Udo Samel liest aus dem Roman „Die Wenigen und die Vielen“

Seit es die Theatertage der Bayerischen Privattheater in Wasserburg gibt, also seit 2005, ist auch der Burgschauspieler Udo Samel eng mit diesem Festival verbunden. Alljährlich eröffnet er mit einer Lesung die Theatertage. Und für heuer hat er sich ein besonderes literarisches Werk ausgesucht: „Die Wenigen und die Vielen“ von Hans Sahl. Mit der Lesung werden heute, Donnerstag, die 20. Wasserburger Theatertage eröffnet.

Es ist dies der einzige Roman Sahls und hier wird die Geschichte eines Schriftstellers, der zur Flucht aus Nazi-Deutschland gezwungen wird, erzählt, er wird kreuz und quer durch Europa gehetzt und bei seiner glücklichen Ankunft in New York kann er das eigenartige Gefühl nicht abschütteln: „Das Exil werde ich nie mehr hinter mir lassen…“.

Der Pianist Stefan Litwin, 1960 in Mexiko-Stadt geboren, umrahmt diesen Abend musikalisch. Stefan Litwins Eltern waren als Juden vor den Nazis geflohen und hatten in Mexiko Zuflucht gefunden. 

Litwin studierte ab 1977 in der Schweiz und den USA Klavier, Interpretation und Komposition. Litwin hat viele zeitgenössische Werke uraufgeführt und mit zahlreichen zeitgenössischen Komponisten zusammengearbeitet. Seit 1992 ist Litwin Professor für Klavier, Kammermusik, Neue Musik und Interpretation an der Hochschule für Musik Saar in Saarbrücken. An diesem Abend wird Stefan Litwin neben eigenen Kompositionen Kostproben aus den Werken von Arnold Schönberg, Hanns Eisler und Igor Strawinsky präsentieren.

Udo Samel und Stefan Litwin greifen mit dem Roman von Hans Sahl letztlich das höchst aktuelle Thema des Antisemitismus in Deutschland auf und setzen auch damit in gewisser Weise auch ein Zeichen für die 20. Wasserburger Theatertage.

Beginn ist um 19 Uhr. Die Theaterbar öffnet um 17 Uhr geöffnet und freut sich auf zahlreiche Gäste. Karten sind online unter www.theaterwasserburg.de zu erhalten, aber auch an den Vorverkaufsstellen: Versandprofi Gartner und Tourist-Info in Wasserburg, Foto Flamm in Haag, TicketZentrum Rosenheim sowie an allen Vorverkaufsstellen von Inn-Salzach-Ticket und an der Abendkasse.

PETER RINK

Foto: Flamm

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