Bahnstrecke München-Rosenheim: Landrat begrüßt Neu-Konzept für Korridor-Sanierung

Die Deutsche Bahn hat angekündigt hat, das Konzept für die Korridorsanierung München-Rosenheim zu überarbeiten. Landrat Otto Lederer sieht in der Entscheidung ein wichtiges Signal für die Region: „Ich begrüße ausdrücklich, dass die Deutsche Bahn ihr ursprüngliches Konzept für die Generalsanierung der Bahnstrecke Rosenheim–München überarbeitet hat …

… die geplante mehr als fünfmonatige Vollsperrung im Jahr 2028 hätte Pendlerinnen und Pendler, Schülerinnen und Schüler, Studierende sowie die regionale Wirtschaft vor enorme Herausforderungen gestellt. Dass nun eine etappenweise Sanierung vorgesehen ist, ist ein wichtiges Signal und zeigt, dass die berechtigten Einwände aus Bayern gehört wurden.“

Gerade für die Region habe die Strecke Rosenheim–München eine herausragende Bedeutung. Hier würden sich die Verbindungen aus Richtung Salzburg und Kufstein bündeln, so Lederer. Die vorgesehenen Umleitungsstrecken würden nicht über die notwendigen Kapazitäten verfügen, um einen solchen Verkehrsausfall aufzufangen. Auch ein großflächiger Schienenersatzverkehr mit Bussen wäre angesichts der langen Fahrzeiten für die Fahrgäste kaum zumutbar gewesen.

Lederer: „Deshalb freut es mich besonders, dass sich der gemeinsame Einsatz vieler Beteiligter ausgezahlt hat. Neben der Bayerischen Staatsregierung, der Bayerischen Eisenbahngesellschaft, dem Güterverkehr und der Wirtschaft haben sich auch die Landkreise Rosenheim und Ebersberg nachdrücklich für eine Überarbeitung des Konzepts eingesetzt.

Die Belastungen durch die anstehenden Bauarbeiten bleiben hoch, doch viele Pendler können nun aufatmen. Entscheidend ist jetzt, dass die alternativen Bau- und Verkehrskonzepte konsequent fahrgastfreundlich ausgestaltet werden. Dazu gehören ausreichende Kapazitäten im Zugverkehr und bei unvermeidbaren Ersatzverkehren, durchgehende Barrierefreiheit sowie eine verlässliche und frühzeitige Fahrgastinformation.“

Zudem solle die Mangfalltalbahn ertüchtigt werden. Die Modernisierung der Schiene sei notwendig und richtig – sie dürfe aber nicht dazu führen, dass die Region während der Bauarbeiten vorübergehend vom Bahnverkehr quasi abgehängt werde.

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