sie mit Wasserburg?“ mit großer Begeisterung: Sie schwärmten von der historischen Architektur, der besonderen Atmosphäre der Altstadt und vor allem von der herzlichen Gastfreundschaft.

Da die Delegation zugleich auf einer wirtschaftlichen Informationsreise in Deutschland unterwegs war, führte der
Besuch anschließend zur Firma Recipharm. Gemeinsam mit Wirtschaftsreferentin Heike Maas und Juliane Stein aus der Öffentlichkeitsarbeit der Stadt Wasserburg erhielten die Gäste dort Einblicke in das Unternehmen. Dr. Wolfgang Betzl stellte das Unternehmen in einer Präsentation vor, danach führte Dr. Eckert die Delegation durch das Werk.
Am Ende der beiden Tage stand vor allem eines fest: Die Verbindung zwischen Wasserburg und Vincennes lebt weiter. Der Besuch hat gezeigt, wie wertvoll persönliche Begegnungen sind – und er hat bei allen Beteiligten die Freude und Motivation geweckt, die Städtepartnerschaft in Zukunft wieder stärker mit Leben zu füllen.

Unser Bild zeigt von links Georg Machl, Nina Kristen, Bürgermeister Bastian Wernthaler, Tonya Pfaff, Chris Pfaff, Doris Hasse, Joe Yochum, Susan Yochum, Edeltraud Budenhofer, Ursula Winkler-Budenhofer und Juliane Stein.

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