Rückschau auf den Rosenheimer Christopher Street Day

Beim diesjährigen, vierten Christopher Street Day (CSD) waren unter dem Motto „Einfach nur Menschen“ über 1.500 Menschen in Rosenheim versammelt. Bei bestem Wetter fand das bunte Bühnenprogramm mit Reden, Drag Shows und Tanz-Performances im Mangfallpark Süd großen Anklang.

„Mit dieser Rekordzahl an Teilnehmenden hätten wir nicht gerechnet. Umso mehr freut es mich, dass unser CSD immer mehr in der Gesellschaft ankommt. Zum ersten Mal war auch der Rosenheimer Oberbürgermeister auf der Bühne. Das zeigt die Unterstützung der Stadtgesellschaft“, so die erste Vorsitzende Anna Gmeiner.

Auf dem diesjährigen CSD wurde getanzt, gesungen, viel gelacht und über aktuelle politische Bedrohungen für die Community informiert. Neben Essen und Getränken gab es vor Ort auch Infostände von Parteien, befreundeten Vereinen und Organisationen aus Rosenheim, München, Traunstein und dem Tiroler Land.

Der CSD steht aber nicht nur für das Feiern, sondern kommt auch mit politischen Forderungen: „Es gibt Gewalt und Diskriminierung gegen queere Menschen in Bayern. Und immer noch sind wir das einzige Bundesland, das keinen Aktionsplan dagegen aufgestellt hat, obwohl es uns zur letzten Landtagswahl schon versprochen wurde. Wir könnten so leicht damit anfangen, erste Schritte zu gehen und den Menschen wieder Hoffnung zu geben. So bleibt die Unterstützung der bayrischen Regierung aus und wir als Vereine sind gemeinsam mit den Kommunen auf uns allein gestellt“, so Anna Gmeiner.

Jonas Turber als Co-Organisator ergänzt: „Wir wachsen immer noch. Es ist echt beeindruckend, wie groß die Unterstützung aus der Community dieses Jahr wieder war und was man gemeinsam auf die Beine stellen kann. Unser Ziel in diesem Jahr war den Teilnehmenden zu zeigen, wie einzigartig sie sind. Mit unserem Motto haben wir das erreicht“

Der Verein dankt allen Helfern und Unterstützenden sowie der Stadt Rosenheim für die Kooperation und freut sich auf den CSD im nächsten Jahr.

Bilder: Sarah Broßart 

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